05/06/2026
🥳Hui ,nun wird es aber Zeit für den Freitagshund 🥳
Guten Morgen ihr Lieben 🥰
Der singende Täubling
Seit nunmehr sechs Jahren ist unser Terry aus dem wunderschönen Murcia bei uns zu Hause. Natürlich ein echtes Stempelfüßchen, eine spanische Wurst – so wie ich sie liebe. Viele, die unserer Seite folgen, wissen, dass ich für diese kleinen Wursthunde ein ganz besonderes Faible habe.
Die Geschichte von Terry war damals schnell erzählt. Er wurde von der spanischen Polizei von der Straße aufgelesen und in ein spanisches Tierheim gebracht. Irgendwie finden diese Würstchen immer ihren Weg zu uns. So war es auch bei ihm. Ich schrieb das Tierheim an, es wurde eine Vorkontrolle gemacht und schließlich durfte Terry die Reise nach Deutschland antreten.
Was dann hier ankam, war ein kleiner, lustiger Gnom mit kurzen Beinen und einem riesengroßen Herzen. Ein Hund, der einem jeden Tag ein Lächeln ins Gesicht zaubert.
Allerdings war der Anfang nicht ganz einfach. Terry mochte keine Frauen. Meinem Hannes war er schnell zugetan, doch zwischen ihm und mir wollte zunächst keine richtige Verbindung entstehen. Er lief vor mir weg, ließ sich nicht anfassen und schon gar nicht bekuscheln. Es schien, als hätte er in seinem früheren Leben keine guten Erfahrungen mit Frauen gemacht.
Also gab ich ihm das, was viele Hunde am meisten brauchen: Zeit.
Und wie so oft bei unseren Schätzen geschah etwas Wunderschönes.
Heute ist davon nichts mehr übrig. Wenn ich vom Einkaufen oder von einem Termin nach Hause komme, beginnt Terry zu gurren, zu schnattern und zu trillern. Er macht Geräusche, die eher an eine Taube erinnern als an einen Hund. Genau deshalb hat er bei uns seinen Spitznamen bekommen:
„Der singende Täubling.“
Er freut sich so überschwänglich, dass man manchmal Tränen lachen könnte. Es wird gegurrt, geschnalzt und gesungen, als würde er mir die Geschichten des Tages erzählen wollen. Wer Terry kennt, weiß genau, was ich meine.
Doch unser kleiner Spanier hatte auch schwere Zeiten.
Eines Tages ging es ihm plötzlich sehr schlecht. Vorher waren wir bei unserem Haustierarzt gewesen, dort vermutete man zunächst eine Erkältung. Doch mein Gefühl sagte mir, dass etwas nicht stimmte. Also machten wir uns auf den Weg in die Tierklinik nach Leipzig.
Dort stellte sich heraus, dass eine sofortige Notoperation notwendig war.
Terry stand auf der Kippe.
Seine Milz musste entfernt werden, Flüssigkeit wurde aus seinem Bauchraum abgelassen und die Situation war ernst. Die Ärzte machten uns keine falschen Hoffnungen. Unser kleiner Wursthund kämpfte um sein Leben.
Aber Terry wäre nicht Terry, wenn er sich so leicht geschlagen geben würde.
Drei Tage später klingelte das Telefon.
Die Klinik rief an.
„Sie müssen Ihren Hund abholen.“
Auf meine Nachfrage, was passiert sei, bekam ich die Antwort:
„Er benimmt sich hier nicht.“
Eigentlich sehr ungewöhnlich für einen unserer Hunde. Doch ich glaube bis heute, dass Terry einfach beschlossen hatte, dass Krankenhaus genug sei und er endlich wieder nach Hause wollte.
Also fuhr ich los.
Was sich dort abspielte, werde ich niemals vergessen.
Als sie ihn aus dem Stationsbereich brachten, begann er sofort zu gurren, zu schnattern und seine berühmte Taubenshow aufzuführen. Das gesamte Wartezimmer musste lachen. Ich wollte noch meine Rechnung bezahlen, doch daraus wurde nichts.
Terry zog an der Leine, machte einen unglaublichen Lärm und schien mir unmissverständlich klarzumachen:
„Komm jetzt! Wir verschwinden. Die wollten mir hier ans Leder!“
Die Klinik schickte die Rechnung später per Post.
Und Terry?
Der marschierte stolz und glücklich mit mir nach Hause.
Er ist ein herzlicher Kerl. Ein kleiner Zauberzwerg auf kurzen Beinen. Eine spanische Zauberwurst mit einem riesigen Herzen. Im Rudel ist er längst vollständig integriert und mindestens genauso viel Kasper wie all die anderen Mäuse.
Immer wieder fasziniert mich die Individualität unserer Hunde. Jeder bringt seine eigene Geschichte mit. Seine Erfahrungen. Seine Eigenheiten. Seine Stärken. Seine kleinen Macken.
Jeder besitzt seine ganz eigene Aura.
Einen eigenen Sturkopf.
Einen eigenen Willen.
Und vor allem eine einzigartige Schönheit im Wesen und im Sein.
Terry erinnert uns jeden Tag daran, dass Vertrauen wachsen kann. Dass Liebe heilt. Und dass manchmal gerade die kleinsten Hunde die größten Persönlichkeiten besitzen.
Lieber Terry, unser singender Täubling, wir wünschen uns noch viele gemeinsame Jahre mit dir. Mögest du uns noch lange deine Lieder vorsingen, uns zum Lachen bringen und mit deinem unverwechselbaren Charme jeden Tag ein kleines Stück heller machen.
Du bist etwas ganz Besonderes.
Eine kleine spanische Wurst, ein Zauberzwerg, ein Herzenshund.
Und wir sind unendlich froh, dass du damals den Weg zu uns gefunden hast.
Bleib noch lange an unserer Seite, lieber Terry. Sing uns weiter deine Lieder vor. Wir lieben dich genau so, wie du bist. ❤️🐾
❤️