28/09/2026
Die Spielernoten der OP gegen VfR Aalen:
Wenn der Torwart bei einer 1:3-Pleite der beste Spieler seines Teams ist, spricht das nicht unbedingt für den Rest der Mannschaft. Kickers-Keeper Johannes Brinkies war jedenfalls gegen Aalen der einzige Offenbacher, der über 90 Minuten sein volles Potenzial abrief. Bei den Gegentoren traf ihn keine Schuld. Er war von Anfang an auf Betriebstemperatur. In der elften Minute lenkte er den Ball um den Pfosten. Nach einer halben Stunde war „Pommes“ dann allerdings geschlagen, wobei er den ersten Versuch stark abgewehrt hatte. Beim Nachschuss konnte der Routinier nicht mehr eingreifen. Ebenso chancenlos war er kurz darauf beim 0:2. Als der OFC nach der Pause auf den Anschlusstreffer drängte, verhinderte der Schlussmann bei einem Konter im Eins-gegen-eins stark die Vorentscheidung. Die fiel dann allerdings in der 70. Minute, als Melo nach einem Querpass frei im Fünfmeterraum zum Abschluss kam. In der Schlussphase verhinderte Brinkies bei einer Aalener Doppelchance zweimal das 1:4. Note: 1,5
Die Noten der Kickers
Bastian Frölich: Nicht ganz so gut drin wie sonst. Agierte vor dem 0:2 etwas zögerlich. Wechselte nach der Pause von der rechten auf die linke Abwehrseite. Dort etwas auffälliger. Spielte allerdings einmal einen üblen Fehlpass. Note: 4
Jakob Lewald: Der Zugang vom Drittligisten SV Wehen Wiesbaden sollte als mittlerer Teil der Dreierkette die Abwehr organisieren. Das gelang nicht. Sah zudem nach einem Frustfoul Gelb. Positiv waren erneut seine langen, präzisen Pässe. Hatte zur Pause Feierabend. Note: 4,5
Dominik Crljenec: Begann links in der Abwehr und rückte nach der Pause ins defensive Mittelfeld. Machte beides solide. In der 67. Minute aus taktischen Gründen ausgewechselt. Note: 3
Jan Hendrik Marx: Eigentlich Mr. Zuverlässig, diesmal in einigen Szenen neben der Spur. Der rechte Schienenspieler rackerte gewohnt viel, lief vor dem 0:1 aber zunächst hinterher und stolperte dann. Seine Flanken kamen diesmal nicht an, auch nicht bei den ruhenden Bällen. Note: 4,5
Keanu Staude: Rückte für den verletzten Topscorer und Spielmacher Maximilian Wolfram in die Startelf, war aber kein adäquater Ersatz. In der ersten Hälfte zu zögerlich, teilweise zu verspielt. Ließ sich aber nicht hängen. Gab auch zehn Minuten vor Schluss noch Gas. Nach Foul an ihm gab es Rot für Aalens Geyer und Elfmeter für den OFC, den von Hagen zum 1:3 verwandelte. Note: 4
Adam Loune: Der mit 19 Jahren jüngste OFC-Spieler vertrat auf der Sechs erneut den verletzten Routinier Robin Krauße. Sah bereits nach 13 Minuten Gelb und war dadurch gehandicapt. Kam im Mittelfeld selten in die Zweikämpfe. Dachte und agierte manchmal zu offensiv - und zu riskant. Zur Pause ausgewechselt. Der Einsatz stimmt, muss aber noch lernen. Note: 4,5
Luka Garic: Tauchte in der ersten Hälfte zumindest zweimal gefährlich in Strafraumnähe auf. Bereitete kurz nach der Pause die Chance von Marcos (48.) vor. Sah beim 0:3 allerdings schlecht aus, als er sich von Vorlagengeber Kleinschrod viel zu einfach wegdrängen ließ. Note: 3,5
Nathan Doganay: Der linke Schienenspieler war oft am Ball und fand zumeist gute Lösungen. Spielt auch mal hinten rum, wenn es sein musste. In der Defensive aber nicht immer ganz auf der Höhe – wie beim 0:1. Schaltete zu früh ab und blieb stehen, sodass sein Gegenspieler Maksimovic nach einem von Brinkies abgewehrten Schuss nur noch einschieben musste. Zur Pause ausgewechselt. Note: 4
Maximilian Schmid: Gewohnt wuselig. Musste sich aber immer wieder zurückfallen lassen, um den Ball zu bekommen. Gab in der ersten Hälfte keinen Torschuss ab. Hatte nach der Pause das 1:2 auf dem Fuß, scheiterte aber an Aalens Keeper Otto. Nach 67. Minuten humpelte er vom Platz, zuvor war ein Foul an ihm nicht geahndet worden. Kühlte sich danach das Knie. Note: 4
Benedikt von Hagen: Lief und arbeitete viel, agierte dabei aber teilweise etwas unglücklich. Dazu passt die Szene, in der er auf dem Weg Richtung Tor klar gefoult wurde, der Pfiff aber ausblieb. Nach der Pause änderte sich daran zunächst wenig. Der 23-Jährige musste diesmal die volle Spielzeit absolvieren und sorgte spät für ein kleines Glanzlicht. Schickte per Steilpass Staude auf die Reise, der im Strafraum gefoult wurde. Den fälligen Elfmeter verwandelte von Hagen zum 1:3. Es war bereits sein sechster Saisontreffer. Hätte kurz darauf fast nachgelegt. Note: 2,5
Jayson Breitenbach: Kam zur Pause. Übernahm den Part rechts in der Dreierkette. Brachte Zweikampfhärte ins Spiel. Zog kein einziges Mal zurück und war zumeist nah dran am Mann. Agierte gut gegen, aber schlecht mit dem Ball. Seine Zuspiele kamen zu oft nicht an. Spielte einen katastrophalen Fehlpass in der eigenen Hälfte und passte nach einer Ecke flach ins Zentrum, anstatt zu flanken oder zu schießen. Note: 4,5
Alexander Sorge: Ebenfalls zur Pause eingewechselt und fortan Abwehrchef. Warf sich in jeden Zweikampf. Mit Ball am Fuß nicht immer souverän. Spielt kurz vor Schluss am eigenen Strafraum einen Fehlpass, der aber folgenlos blieb. Note: 3,5
Ronny Marcos: Kam nach auskurierter Sehnenverletzung in der Fußsohle erstmals in dieser Saison zum Einsatz. Wurde in der Halbzeit eingewechselt und hatte kurz darauf die Chance zum Anschlusstreffer, sein Schuss aufs kurze Eck wurde aber von Aalens Keeper Otto entschärft. Unter Druck in der eigenen Hälfte noch etwas zögerlich. Das war aber wohl auch der fehlenden Spielpraxis geschuldet. Note: 3
Jelle Goselink: Nach seiner Einwechslung in der 67. Minute ein Aktivposten. Hatte Pech, als sein abgefälschter Schuss am Pfosten landete. Spielfreudig, mutig und trickreich. Note: 2,5
Jan Becker: Siebter Saisoneinsatz, erneut als Einwechselspieler. Lief gut und aggressiv an. Kam aber nur einmal zum Abschluss. Sein Schuss wurde geblockt. Note: 3,5