16/08/2026
Der Albtraum Folter ist Realität für unzählige Menschen weltweit.
Trotz des absoluten Verbots ist Folter auf allen Kontinenten weit verbreitet. Regierungen quälen im Verborgenen oder liefern Menschen in Länder aus, in denen ihnen Folter droht. Dieser Skandal muss gestoppt werden.
Prügel, Elektroschocks, Schlafentzug: In vielen Ländern ist Folter alltäglich. Amnesty International startete 2014 die globale Kampagne "Stop Folter", um dagegen anzukämpfen.
Wir haben uns aus diesem Anlass auf den Wochenmarkt gestellt und exemplarisch zwei Fälle ausgewählt. Auch hier wurde Folter angewandt!!!
RUSSLAND
Azat Miftakhov ist seit 2019 inhaftiert. Die Vorwürfe gegen ihn werden als politisch motiviert betrachtet. Im April 2026 wurde er in eine Strafkolonie verlegt und dort offenbar gefoltert. Unter anderem wurde er geschlagen, durch Elektroschocks gefoltert und mit Vergewaltigung bedroht. Diese Foltervorwürfe müssen unabhängig und wirksam untersucht und die mutmaßlich Verantwortlichen in fairen Verfahren zur Rechenschaft gezogen werden.
ÄGYPTEN
Im Juli 2024 wurde Said Abdelrazek, ein Moslem, der zum Christentum konvertierte, von Russland nach Ägypten abgeschoben, wo er unmittelbar nach der Ankunft am Flughafen von Angehörigen des Geheimdienstes (National Security Agency - NSA) festgenommen wurde. Sie brachten ihn an einen unbekannten Ort in Alexandria, wo er zehn Tage lang Opfer des Verschwindenlassens war. Gut informierten Quellen zufolge wurde Said Abdelrazek in diesem Zeitraum von NSA-Kräften gefoltert und anderweitig misshandelt:
Folter gehört zu den schlimmsten Schrecken, die sich der Mensch für den Menschen ausgedacht hat. Wer einen anderen foltert, fügt ihm nicht nur Schmerzen zu, sondern verwandelt ihn in ein Ding, in ein bloßes Stück Fleisch. Es mag erstaunen, dass Folter erst seit 1984 international geächtet ist. Damals hatten sich die Vereinten Nationen auf ein historisches Vertragswerk geeinigt um der Menschheitsgeißel Folter ein juristisches Ende zu bereiten: 174 Staaten haben die Antifolterkonvention ratifiziert.
Danke an alle, die uns im Kampf gegen die Folter unterstützt haben und die beiden Petionen unterzeichneten.