16/09/2026
Bruce ist sechs Jahre alt, als er in der Kinder- und Jugendpsychiatrie Pipamperon bekommt.
Für seine Mama Mandy ist damals vor allem eines wichtig:
Dass es ihrem Kind besser geht.
Sie vertraut den Ärzt und den Entscheidungen, die dort getroffen werden. Sie will alles tun, was Bruce helfen kann.
Jahre später bekommt Mandy selbst einmal Pipamperon.
Und sie erschrickt darüber, wie sie die Wirkung des Medikaments bei sich erlebt.
Diese eigene Erfahrung verändert auch ihren Blick zurück.
Sie fragt sich heute, was die tägliche Einnahme damals für ihren sechsjährigen Sohn bedeutet hat – und betrachtet die Entscheidung, der sie als Mutter zunächst vertraut hat, deutlich kritischer.
Als Bruce wieder zu Hause ist, möchte er das Medikament nicht mehr nehmen.
Die Familie setzt es ab.
Die Erinnerung daran beschäftigt Mandy bis heute.
Damals wollte sie alles tun, damit es ihrem Kind besser geht.
Heute stellt sie Fragen an eine Behandlung, der sie damals vertraut hat.
Das ist ein Teil von Bruce’ Geschichte.
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ICH WILL LEBEN.
Diese Kampagne erzählt die Geschichten von Bruce, Davina und Benedict – durch die Erinnerungen ihrer Mütter Mandy, Sabine und Marina.
Sie waren so viel mehr als ihre Suchterkrankung. Sie hatten Leidenschaften, Fähigkeiten, Wünsche und Träume. Sie wollten leben.
Ihre Geschichten zeigen, was passiert, wenn Menschen auf ihre Erkrankung reduziert werden und notwendige Hilfe zu spät kommt.
Erinnern allein reicht deshalb nicht. Wir müssen verändern, was Menschen daran hindert, rechtzeitig Unterstützung zu bekommen: durch lebensnahe Suchthilfe, Prävention auf Augenhöhe, verständliche Aufklärung und eine bessere Zusammenarbeit von Jugend- und Suchthilfe.
Die Kampagne von .v zeigt konkrete Maßnahmen, die dringend umgesetzt werden müssen.
Verändern, um Leben zu retten.