15/09/2026
Offenbacher Karneval trauert um Manfred Roth
Prinz 1980, Marshall der Lederanischen Garden von 1981-1985, Hofmarschall von 1996-2014, sowie von 2000-2014 Vorsitzender des Offenbacher Karneval Vereins (OKV): Es gibt keine Auszeichnung in Lederanien, kein Ehrenorden, den Manfred Roth nicht hatte – seit 2015 auch den allerhöchsten Rang im Offenbacher Karneval, den Titel des Landesverwesers. Außerdem ist er Träger des Ehrenbriefes des Landes Hessen. Nun ist Manfred Roth im Alter von 82 Jahren verstorben.
In den letzten Jahren wurde es ruhiger um Manfred Roth. Aus dem aktiven Karneval hat er sich aus gesundheitlichen Gründen zurück gezogen. Mit Bernd Meuer bereits einen Stellvertreter für sein karnevalistisches Amt ernannt. Seinen Verein, den OKV wusste er in guten Händen und hat das bunte Treiben der Narren von zuhause aus verfolgt.
1980 mit Prinzessin Rosy Ebert-Müller regierte er als Karnevalsprinz in Lederanien. Danach begann seine Karriere in den Ämtern des Vereins und Manfred Roth entwickelte sich zur prägenden Gestalt des OKV seiner Zeit. Als Vorsitzender und Hofmarschall trug er wesentlich zur Freundschaft der Karnevalisten der beiden Nachbarstädte Frankfurt und Offenbach bei. In seine Amtszeit fiel auch die Konzeption des „Feuerwerk der guten Laune“, mit dem 2010 der OKV wieder zu einer jährlichen großen Abendveranstaltung in die Stadthalle bittet. Unvergessen ist der große Jubiläumszug 2010 durch die Offenbacher Innenstadt mit live-Übertragung im Hessischen Rundfunk.
„Fasnacht ist eine Tradition, ein Kulturgut, dass es zu erhalten gilt. Da geht es nicht darum, die Hand für ein Bonbon aufzuhalten.“ sagte Manfred Roth anlässlich seines 80. Geburtstages im Gespräch mit der Offenbach-Post. „Der OKV wird Manfred stets ein ehrendes Andenken bewahren. Wir verlieren mit ihm einen überzeugten Fastnachter, einen Menschen, der viele von uns über Jahre begleitet hat und dessen Stil und Würde für uns stets Ansporn sein werden, das Brauchtum Karneval in Offenbach mit Würde und Achtung fortzuführen und weiterzuentwickeln.“ würdigt OKV-Vorsitzender Andreas Hümmer den Verstorbenen.
Vollständiger Nachruf in Kürze auf www.okv-web.de