05/04/2026
Invasive Muschel in der Donau: Angler entdeckt asiatische Art bei Hofkirchen
Ein Angler hat nahe Hofkirchen eine große Flussmuschel entdeckt, die sich inzwischen als gebietsfremde Art herausstellt. Experten gehen davon aus, dass es sich um die sogenannte Chinesische Teichmuschel handelt – eine Art, die sich zunehmend in bayerischen Gewässern ausbreitet.
Die Muschel, die ursprünglich aus Ostasien stammt, kann deutlich größer werden als heimische Arten. Exemplare mit einer Länge von über 20 Zentimetern sind keine Seltenheit. Genau diese auffällige Größe machte den Angler stutzig, der seinen Fund anschließend meldete.
Rasche Ausbreitung entlang der Donau
Fachleute sehen den Fund nicht als Einzelfall. Die Chinesische Teichmuschel ist bereits in mehreren Regionen Bayerns nachgewiesen worden – insbesondere in der Donau und ihren Nebenarmen. Ihre Ausbreitung wird durch einen besonderen Mechanismus begünstigt: Die Larven der Muschel nutzen Fische als „Transportmittel“, indem sie sich an deren Kiemen anheften. So können sie große Distanzen überwinden.
Gefahr für heimische Arten
Auch wenn die Art offiziell oft nur als „potenziell invasiv“ eingestuft wird, sind sich viele Experten einig, dass sie erhebliche Auswirkungen auf das Ökosystem haben kann. Die Muschel konkurriert mit einheimischen Arten um Nahrung und Lebensraum und könnte diese langfristig verdrängen. Besonders problematisch ist dies für ohnehin gefährdete heimische Muschelarten.
Zudem besteht die Sorge, dass indirekte Effekte auftreten – etwa auf Fischarten, die auf bestimmte Muscheln angewiesen sind.
Danke Matthias für die Meldung 👍