15/05/2026
𝐓𝐡𝐞𝐦𝐞𝐧𝐫𝐞𝐢𝐡𝐞 - Tierwissen
Mauersegler
Oft verwechselt mit Schwalben, gehören Mauersegler zu den Seglervögeln und sind nicht näher mit diesen verwandt. Sie sind Langstreckenzieher, von Mai bis August bei uns zu finden, ziehen dann nach Afrika.
Ihre ersten beiden Lebensjahre verbringen sie im Flug. Sie fressen, verrichten ihre Geschäfte und schlafen sogar im Flug, wobei immer eine Gehirnhälfte wach ist. Auch die die Paarung findet meist in der Luft statt. Ihr Gefieder ist besonders an diese Lebensweise angepasst mit sehr langen Handschwingen und kurzen, blockartig angeordneten Armschwingen, die ihnen Schubkraft verleihen. Segler haben einen großen Kopf und große Augen, die die Orientierung im rasanten Flug ernöglichen, sowie Beutetiere zu erspähen.
Besonders auffällig sind ihre sehr kurzen Beine, mit scharfen Krallen, die ermöglichen, sich an Gemäuer festzukrallen.
Sie ernähren sich von Insekten und Spinnen.
Bei Ankunft in Europa beginnt der Kampf um die Brutplätze.
Sie brüten nur ein Mal im Jahr, bei Brutverlust, durch z.B. ungünstige Witterung, kann eine zweite Brut, meist im selben Nest folgen. Zudem leben sie meist monogam während der Brutsaison, manchmal auch über mehrere Jahre. Es werden 2-3 Eier gelegt, die Bebrütungszeit ist stark wetterabhängig und dauert 19-27 Tage.
Mauersegler schlüpfen n***t und blind, haben dann eine Nestlingszeit von 38-57 Tagen, je nach Wetter.
Gefüttert werden die Jungtiere mit Ballen aus lebenden Insekten, die im Kehlsack der Eltern zu kleinen Kugeln geformt werden.
Mit ca. 2-3 Wochen beginnen die Nestlinge erste Flatterübungen im Nest, mit 4 Wochen „Liegestütze“.
Sie können bis auf das 1,5-fache Gewicht der Eltern, um die 60g, aufgefüttert werden. Kurz bevor sie flügge werden, stellen sie das Betteln ein und magern auf das Idealgewicht von 40g ab. Am Ausflugstag sitzen sie mit ausgebreiteten Flügeln und Schwanz am Ausflugsloch, in der Dämmerung starten sie und verbringen ab dann ihr Leben in der Luft.
Stürzt ein Segler ab, kann er nicht vom Boden starten, er braucht Auftrieb durch Wind, weshalb sie wenn, dann von der Hand starten gelassen werden sollten. Niemals hochwerfen!