Stoppt den Megastall: Gegen Massentierhaltung in Brandenburg

Stoppt den Megastall: Gegen Massentierhaltung in Brandenburg Das Aktionsbündnis Agrarwende Berlin-Brandenburg hat die beiden Kampagnen "Volksbegehren gegen Massentierhaltung" und "Stoppt den Megastall!" gestartet.

Die Kampagnenarbeit von "Stoppt den Megastall!"wird von der Bewegungsstiftung gefördert. Das Aktionsbündnis Agrarwende Berlin-Brandenburg ist ein Zusammenschluss von ökologischen Anbauverbänden, der Tierschutz-, Natur- und Umweltschutzverbände und Bürgerinitiativen gegen Massentierhaltung in Berlin und Brandenburg, die eine Agrarwende für den Erhalt und Förderung ländlicher Räume, bäuerlicher Land

wirtschaft und gesunder Lebensmittel fordern. Das Aktionsbündnis initiierte erfolgreich 2014 die Volksinitiative gegen Massentierhaltung in Brandenburg. Im Zeitraum vom 15.7.2015 bis 14.1.2016 lief als zweite Stufe das Volksbegehren gegen Massentierhaltung in Brandenburg, bei dem 80.000 Unterschriften gesammelt werden sollen und letztlich sogar 103.545 zusammen kamen. Das Aktionsbündnis einigte sich schließlich auf einen Kompromiss mit der Brandenbruger Regierungskoalition, der am 19. April 2016 durch eine große Mehrheit im Brandenburger Landtag verabschiedet wurde. Einen Volksentscheid wird es nicht mehr geben. Nun wird die Umsetzung begleitet und weitere Schritte für eine nachhaltige Landwirtschaft und artgerechte Tierhaltung aktiv vorangetrieben.

2016 hat das Aktionsbündnis Agrarwende Berlin-Brandenburg die Kampagne "Stoppt den Megastall!" gestartet. Ziel ist es, Massentierhaltungsanlagen in Brandenburg wie Tornitz (Ausbau auf 80.000 Schweine) und Haßleben (geplante 37.000 Schweine) zu verhindern. Dazu nutzt das Bündnis die durch das Volksbegehren gewonnene Öffentlichkeit, macht den Einzelfall landesweit bekannt und vernetzt Fachexpertise, Bürgerinitiativen, Umweltverbände und engagierte Einzelpersonen zu einem starken Netz des Widerstands.

02/02/2025
09/12/2024

Wir haben satt, dass ..... die Agrarindustrie, unterstützt von der Politik in Deutschland und Europa profitiert, während Klimakrise, Artenverlust und Höfesterben immer dramatischer werden ❗️

✊ Am 18.1. gehen wir auf die Straße - denn unsere Zukunft steht zur Wahl! Bist du dabei?

Mehr unter dem Link im Kommentar.

28/11/2024

Artikel in der MOZ Tiermast in Reitwein
: Klage vom Nabu – scheitert Verfahren aus formalen Gründen?
MOZ+Nach den Anwohnern klagt nun der Umweltverband Nabu gegen die Rechtmäßigkeit der Baugenehmigung für die Putenmastanlage Reitwein bei Seelow. Mit welchen Aussichten?
27. November 2024, 17:00 UhrFrankfurt (Oder), Reitwein

Ein Artikel von

Peter Grenz
Am Verwaltungsgericht in Frankfurt (Oder) wurde am 26. November die Klage des Umweltverbandes Nabu gegen die Genehmigung des Landkreises für eine Putenmastanlage in Reitwein verhandel.
Am Verwaltungsgericht in Frankfurt (Oder) wurde am 26. November die Klage des Umweltverbandes Nabu gegen die Genehmigung des Landkreises MOL für eine Putenmastanlage in Reitwein verhandel. Wie stehen die Chancen?
Peter Grenz
Seit fast acht Jahren sind die Pläne bekannt, die Jungrinderställe in Reitwein umzunutzen. Statt 250 „Großvieheinheiten“ sollen dort künftig 14.920 Puten gemästet werden. Doch das Vorhaben der Odega-Gruppe, die die Anlage mittlerweile an die Firma Oderson GmbH & Co. KG aus Emstek im Landkreis Cloppenburg verkauft hatte, war in der Gemeinde Reitwein von Anfang an auf Widerstand gestoßen.
Putenmast: Anwohner klagten gegen Genehmigung
Das gemeindliche Einvernehmen zum Bauantrag, die bestehende Anlage umzubauen und umzunutzen, hatten die Gemeindevertreter versagt. Dies mit der Begründung einer zu hohen Immissionsbelastung für die Anwohner und der Nähe zum FFH-Naturschutzgebiet. Dennoch wurde der Antrag vom Landkreis MOL im Juni 2020 genehmigt.

Bei der Genehmigung stützte sich der Landkreis auf geltendes Baurecht, wo landwirtschaftliche Anlagen im Außenbereich als privilegiert gelten. Darüber hinaus gehe es in diesem Fall um eine Umnutzung einer bestehenden Anlage. Eine immissionsrechtliche Genehmigungspflicht bestand nicht, trägt ein Landkreisvertreter im aktuell laufenden Verfahren vor.
Eine Beteiligung von Umweltverbänden sei zwar möglich, aber eben nicht zwingend vorgeschrieben. Darüber hinaus sei sogar von einer Verringerung der Immissionen auszugehen, da dort künftig anstatt 250 Großvieheinheiten nur noch umgerechnet 75 Großvieheinheiten, die ungefähr 15.000 Puten entsprechen, gehalten werden.
Urteil Landwirtschaft Tierzucht
:
MOZ+Gericht hebt Baustopp für Putenmastanlage in Reitwein auf
Reitwein
Dennoch hatte der Landkreis MOL, auf Antrag mehrerer Anwohner, die Baugenehmigung im November 2020 gestoppt. „Wegen ernstlicher Zweifel der Rechtmäßigkeit“, lautete die Begründung. Doch das Verwaltungsgericht hob auf Antrag des damaligen Eigentümers die ausgesetzte Vollziehung der Baugenehmigung auf, weil „von der Putenmastanlage keine schädlichen Umwelteinwirkungen hinsichtlich der Grundstücke der Beigeladenen ausgehen, die die Schwelle der Unzumutbarkeit überschreiten“, wie es in der Begründung heißt. Einen darauf folgenden Widerspruch eines Anwohners beim Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg, lehnte dieses mit endgültiger Wirkung ab, die Baugenehmigung ist rechtskräftig.
Putenmast in ehemaligen Rinderställen: Ähnlich wie beim Fairmast-Verfahren sollten laut Bauantrag in Reitwein Wintergärten an die drei Ställe gebaut werden, die den Vö**ln mehr Auslauf und zugleich Seuchenschutz bietet.

Puten
Laut Bauantrag sollen in den ehemaligen Jungbullenställen von Reitwein künftig 14.920 Puten gemästet werden. Dagegen klagt nun der Umweltverband Nabu.
Michael Märker
Umweltverband klagt – Landkreis hält an Genehmigung fest
Am 26. November fand zu diesem Sachverhalt am Verwaltungsgericht Frankfurt (Oder) nun erneut ein Verfahren statt. Geklagt hatte der Umweltverband Nabu, da aus seiner Sicht in dem baurechtlichen Genehmigungsverfahren die Umweltbelange zu wenig Berücksichtigung finden. So sei insbesondere die Immissionsprognose von Ammoniak, das ist eine gasförmige Stickstoffverbindung, fehlerhaft.


Nachrichten des Tages | 27. November - Morgenausgabe
Mit Verweis auf die sogenannten "Critical Loads" für Ammoniak seien in den bereits vorliegenden Gutachten zu hohe Werte angesetzt worden und die Abstände zur Wohnbebauung seien deutlich zu gering. „Darüber hinaus sind die Auswirkungen auf die angrenzenden Schutzgebiete nicht hinreichend untersucht worden“, so Rechtsanwalt Thorsten Deppner, der den Nabu vertritt.
Tiermast in MOL
:
MOZ+Mastanlage für Puten in Reitwein bei Frankfurt (Oder) – wie geht es dort weiter?
Reitwein
Der Landkreis MOL hält an der Rechtmäßigkeit seiner baurechtlichen Genehmigung fest und argumentiert, dass sich im Vergleich zur vorherigen Nutzung an fast allen Orten eine Verbesserung einstellen würde. Vereinzelte Überschreitungen lägen im Bagatellbereich.
Behauptung Nabu: Erst kürzlich von Plänen erfahren
In der Sitzung der 7. Kammer am Verwaltungsgericht Frankfurt (Oder) äußerte der Vorsitzende Richter erste Zweifel an der Zulässigkeit der Klage des Nabu. Zwar sei der Umweltverband in Bezug auf umweltrechtliche Vorschriften grundsätzlich klageberechtigt, unter Umständen auch in dieser baurechtlichen Frage, allerdings muss erst die Frage geklärt werden, ob die Klage nicht zu spät kommt. „Gemäß Paragraph 2 Absatz 3 heißt es im Umwelt-Rechtsbehelfsgesetz, dass der Widerspruch oder die Klage binnen eines Jahres erhoben werden muss, nachdem die Vereinigung von der Entscheidung Kenntnis erlangt hat oder hätte erlangen können“, so der Vorsitzende Richter.
Massentierhaltung
:
Grüne Rückendeckung bei Reitweiner Putenmast-Protest im Kreistag
Seelow
Das Gericht tendiert in einer ersten Einschätzung dazu, dass die Kenntnis schon deutlich früher hätte erlangt werden können und stützt sich dabei auf die seinerzeit sehr ausgiebige Berichterstattung in den Medien, insbesondere in der Märkischen-Oderzeitung, die mehrfach über die geplante Putenmastanlage berichtete. „Auch schon vor der Erteilung der Baugenehmigung“, so der Vorsitzende Richter, der dazu zwei Beiträge der MOZ aus Juni 2020 als Beweismittel ins Verfahren einführte.
Darüber hinaus liefen Beiträge auch in weiteren Printmedien, sowie im Rundfunk und Fernsehen. Am 24. Juli 2020 berichtete das Erste in den Tagesthemen über der Widerstand der Reitweiner Bürgerinitiative gegen diese Anlage. „Unter diesem Gesichtspunkt falle es schwer, zu glauben, dass man nichts davon mitbekommt“, schätzt das Gericht ein. Das würde bedeuten, dass aufgrund des Fristablaufs die Klage nicht zulässig ist.
Hier sollen Puten gemästet werden: Benjamin Raschke mit Nadine Schmid und anderen Mitgliedern der Bürgerinitiatitive "Unser Reitwein" vor der Stallanlage am Ortsrand. Die Bürgerinitiative wehrt sich gegen die Pläne zur Umnutzung der einstigen Milchviehanlage.

Reitwein, 5.7.2021: Benjamin Raschke mit Nadine Schmid von der Bürgerinitiatitive "Unser Reitwein" vor der Stallanlage am Ortsrand
Bürgerprotest am 5. Juli 2021: Benjamin Raschke, Nadine Schmid und andere Mitglieder der Bürgerinitiatitive "Unser Reitwein" vor der Stallanlage am Ortsrand. Sie wollen den Umbau zu einer Putenmastanlage mit 14.920 Tieren verhindern.
Jana Kotte
Befürchtung: Weitreichende Folgen für Umweltverbände
Nabu-Vertreter Thorsten Deppner weist diese Argumentation mit der Begründung zurück, dass es keine Nachforschungspflicht seitens der Umweltverbände gebe. „Es sei unzumutbar, dass der fünfköpfige vertretungsberechtigte Vorstand vom Nabu Brandenburg regelmäßig die Medien durchforscht, um auf derartige Sachverhalte aufmerksam zu werden“, sagt er und befürchtet mit einer damit begründeten Ablehnung weitreichende Folgen für sämtliche Umweltverbände in Deutschland.
Allerdings wurde erst Ende November 2022 Björn Ellner zum Vorsitzenden des Landesverbandes gewählt. Er ist seit vielen Jahren NABU-Mitglied, hat Forstwirtschaft sowie Regionalentwicklung/Naturschutz studiert und war seit 2018, also auch zum Zeitpunkt des Erteilens der Baugenehmigung für die Putenmastanlage, Leiter der Unteren Umweltbehörde im Landkreis MOL.
Sollte die Klage als fristgerecht angesehen werden, „könnte die Privilegierung der Anlage tendenziell als rügefähig angesehen werden, jedoch nur für umweltrechtliche Belange“, so der Vorsitzende Richter. Das könnte im Ergebnis dann auch die Aufhebung der Baugenehmigung bedeuten, so das Gericht.

26/11/2024

Bericht in der Lausitzer Rundschau über Wadelsdorf Schweine bei Spremberg
: Dritter Anlauf für Ferkelzucht in Wadelsdorf – mit Erfolg?
LR+In Wadelsdorf soll die stillgelegte Schweinezucht-Anlage reaktiviert werden. Ein Investor wagt einen weiteren Anlauf. Gibt es grünes Licht aus Spremberg?
26. November 2024, 05:00 UhrWadelsdorf

Ein Artikel von

Tobias Roitsch
Insgesamt zehn Ställe gehören zur stillgelegten Schweinezucht–Anlage im Spremberger Ortsteil Wadelsdorf. Dort will ein Investor in Zukunft Ferkel züchten und eine Biogasanlage bauen.

Die Schweinezucht-Anlage in Wadelsdorf, einem Ortsteil der Stadt Spremberg, ist vor gut zwei Jahren stillgelegt worden. Ein Investor plant, sie zu reaktivieren.
Die Schweinezucht-Anlage in Wadelsdorf, einem Ortsteil der Stadt Spremberg, umfasst insgesamt zehn Ställe. Sie ist stillgelegt. Ein Investor will sie wieder in Betrieb nehmen.
Tobias Roitsch /Archiv
Seit rund zweieinhalb Jahren ist die Schweinezucht-Anlage in Wadelsdorf behördlich stillgelegt – doch das will ein Investor unbedingt ändern. Um sie wieder in Betrieb nehmen zu können, startet er jetzt erneut einen Anlauf. Es ist der dritte innerhalb weniger Monate. Entscheiden muss das Stadtparlament Spremberg. Das hatte das Verfahren im Sommer mehrheitlich gestoppt. Wie geht es jetzt weiter?
Reaktivieren will die Spreefa GmbH aus dem Raum Senftenberg die Schweinezucht-Anlage in Wadelsdorf. Eine Ferkelzucht soll aufgebaut werden. Der kleine Ortsteil der Stadt Spremberg zählt rund 160 Einwohner. Die zu DDR-Zeiten entstandene Anlage befindet sich außerhalb des Ortes im Wald.
Die Stilllegung erfolgte im Frühjahr 2022 durch das Landesamt für Umwelt (LfU). Eine Bürgerinitiative hatte zuvor mehrere Jahre lang einen Rechtsstreit gegen die damaligen Betreiber geführt. Geruchsbelästigung war ein Thema. Der Einbau neuer Abluftreinigungsanlagen erfolgte zu spät. Derzeit werden dort keine Schweine mehr gehalten und gezüchtet. Alle Tiere mussten vom Gelände geschafft werden. „Wadelsdorf ist eine ruhende Anlage, die quasi im Standby steht“, sagt Christoph Foth, Berater der Spreefa, zum aktuellen Stand. Eine moderne Abluftreinigungsanlage für die Ställe habe der vorherige Betreiber installieren lassen.
Schweine bei Spremberg
:
LR+Stopp für Ferkelzucht in Wadelsdorf – das ist der Grund
Wadelsdorf
Genehmigungen für die bestehende Anlage liegen keine vor. Neue Planungen sind für eine Reaktivierung erforderlich. Der Investor beantragt nun bei der Stadt die Aufstellung eines Bebauungsplanes. Nicht zum ersten Mal. Bereits Anfang 2024 befasst sich die Stadtpolitik mit einem solchen Antrag. Die Mitglieder des städtischen Bau-Ausschusses stimmen mehrheitlich dagegen. Firmenangaben sind in den Unterlagen uneinheitlich und sorgen für Fragen. Der Investor zieht seinen Antrag zurück, um ihn zu überarbeiten.
Modernisierung der Anlage in Wadelsdorf ohne Erweiterung
Im Frühjahr 2024 schauen sich Vertreter der Stadtpolitik bei einem Vor-Ort-Termin in Wadelsdorf die Anlage an. Die Spreefa startet einen zweiten Anlauf. Der Bau-Ausschuss stimmt mit knapper Mehrheit für das Vorhaben. Zustimmung gibt es auch im Ortsbeirat Wadelsdorf. Entscheiden muss am Ende die Stadtverordnetenversammlung. Das Gremium setzt das Thema im Sommer 2024 allerdings ab und stoppt das Verfahren. Der zweite Antrag des Investors sei zu früh gestellt worden, damit hätte sechs Monate gewartet werden müssen, heißt es zur Begründung. Jetzt also der dritte Anlauf. Entscheiden muss jetzt das Stadtparlament in neuer Zusammensetzung. Im Sommer sind die Sitze bei der Kommunalwahl neu verteilt worden.

Was hat der Investor vor? Eine Vergrößerung der Anlage ist in Wadelsdorf nicht geplant. „Es werden keine Ställe errichtet. Die vorhandenen Ställe werden entsprechend genutzt“, sagt Christoph Foth. Zehn sind es insgesamt. Jeder ist rund 49 Meter lang und 19 Meter breit. Die Anlage soll modernisiert und die Zahl der gehaltenen Sauen von früher rund 2400 auf 2000 reduziert werden.
Neue Biogasanlage liefert Wärme für Schweine in Wadelsdorf
Die Vierbeiner sollen mehr Platz haben. Sind früher Ferkel bis zu einem Gewicht von rund 30 Kilogramm aufgezogen worden, gibt es für die Zukunft andere Pläne. Dann sollen die Ferkel in Wadelsdorf bleiben, bis sie etwa sechs bis acht Kilogramm wiegen, teilt die Spreefa mit. Ziel sei mehr Tierwohl und die Haltungsstufe zwei als Standard. Das ist eine Stallhaltung mit mindestens zehn Prozent mehr Platz als gesetzlich vorgeschrieben. Aus höheren Haltungsstufen sollen die Tiere weitere Angebote erhalten – soweit sie umsetzbar sind.
Schweine: ARCHIV - 11.10.2021, Baden-Württemberg, Böhmenkirch: Schweine stehen in einem Schweinestall. (zu dpa: «Weniger Schweine und Rinder in deutschen Ställen») Foto: Marijan Murat/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Schweine sollen wieder in Wadelsdorf gehalten werden. Aufbauen will ein Investor in dem Ortsteil der Stadt Spremberg eine Ferkelzucht. (Symbolfoto)
Marijan Murat/dpa
Ein Problem sei bei der Schweinehaltung die Afrikanische Schweinepest (ASP), sagt Christoph Foth. Im Landkreis Spree-Neiße ist im September 2020 der erste Fall amtlich festgestellt worden. Seitdem wird die Tierseuche, die unter Wildschweinen grassiert und auch für Hausschweine tödlich ist, in der Natur bekämpft. Unter anderem mit Zäunen und intensiver Bejagung des Schwarzwildes, um den Bestand stark zu reduzieren. Einen Eintrag der ASP in die Ställe müsse man unbedingt verhindern, so Foth. Geplant sei, Lüftungen mit Vogelnetzen zu versehen. Die Bekämpfung von Ratten und Mäusen müsse schon vor den Ställen gelingen. Für Menschen sei der Zutritt nur nach einer Ganzkörperdusche und einem anschließenden Kleiderwechsel gestattet.
Einkaufen in Cottbus
:
LR+Neue Kennzeichnung von Fleisch an der Frischetheke – was bringt sie?
Cottbus
Fortgeschritten seien bereits die Planungen für eine neue Biogasanlage, die gebaut werden soll. Benötigt werde sie für die Ställe, „um Wärme zu bekommen“, sagt Christoph Foth. Denn weniger Schweine in den Ställen würden auch weniger Eigenwärme abgeben. Strom und Gas, das nicht verbraucht wird, soll laut Spreefa in die vorhandenen Netze für Energieversorger eingespeist werden. Endgültig entscheiden muss über den Antrag der Spreefa das Spremberger Stadtparlament Anfang Dezember. Die Mitglieder des Bau-Ausschusses haben einstimmig für das Vorhaben votiert.
Mehr als sieben Hektar Fläche – so groß ist die Schweinezucht-Anlage in Wadelsdorf
► Die Spreefa GmbH beantragt bei der Stadt Spremberg die Aufstellung eines Bebauungsplanes für ein Sondergebiet Tierhaltung und Biogasanlage im Ortsteil Wadelsdorf.

► Laut Unternehmen hat die zu beplanende Fläche eine Gesamtgröße von circa 7,4 Hektar.

► Davon entfallen rund 3,5 Hektar auf die bestehende Schweinezucht-Anlage.

► Rund 1,8 Hektar betrage die Fläche für die geplante Biogasanlage.

► Knapp 2,1 Hektar betrage die Gesamtfläche der Wege.

27/10/2024

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