31/05/2026
📍 Vortrag | Di, 16.06.2026, 18:30 Uhr | Bibliothekssaal, Universität Oldenburg
Die Polarisierung in der Gesellschaft zwischen Arm und Reich ist besonders stark ausgeprägt. Dies trifft sowohl auf die Einkommens-, aber noch viel stärker auf die Vermögensverteilung zu. Die reichsten 10 % in Deutschland besitzen gut zwei Drittel des Gesamtvermögens, während die untere Hälfte nur über 1,5 % verfügt. Gleichzeitig hinken Löhne und Arbeitseinkommen gegenüber Kapitaleinkommen und anderen Einkommensarten hinterher. Christoph Butterwegge ist einer der renommiertesten Armutsforscher in Deutschland. Er zeigt in seinem Vortrag auf, wie die Kluft zwischen Arm und Reich entsteht und warum sie sich zuletzt vertieft hat. Für ihn ist dies Ergebnis einer politisch bewusst herbeigeführten Umverteilung von unten nach oben. Ferner soll in der Veranstaltung diskutiert werden, warum die politisch Verantwortlichen auf die soziale Ungleichheit kaum reagieren und was wirklich getan werden muss, um sie einzudämmen.
Referent*in:
Christoph Butterwegge, Prof. Dr. rer. pol., war von 1998 bis 2016 Hochschullehrer für Politikwissenschaft an der Universität zu Köln. Arbeitsschwerpunkte: Sozialstaatsentwicklung und Armut; Rechtsextremismus, Rassismus und (Jugend-)Gewalt; Migration, Integration und Minderheitenpolitik. Er gehörte dem Gutachtergremium für den Sechsten Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung an.
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Anmeldungen bitte bis zum 12. Juni 2026 mit dem Online-Anmeldeformular auf der Homepage der Kooperationsstelle Hochschule-Gewerkschaften.
Veranstalter*innen:
Kooperationsstelle Hochschule-Gewerkschaften, DGB Region Weser-Ems, Arbeit und Leben Niedersachsen, Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg, Prof. Dr. Gundula Zoch (Soziologie Sozialer Ungleichheiten)
Die Veranstaltung wird gefördert von der Hans-Böckler-Stiftung.