02/06/2026
Storchennester in Schloß Neuhaus
„Zum ersten Mal brütet in diesem Jahr ein wildlebendes Storchenpaar im Schloss- und Auenpark“ so der Storchexperte Dr. Gerhard Lakmann vom Weißstorch-Projekt für die "Naturschutz-Stiftung Senne". Auf dem Rundgang der Quartiersinitiative Schloß Neuhaus kommentierte er dann weiter, sei der Schlosspark mit seinem Turm dazu ohne Zweifel besonders geeignet.
Der über zwei Stunden dauernde Quartiersspaziergang mit einer Gruppe von sehr interessierten Teilnehmenden startete am vergangenen Donnerstagnachmittag an dem Standort in den Paderauen. Hier war über ein von Gerhard Lakmann aufgebautes Spektiv bis in das Nest mit den drei Jungtieren zu schauen.
Der jüngste teilnehmende „Nachwuchsornithologe“ entdeckte dabei auch an der sichtbaren Beringung, dass der Storch in den Niederlanden (NLA) registriert und somit in einem holländischen Nest ausgebrütet worden war. Bei den fachkundigen Informationen konnte man so Manches über das Leben der Weißstörche erfahren, auch zu deren jährlich mehrere Monate umfassenden und nicht ungefährlichen Flügen ins Winterquartier über die Ostroute, der Türkei und den Bosporus bis dann weiter nach Tansania und sogar nach Südafrika. In Deutschland sei der Storch nie gejagt worden, dennoch ging die Population zurück (letzte brütende Paar in den 1950er Jahren im Kreis).
Um 2007 waren dann erstmals wieder wild brütende Storchenpaare im Kreis Paderborn gesichtet (zuerst in Ostenland). Inzwischen kennen fast alle die ca. 10 Meter hohen Masten mit den angebotenen Nisthilfen, die von den Storchenpaaren gerne angenommen werden.
Die Experten beobachten dieses als positive Entwicklung im Kreis, auch ein gutes Zeichen für ein verbessertes Ökosystem im Raum Paderborn. 2026 sind es bereits 89 brütende Storchenpaare. Ein gutes Zeichen 👍🙂