Als ein Forum für zeitgenössisches Judentum bieten wir Ihnen Veranstaltungen - Vorträge, Podiumsdiskussionen, Gesprächsabende, historische Rundgänge und Exkursionen sowie Lesungen und Konzerte - mit international renommierten Wissenschaftlern und profilierten Persönlichkeiten, die Ihnen ein authentisches Bild jüdischen Lebens vermitteln. Von uns aufgegriffene Themen haben in den vergangenen Jahren immer wieder bundesweit Beachtung in Zeitung und Hörfunk gefunden. Zu unseren bisherigen Kooperationspartnern gehören: S. Fischer Verlag, Frankfurt; Hessischer Rundfunk; Südwestfunk; Bertelsmann Club; die Gruppe "Offenbacher Buchhändler", Steinmetz'sche Buchhandlung, Jüdische Gemeinde, Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit, Volkshochschule, Stadtbücherei, Stadtarchiv und Kulturamt (alle Offenbach). Wer wir sind
Wir sind eine Vereinigung von Bürgern - Juden und Nichtjuden -, die sich am 21. Juni 1995 in Offenbach mit dem Ziel gegründet hat, ein öffentliches Forum zu schaffen, um Fragen des zeitgenössischen Judentums aus historischer und aktueller Sicht wissenschaftlich fundiert darzustellen und zu erörtern. Unser Blick richtet sich im besonderen auf das Erbe des in der Shoa vernichteten deutschen Judentums. Die fast dreihundertjährige Geschichte der Offenbacher Juden verstehen wir als Teil der Geschichte unseres städtischen Gemeinwesens und der wechselseitigen Einflüsse. Was wir wollen
Unsere Gesellschaft will jene Spur im Judentum freilegen, die mehr als ein Jahrhundert in Offenbach prägend war und mit den Namen der Rabbiner Dr. Salomon Formstecher (1808-1889) und Dr. Max Dienemann (1875-1939) verbunden ist. Wirkte Rabbiner Formstecher als herausragender Vertreter der Reformbewegung, so repräsentierte Rabbiner Dienemann an führender Stelle den jüdischen Liberalismus. Beide Rabbiner fanden über Offenbach hinaus Anerkennung. Mit ihrer Namensgebung rückt die Gesellschaft die Epoche zwischen 1820 und 1938 ins Blickfeld. Eine Epoche, die die Spannungspole jüdischer Existenz in Deutschland erkennen läßt - das Leben zwischen Ghetto und Gesellschaft. Die jüdische Gemeinschaft entfaltete während dieser Zeit eine Produktivität, die der Gesellschaft Kontur verlieh, kulturell und geistig, wirtschaftlich und sozial. Doch die Emanzipation scheiterte, und die Hoffnung wurde enttäuscht, beides sein zu können: Jude und Deutscher. Als ein Forum für zeitgenössisches Judentum wollen wir
- Bruch und Kontinuität deutsch-jüdischer Geschichte aufzeigen,
- die Vielfalt jüdischen Lebens und Denkens nach Auschwitz darstellen,
- Einblicke in das Alltagsleben von Juden hierzulande ermöglichen,
- kontroverse Diskussionen über Themen, die für Juden und Nichtjuden interessant sind, ebenso fördern wie
- Beiträge zur jüdischen Kultur in Offenbach und der Region. Zu den Gründungsmitgliedern der Max Dienemann / Salomon Formstecher-Gesellschaft gehören bekannte Offenbacher Bürger. Die beiden in London lebenden Töchter Rabbiner Dienemanns sind Ehrenmitglieder. Weitere Informationen über uns hier: http://www.dienemann-formstecher.de/fraUeber_uns.html