Der pinke Schal

Der pinke Schal Ein Theaterprojekt von Asylsuchenden und Nicht-Asylsuchenden. Momentan gibt es keine Vorstellungen a Innere Blockaden werden abgebaut. Die Beiden verlieben sich.

Der pinke Schal – das Projekt
Wir schreiben das Jahr 2010, Geburtsstunde des Theaterprojekts „Der pinke Schal“. Ins Leben gerufen wurde es von Asylsuchenden aus dem Wohnheim am Schlaatz und Potsdamer Studierenden. Wir wollen die Umstände, denen Geflüchtete in Deutschland ausgesetzt sind, thematisieren und den Austausch zwischen den BewohnerInnen des Heims und AnwohnerInnen des umliegenden Stadttei

ls fördern. Zwar wurde das Wohnheim aus dem weit abgelegenen Lerchensteig in den vergleichsweise zentralen Stadtteil am Schlaatz verlegt, aber immer noch sind die Asylsuchenden weitgehend gesellschaftlich isoliert. Durch unser Projekt werden gegenseitige Berührungsängste und Vorurteile abgebaut. Das Skript zu unserem Theaterstück „Der pinke Schal“ entstand in gemeinschaftlicher Arbeit, wobei Geflüchtete ihre eigenen Erfahrungen einbrachten. Auf der Suche nach professioneller Unterstützung spielte uns ein glücklicher Zufall Tanja Otolski in die Hände - unsere Theaterpädagogin und Regisseurin, die das Skript in ein bühnentaugliches Stück verwandelte. Das Ensemble besteht aus SchlaatzerInnen, Asylsuchenden und Studierenden. Durch das Theaterspielen werden Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein gestärkt. Nach einer intensiven Probenphase wird das Stück September 2011 im Bürgerhaus am Schlaatz und im Waschhaus in der Schiffbauergasse aufgeführt. Mit der Unterstützung vom Bürgerhaus und der Projektvollfinanzierung des Förderprogramms „STÄRKEN vor Ort“ wurde ein Traum zur Wirklichkeit. Das Programm wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und dem Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union gefördert. Der pinke Schal - Inhalt
„Ordnung, Sicherheit, Stabilität. Wir wissen, was passieren muss in allen Situationen. Wir ziehen die Fäden im Hintergrund.“

»Der pinke Schal« erzählt die Geschichte eines jungen Asylbewerbers, der ein Leben im Wartezimmer am Rande der Gesellschaft führt. Das Wartezimmer ist ein deutsches Asylbewerberheim. Jeder seiner Schritte, wird überwacht und reglementiert durch eine übermächtige bürokratische Maschine - den Chor der Bürokratie. Alles überwachend thront er über der Szenerie. Es erscheint dem Protagonisten unmöglich ein selbstbestimmtes Leben zu führen. In der Straßenbahn lernt er die Studentin Maria Kaiser kennen. Als er versucht, aus seiner Situation auszubrechen, gerät er in einen Konflikt mit den Behörden. Ein Koffer wird zum herrenlosen Gepäckstück und löst eine fatale Ereigniskette aus...

Das Thema: Bürokratie und Menschlichkeit. Auf surreale Weise erleben wir die Geschichte des Protagonisten im Zeitraffer. Überzogen, mit einem kleinen Augenzwinkern und der nötigen Ernsthaftigkeit fordern wir dazu auf, gängige Klischees zu hinterfragen.

Adresse

Bürgerhaus Am Schlaatz, Kuze, Lindenpark
Potsdam

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