01/02/2026
Unsere unveröffentlichten Leserbriefe an die Passauer Neue Presse bzw. Antwortschreiben an den "Passauer Tölpel" zum Thema "IG Lärm" in der Kolumne "Aufgespießt und festgenagelt" vom 24. Januar:
Nr. 1:
Lieber Passauer Tölpel,
deine Erzeuger bewiesen mit der Gestaltung deines selbstgefälligen Antlitzes einen trefflichen Sinn für weitsichtige Satire. Und man kann sich vorstellen, dass sie sich über die Flause ihres unfallgeneigten Schwellschädels, über tiefschürfende Einsichten zu verfügen, köstlich amüsiert hätten. Auch wir im Passauer Westen wissen, dass du, lieber Tölpel, kein vom Kirchendach gefallener Engel, sondern ein in Stein gemeißelter Knallkopf bist, der sich im Nachschlag seines desaströsen Abgangs als dauerbrabbelndes Stadt-Orakel festzementiert hat. Und auch wenn deine Bemerkungen gelegentlich so abfällig sind wie dein Kopf, sind sie nicht unbedingt geistreich. Dass aber gerade du als dauerstationärer Grinsebimbus aus den Schatten der Altstadt den Anschein erweckst, über die Verhältnisse des Passauer Westens bestens Bescheid zu wissen und dabei horrenden Unsinn verbreitest, finden wir Adressaten der "IG Lärm" nicht lustig, sondern befremdlich! Zum Beispiel dein einfältiges Nachrechnen, ob erst die Autobahn oder die Autobahnanwohner da gewesen seien - und freilich, die meisten der heute an der Autobahn gelegenen Anwesen waren zuerst da! -, sagt doch absolut nichts über Sinn und Notwendigkeit von Lärmschutzmaßnahmen aus! Seit langem ist die Nähe der extrem stark befahrenen Autobahn für Anwohner und vergeblich Ruhe suchende Spaziergänger so unangenehm wie unerfreulich! Eine umfassende aktive Eindämmung schädlicher Emissionen entlang dieser schwelenden Landschaftszerstörung ist längst überfällig! Die dort ansässigen Menschen müssen sich weder für ihre Existenz noch für ihren Anspruch auf Gesundheit und Lebensqualität rechtfertigen! Denn Lärm und Luftverschmutzung durch Verkehr verfügen so wenig über eine natürliche Daseinsberechtigung wie du, lieber Tölpel, über Witz und Humor! Außerdem: Dass OB-Kandidaten, die unseres Wissens nicht auf den Kopf gefallen sind, sich für die Anliegen der Menschen im Passauer Westen interessieren, macht sie keineswegs zu "Außenseiter-Kandidaten", es sei denn, es ginge im Ergebnis dieser Wahl nicht um das Wohl unzähliger Lebewesen, sondern um pure Selbstbeweihräucherung im Altstadtnebel.
Dr. Eva Thauerer, Passau
IG „Lärmschutz Passau West“
Nr. 2
Lieber Passauer Tölpel,
laut Wikipedia schreibst Du eine Kolumne, "die Probleme, Alltäglichkeiten und Neuigkeiten der Passauer Bürger auf homorvolle Art und Weise ins Auge fasst".
Dass Du hier Gerüchte und Unwahrheiten bzw. politisch einseitige Parolen verbreitest, hat bei uns im Passauer Westen große Bestürzung ausgelöst und in unseren Foren einen regelrechten Sturm an Entrüstung entfacht.
Darum lass uns kurz darauf antworten.
Dass Du glaubst, dass es sich bei unseren Unterstützern hauptsächlich um neu an die Autobahn Hinzugezogene handelt, die sich jetzt beschweren, ist ein schwerer Schlag ins Gesicht für viele unserer Unterstützer und entspricht in keinster Weise der Realität.
Wir laden dich gerne (oder deinen Schreiber Herrn Schaffner) zu unserem nächsten Stammtisch beim Auer in Heining (19.02.26, 18:30 Uhr) ein, dann darfst Du gerne mit den Altanwohnern der Autobahn reden. Ich bin gespannt, ob Du kommst und wie dann das Gespräch ausgehen wird. Wir werden gerne darüber berichten.
Du behauptest, nur Außenseiter-OB-Kandidaten kommen zu uns. Dies ist eine sehr weitreichende Unterstellung, die dringend ins rechte Licht gerückt werden muss:
a) Die Wahl entscheidet und nicht vorab Du, wer als Außenseiter gehandelt wird.
Erinnere dich an die letzte Kommunalwahl, als ein „Außenseiter“ die zweitmeisten Passauer Stimmen auf sich vereinigen konnte - ah ja... Herr Stadtrat Urban Mangold war's.
b) Du wagst es, öffentlich eine Vorauswahl zu treffen, wer angeblich zum Kreis der Favoriten zählt und wer nicht. Dies empfinden wir als politisch äußerst fragwürdigen Umgangston und eines Passauer Tölpels für unwürdig.
c) Die Anwohner im Passauer Westen wissen es sehr wohl zu schätzen, dass sich Stefanie Auer (Grüne), Prof. Dr. Holm Putzke (CSU/FDP), Urban Mangold (ÖDP) und Andreas Vilsmeier (PaL) für unsere Anliegen interessieren und sich für uns einsetzen.
Der OB-Kandidat Andreas Rother hingegen hatte am selben Tag im selben Lokal eine äußerst schlecht besuchte Veranstaltung, und er hat es nicht für nötig erachtet, kurz bei uns „Hallo“ zu sagen.
Ein Armin Dickl, OB-Kandidat der CSU, ist für unsere Themen schon lange nicht mehr zu erreichen.
Lieber Passauer Tölpel,
es ist immer schön, von Dir zu lesen, aber bitte ...... bleib humorvoll und vor allen Dingen bei der Wahrheit!
Wir Autobahnanwohner freuen uns auf dein Erscheinen; denn das, was wir zu diesem Thema noch zu sagen hätten, würde den Rahmen eines Leserbriefes noch weiter sprengen.
Gottfried Brunner, Passau
IG „Lärmschutz Passau West“