Opferperspektive / Antidiskriminierungsberatung

Opferperspektive / Antidiskriminierungsberatung Beratung für Betroffene rechter Gewalt und rassistischer Diskriminierung im Land Brandenburg www.opferperspektive.de

Woche für Woche werden Menschen von rechten GewaltäterInnen geschlagen und erniedrigt. Sie werden aus ihrem Alltag gerissen, verletzt und verängstigt. Die Gewalt trifft in der Regel Menschen, die als Angehörige gesellschaftlicher Minderheiten bereits unter Diskriminierung leiden. Ihnen wird von den TäterInnen das Lebens- und Aufenthaltsrecht abgesprochen. Die TäterInnen sehen sich durch die Verbre

itung von menschenfeindlichen Einstellungen in der Gesellschaft und in politischen Diskursen ermächtigt, als »Vollstrecker des Volksempfindens« gegen Minderheiten aufzutreten. Monitoring

Die Opferperspektive recherchiert und erfasst systematisch Fälle rechter Gewalttaten im Land Brandenburg. Sie veröffentlicht fortlaufend eine Chronologie rechter Gewalttaten sowie Statistiken und Analysen über die Entwicklung rechter Gewalt. Mit einer bundesweiten Wanderausstellung und zahlreichen Veranstaltungen und Seminaren lädt der Verein zur Auseinandersetzung mit rechter Gewalt ein. Beratung für Opfer

Der Verein bietet landesweit eine aufsuchende Beratung für Menschen, die Opfer rechter Gewalt wurden, ihren Angehörigen und FreundInnen sowie ZeugInnen. Die Beratung ist parteilich und zielt darauf, den Menschen, die von rechten GewalttäterInnen zu Opfern gemacht wurden, zu helfen und sie dabei zu begleiten, die Gewaltfolgen zu überwinden. Gegen Diskriminierung – Für die Menschenrechte

Das Monitoring und die Opferberatung verknüpft die Opferperspektive mit politisch-sozialen Interventionen, die Prozesse gesellschaftlicher Solidarität mit den Opfern auslösen und dadurch zur Ächtung von Rechtsextremismus und Gewalt beitragen sollen. Dazu gehört, Bürgerinnen und Bürger ebenso wie Institutionen und Medien dazu einzuladen, durch die Solidarisierung mit den Opfern ein klares Zeichen für die Menschenrechte zu setzen. Dazu gehört auch, jene Gruppen zu stärken und zu unterstützen, die als gesellschaftliche Minderheiten Diskriminierung und Gewalt erfahren. Die Opferperspektive thematisiert rechte Gewalttaten aus der Sicht der Opfer und sucht die Auseinandersetzung mit ihrem gesellschaftlichen Kontext.

Noël Martin wurde in der Nacht des 16. Juni 1996 von Neonazis rassistisch beschimpft und bedroht, dann im Auto verfolgt....
17/06/2026

Noël Martin wurde in der Nacht des 16. Juni 1996 von Neonazis rassistisch beschimpft und bedroht, dann im Auto verfolgt. Die rechten Jugendlichen versuchten, Noël Martins Auto von der Fahrbahn zu drängen. Dann warf einer von ihnen einen schweren Feldstein auf das Auto von Noël Martin. Er verlor die Kontrolle über das Fahrzeug und prallt gegen einen Baum.

Infolge des Unfalls war Noël Martin querschnittsgelähmt und litt unter starken Schmerzen. Er war rund um die Uhr auf Pflege angewiesen, um den Alltag zu bewältigen.

Liz Brown begann 2013 als Pflegerin für Noël Martin zu arbeiten, daraus entstand eine enge Freundschaft. Sie begleitete ihn, bis er am 14. Juli 2020 an den Spätfolgen des Angriffs verstarb.

2021 haben wir mit Liz ein Interview über Noël Martin geführt. Hier findet ihr einige Auszüge. Das vollständige Interview könnt ihr auf unserer Webseite nachlesen: https://kurzlinks.de/liz_brown

Wir freuen uns sehr, euch unsere neu-gestaltete Webseite der Gewaltopferberatung der Opferperspektive vorzustellen: www....
16/06/2026

Wir freuen uns sehr, euch unsere neu-gestaltete Webseite der Gewaltopferberatung der Opferperspektive vorzustellen: www.opferperspektive.de
Die Seite kommt nicht nur in neuem Design daher, sie bietet insbesondere Ratsuchenden noch bessere Orientierung. Sie ist zudem barrierefrei gestaltet, sodass alle Menschen sie möglichst optimal nutzen können.
Wir haben uns bemüht, die Seite für euch möglichst nutzungsfreundlich zu gestalten. Nun sind wir gespannt auf euer Feedback!
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Vor 30 Jahren - am 16. Juni 1996 - wurde Noël Martin in Mahlow von Neonazis angegriffen. 2020 starb er an der Spätfolgen...
09/06/2026

Vor 30 Jahren - am 16. Juni 1996 - wurde Noël Martin in Mahlow von Neonazis angegriffen. 2020 starb er an der Spätfolgen des Angriffs. Aus diesem Anlass findet im Juni in Blankendfelde-Mahlow eine Aktionswoche für Demokratie und Vielfalt statt.
Am Dienstag, den 16. Juni, startet um 17 Uhr am Bahnhofsvorplatz in Mahlow eine Gedenkdemonstration.
Ebenfalls Teil der Aktionswoche ist die Outdoor-Ausstellung “Kein schöner Land” der Opferperspektive. Sie ist vom 15. bis 21. Juni auf dem Bahnhofsvorplatz in Mahlow zu sehen.

Zum vollständigen Programm der Aktionswoche für Demokratie und Vielfalt: https://www.blankenfelde-mahlow.de/blankenfelde-mahlow/aktuelles/demokratie-und-vielfalt/

Mehr über das Schicksal von Noël Martin: https://todesopfer-rechter-gewalt-in-brandenburg.de/noel-martin/

Die CSD-Saison ist in vollem Gange und wir wünschen allen: HAPPY PRIDE!Leider kommt es im Kontext der CSDs immer wieder ...
08/06/2026

Die CSD-Saison ist in vollem Gange und wir wünschen allen: HAPPY PRIDE!

Leider kommt es im Kontext der CSDs immer wieder auch zu rechten queerfeindlichen Anfeindungen und rechten Angriffen.
Wurdest Du aufgrund deiner sexuellen Orientierung, deiner Geschlechtsidentität oder deines queeren Lebensstils angegriffen?
Wir sind für dich da!

Wir beraten und unterstützen Betroffene von rechter und queerfeindlicher Bedrohung und Gewalt.

Wir unterstützen dich dabei, das Erlebte zu verarbeiten und beraten dich zu weiteren
Handlungsschritten.
Das kann beinhalten:

• Psycho-soziale Begleitung
• Begleitungen zu Polizeivernehmungen
• Vermittlung von Anwält*innen
• Vermittlung von therapeutischen Angeboten
• Begleitung bei Gerichtsprozessen
• Unterstützung bei Antragsstellungen (z.B. Kompensationsleistungen)
• Hilfe bei Finanzierungsfragen (z.B. Anwaltskosten)
• Öffentlichkeitsarbeit und Aktivierung von Netzwerken

Wir arbeiten parteilich, das bedeutet, wir stehen ganz klar an deiner Seite und handeln nach
deinen Bedürfnissen und Wünschen.
Alles, was wir gemeinsam besprechen, wird von uns vertraulich behandelt. Auf Wunsch kannst du auch anonym bleiben.
Wir sind unabhängig von allen Behörden, eine Anzeige bei der Polizei ist keine Voraussetzung für eine Beratung bei uns.
Unsere Beratung ist immer kostenlos und freiwillig.
Bei Bedarf können wir mehrsprachig beraten (DE/ENG/FR/SP/RU) oder Dolmetscher*innen hinzuziehen.

Tel: 0331 8170000
Mail: [email protected]
Web: opferperspektive.de

Weitere Infos und Kontakt in der Bio.

05/06/2026
Wir erfassen in einer Chronik alle uns bekannten Fälle rechter Gewalt im Land Brandenburg - sofern die Betroffenen sich ...
03/06/2026

Wir erfassen in einer Chronik alle uns bekannten Fälle rechter Gewalt im Land Brandenburg - sofern die Betroffenen sich nicht gegen eine Veröffentlichung aussprechen.

Die chronologische Liste der registrierten Vorfälle findet ihr auf unserer Webseite www.opferperspektive.de/chrono (Link in Bio)

Falls du selbst einen Vorfall rechter Gewalt oder Bedrohung erlebt oder beobachtet hast, kannst du dies über unsere Internetseite opferperspektive.de oder per E-Mail an [email protected] melden.

Deine Meldung unterstützt uns dabei, das Ausmaß rechter Gewalt im Land aufzuzeigen.
Selbstverständlich bleibst du anonym und musst keine Beratung in Anspruch nehmen, wenn Du das nicht möchtest.

Vor zwei Jahren ist Orazio Giamblanco mit 83 Jahren gestorben. Orazio wurde 1996 von Rechtsextremen im brandenburgischen...
27/05/2026

Vor zwei Jahren ist Orazio Giamblanco mit 83 Jahren gestorben.
Orazio wurde 1996 von Rechtsextremen im brandenburgischen Trebbin mit einem Baseballschläger angegriffen und sehr schwer an Kopf und Körper verletzt. Er überlebte den rassistisch motivierten Angriff nur knapp, schwerverletzt und mit lebenslangen Behinderungen.

Dass sein Schicksal und sein Leben nach dem Angriff bekannt wurden und nicht, wie so viele andere, in Vergessenheit geraten sind, liegt insbesondere an Frank Jansen vom – er hatte es sich zu Aufgabe gemacht, jedes Jahr einmal Orazio Giamblanco zu besuchen und über sein Leben mit den Folgen des Angriffs zu berichten. Über die Verzweiflung, die bürokratischen Hindernisse, die Schmerzen, die Erschöpfung, auch seiner Lebensgefährtin und deren Tochter, die gemeinsam seine intensive Pflege übernommen hatten. 28 Jahre lang!
Die Reportagen von Frank Jansen findet ihr auf unserer Webseite: https://www.opferperspektive.de/orazio (Link in Bio)

Mit großer Bestürzung haben wir von einem Gewaltaufruf und Doxing gegen einen Kollegen unserer Schwesternorganisation ZE...
20/05/2026

Mit großer Bestürzung haben wir von einem Gewaltaufruf und Doxing gegen einen Kollegen unserer Schwesternorganisation ZEBRA e.V. aus Schleswig-Holstein erfahren.
Namen und Gesichter von ihm sowie weiterer Menschen, die sich aktiv gegen Antisemitismus und Israelfeindschaft stellen, wurden samt vermeintlichen Wohnadressen auf Plakaten in Kiel veröffentlicht. Darauf werden sie als „zionistische Faschist*innen“ und „Täter*innen“ bezeichnet und es wird zu Gewalt gegen sie aufgerufen.
Unsere Solidarität gilt den Betroffenen!
Die ausführliche Stellungnahme von ZEBRA e.V. findet ihr auf deren Account https://www.facebook.com/zebraev

Am 8. Mai 1945 endete der Zweite Weltkrieg mit der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht vor den Alliiert...
08/05/2026

Am 8. Mai 1945 endete der Zweite Weltkrieg mit der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht vor den Alliierten. Damit ging die faschistische NS-Diktatur zu Ende, die Millionen Menschen das Leben kostete.
Der 8. Mai erinnert uns daran, wohin Hass, Ausgrenzung und Gewalt führen können. Und er erinnert uns an unsere Verantwortung. Denn Rassismus, Antisemitismus und Gewalt gegen Geflüchtete und Migrant*innen, jüdische Menschen, Menschen mit Behinderung, queere Menschen, politische Gegner*innen und weitere Personengruppen, die nicht in das Weltbild der extremen Rechten passen, sind auch heute traurige Realität.
Erinnern heißt handeln. Lasst uns gemeinsam gegen Rassismus, Antisemitismus, Rechtsextremismus und Faschismus kämpfen.

Wir erfassen in einer Chronik alle uns bekannten Fälle rechter Gewalt im Land Brandenburg - sofern die Betroffenen sich ...
06/05/2026

Wir erfassen in einer Chronik alle uns bekannten Fälle rechter Gewalt im Land Brandenburg - sofern die Betroffenen sich nicht gegen eine Veröffentlichung aussprechen.

Die chronologische Liste der registrierten Vorfälle findet ihr auf unserer Webseite: www.opferperspektive.de/chrono (Link in Bio)

Falls du selbst einen Vorfall rechter Gewalt oder Bedrohung erlebt oder beobachtet hast, kannst du dies über unsere Internetseite opferperspektive.de oder per E-Mail an [email protected] melden.

Deine Meldung unterstützt uns dabei, das Ausmaß rechter Gewalt im Land aufzuzeigen.
Selbstverständlich bleibst du anonym und musst keine Beratung in Anspruch nehmen, wenn du das nicht möchtest.

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