11/08/2026
Artenschutz ist kein Hobby und geht uns alle an:
Warum unkontrollierter Katzenfreigang unsere Wildtiere bedroht.
Als Naturschutzverein erleben wir es täglich vor Ort: Unsere heimische Artenvielfalt schwindet rasant. Neben Lebensraumverlust und Insektensterben gibt es einen weiteren, massiven Druckfaktor, über den wir dringend offen sprechen müssen: den unkontrollierten Freilauf von Hauskatzen, der eigentlich nicht mehr teolriet werden kann. In Deutschland jagen Millionen Katzen. Selbst die bestgefütterte Hauskatze verliert ihren Jagdinstinkt nicht. Besonders im Frühjahr und Sommer wird das zum Desaster für Bodenbrüter, Jungvögel (Ästlinge), Zauneidechsen, Rigelnatter, Blindschleichen und junge Feldhasen.
Während für Hunde während der Brut- und Setzzeit strenge Leinenpflichten gelten, wildern Katzen oft völlig unreguliert in den sensibelsten Revieren.
Aus Sicht des Natur- und Artenschutzes fordern wir daher ein konsequentes Umdenken und gesetzliche Leitplanken: Flächendeckende Kastrations- und Registrierungspflicht: Unkastrierte Freigänger vermehren sich unkontrolliert mit scheuen Streunerkatzen. Das führt nicht nur zu Katzenelend, sondern potenziert den Jagddruck auf geschützte Wildtierarten. Jede Kommune muss hier rechtlich nachbessern! Einschränkung des unkontrollierten Freigangs:Ein unbegrenzter Freilauf ist in der heutigen Naturkrise oft nicht mehr tragbar. Wir appellieren an alle Halter: Nutzen Sie Alternativen wie gesicherte Gärten oder Katzenvolieren. Zumindest während der Hauptbrutzeit im Frühjahr sollten Katzen im Haus bleiben – das rettet bereits unzählige Vogelleben. Tierschutz darf nicht an der eigenen Haustür enden. Wir tragen die Verantwortung für alle Tiere in unserem Ökosystem. Wer die Natur liebt, muss auch ihre schwächsten Bewohner schützen.