Kopfeinschalten

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- Kritisch gegen Verschwörungsdenken arbeitet präventiv gegen Verschwörungserzählungen, richtet sich an Schulklassen, in denen einzelne Schüler*innen Verschwörungserzählungen verbreiten und wird gefördert von Demokratie leben!

Gemeinsam mit unseren Kolleg*innen von Bagrut e.V. beteiligen wir uns am Freitag, 26.11.2021 an einem Online-Workshop zu...
16/11/2021

Gemeinsam mit unseren Kolleg*innen von Bagrut e.V. beteiligen wir uns am Freitag, 26.11.2021 an einem Online-Workshop zum Thema Verschwörungsmythen und Antisemitismus beim Hamburger Fachtag "Umgang mit Verschwörungserzählungen".

https://beratungsnetzwerk.hamburg/veranstaltungen/hamburger-fachtag-umgang-mit-verschwoerungserzaehlungen-als-multiprofessionelle-aufgabe/?fbclid=IwAR2UVol3Ri8XiMu3VjAvotxXFfXVgdkFv4YdXw4cpBbdWjWnuzh2I4ucT3g

Hamburger Fachtag: Umgang mit Verschwörungserzählungen als multiprofessionelle AufgabeFreitag, 26.11.2021 (online) Hamburger Fachtag: Umgang mit Verschwörungserzählungen als multiprofessionelle AufgabeFreitag, 26.11.2021 (online) Hier geht es direkt zur Anmeldung Mit dem Beginn der Coronapandemi...

In der aktuellen Ausgabe des Mitgliedermagazins der GEW-NRW "lautstark" findet ihr einen Artikel unseres Modellprojekts ...
08/09/2021

In der aktuellen Ausgabe des Mitgliedermagazins der GEW-NRW "lautstark" findet ihr einen Artikel unseres Modellprojekts sowie einen listicle zum Umgang mit Verschwörungsdenken in der Schule.

Die aktuelle Pandemie und die Maßnahmen zu ihrer Eindämmung haben dem Thema Verschwörungsideologien Popularität verschafft. Was verbirgt sich hinter solchen Ideologien? Wie funktionieren sie und wie kann ihnen aktiv entgegengetreten werden? Mit diesen Fragen befasst sich das Modellprojekt ...

Heute in unserem ABC des Verschwörungsdenkens: F wie Fragen"Ich stelle doch nur Fragen..." ist im Umgang mit denjenigen,...
05/08/2021

Heute in unserem ABC des Verschwörungsdenkens: F wie Fragen

"Ich stelle doch nur Fragen..." ist im Umgang mit denjenigen, die Verschwörungsvorstellungen vertreten, eine allzu vertraute Redewendung. Sie demonstriert die Mechanismen des Denkens in "Verschwörungen" insgesamt. Die Andeutung ist hier von zentraler Bedeutung: das Gemeinte muss nicht offen gesagt werden und wird aufgrund kulturell verankerter "Wissensbestände" und medial vertrauter Themen geglaubt und für möglich gehalten. Der*die Hörer*in wird in die Gemeinschaft der "Wissenden" oder (Wieder-)"Erkennenden" einbezogen und so bestärkt. Der*die Sprecher*in distanziert sich zugleich von den möglichen Konsequenzen des Angedeuteten, z.B. für eine bestimmte Gruppe, die der Beteiligung oder Verantwortung an einer "Verschwörung" beschuldigt wird. Wie im Fall des "→Cui bono?" wird mit Suggestion gearbeitet: Das Fehlen von Beweisen wird zum besten Beweis erklärt - eine Behauptung wird z.B. offiziell dementiert und man fragt: "Verdächtig! Was soll hier verborgen werden?"
Überdies geriert man sich als besonders kritischer Geist, indem man vermeintlich alles hinterfragt. Wird mit den vielfältigen Fragen aber letztlich an allem gezweifelt, bleibt das generelle Hinterfragen selbst allerdings von der Kritik ausgespart. Die eigene Position wird grundsätzlich nicht hinterfragt. Dabei entbindet gerade das generalisierte Fragenstellen von jeglicher begründeten Einsicht. Vorurteile und fehlendes Vertrauen ersetzen die Arbeit einer an Sachverhalten orientierten Kritik.

26/07/2021

Am 31.08. um 18:30 Uhr geben wir in Kooperation mit U-Turn einen Einblick in unsere Betrachtung des Verschwörungsdenkens und unsere pädagogische Arbeit dagegen. Der Journalis David Peters gibt zudem Einblicke in die Strukturen von "Querdenken" und anderen Gruppierungen und klärt darüber auf, was die Dortmunder N***szene damit zu tun hat.

Anmelden könnt ihr euch mit einer E-Mail an info[at]u-turn-do.de

Heute in unserem ABC des Verschwörungsdenkens: C wie "Cui bono?"Die Frage "Cui bono"? (latein für "Wem zum Vorteil?) ist...
21/07/2021

Heute in unserem ABC des Verschwörungsdenkens: C wie "Cui bono?"

Die Frage "Cui bono"? (latein für "Wem zum Vorteil?) ist wiederkehrender Bestandteil von Verschwörungsideologien. Gefragt wird danach, wer von einem Ereignis profitiert. Der*die Nutznießer*in eines Ereignis soll dabei zwangsläufig der*die Verusacher*in sein. Komplexe Realität wird so auf eine einfache Formel von Ursache und Wirkung reduziert. Dieser Weltsicht liegt die Idee zu Grunde, dass Geschichte, Gesellschaft oder Ereignisse das Ergebnis von Planung durch klar benennbare Urheber*innen sind. Hier wird behauptet, es gäbe eine klar umrissene Beziehung zwischen einer Ursache (das Interesse am Eintreten eines Ereignisses sowie dessen Planung und Durchführung) und einer Wirkung (das Eintreten eines Ereignisses). Wie im Falle der Wendung "Ich stelle nur Fragen" wird mit Suggestion gearbeitet: Das Fehlen von Beweisen wird zum besten Beweis - etwa für die absolute Macht einer beschuldigten Gruppe.
Spannenderweise stellen Verschwörungsgläubige die "Wer profitiert?"-Frage nie in Bezug auf Verbreiter*innen von Verschwörungserzählungen, wie zum Beispiel den US-amerikanischen Medienunternehmer Alex Jones.
Empfohlen sei an dieser Stelle auch noch einmal der Podcast "Cui Bono: WTF happened to Ken Jebsen", der diese Frage umdreht und gegen einen der prominentesten Vertreter des Verschwörungsdenkens im deutschsprachigen Raum wendet. Der Podcast kann unter anderem in der ARD-Audiothek nachgehört werden: https://www.ardaudiothek.de/cui-bono-wtf-happened-to-ken-jebsen/89991466

Heute in unserem ABC des Verschwörungsdenkens: "Die Bilderberger"Die Bilderberg-Treffen sind seit der Mitte des 20. Jahr...
12/07/2021

Heute in unserem ABC des Verschwörungsdenkens: "Die Bilderberger"

Die Bilderberg-Treffen sind seit der Mitte des 20. Jahrhunderts stattfindende, private und geschlossene Veranstaltungen, die eine selbsterklärte Elite, Vertreter*innen von Politik, Wirtschaft und Medien, globale opinion leaders etc. zusammenführen will.
Auf der Folie klassischer Verschwörungsmythen wie der "Protokolle der Weisen von Zion" aufbauend, ist "die Bilderberger" ein inzwischen ebenso klassisches und mit anderen Schlagworten kombinierbares Thema des Verschwörungsmilieus geworden. Die auf diesen und anderen, ähnlichen Treffen wie dem Weltwirtschaftsforum sich versammelnden Vertreter*innen von internationaler Politik und Wirtschaft werden nicht allein für bestimmte Politiken und Entscheidungen verantwortlich gemacht, sondern mit fast dämonischer Macht ausgestattet; die Treffen selbst oft zum Sitz einer allmächtigen und geheimen "Weltregierung" erklärt. Auch über rechtsextreme Milieus hinaus wird eine solche vorgestellte "Weltregierung" und ihre angeblichen, böswilligen Ziele seit den 1980er Jahren immer wieder mit antisemitischen und antiamerikanischen Codes wie "ZOG" ("Zionist Occupied Government") oder "NWO" ("New World Order"/"Neue Weltordnung") symbolisiert.
Im Fall der Bilderberg-Konferenzen zeigt sich deutlich, dass der gesellschaftlich kultivierte Mythos von Einfluss und Elitenstatus der realen Teilnehmer*innen in den Verschwörungsmythen gespiegelt, bestätigt und verstärkt wird.

Bei unseren Kolleg*innen von U-Turn können jetzt die Broschüren "Dortmund Rechtsaußen" bestellt werden, für die wir eine...
05/07/2021

Bei unseren Kolleg*innen von U-Turn können jetzt die Broschüren "Dortmund Rechtsaußen" bestellt werden, für die wir einen Artikel über Elemente des Verschwörungsdenkens beisteuern durften.

Wir posten ab sofort regelmäßig aus unserem ABC des Verschwörungsdenkens und geben Hintergrundinformationen zu gängigen ...
01/07/2021

Wir posten ab sofort regelmäßig aus unserem ABC des Verschwörungsdenkens und geben Hintergrundinformationen zu gängigen Verschwörungsideologien. Den Auftakt macht heute die Anastasia-Bewegung.

Die Anastasia-Bewegung ist nach der Hauptfigur des 1996 erschienenen Buches »Anastasia – Tochter der Taiga" von Wladimir Megre bennant. Die weltanschauulichen Lehren dieses Buches bestehen aus Elementen von Ufologie, Esoterik, Spritualität, Rassismus, antisemitischen Verschwörungsvorstellungen und rechter völkischer Ideologie. Hieraus hat sich eine Bewegung formiert, die ihre Ursprünge in Russland hat, aber mittlerweile Teil der völkischen Landnahme- und Siedlerbewegung in Deutschland geworden ist. Ziel dieser Bewegung ist der Aufbau einer dörflichen Parallelgesellschaft von rechten Dörfern in abgelegenen ländlichen Gegenden auf Basis einer "Blut und Boden"-Ideologie. Verbindungen hat die Bewegung zur Reichsbürgerszene und dem organiserten Rechtsextremismus und Rechtsterrorismus.

Die Kolleg*innen von IDA e.V haben für ihre Vielfalt-Mediathek ein Interview mit dem Modellprojekt geführt und neben Fra...
07/04/2021

Die Kolleg*innen von IDA e.V haben für ihre Vielfalt-Mediathek ein Interview mit dem Modellprojekt geführt und neben Fragen zur Projektidee mit uns auch über Erfahrungen in der Präventionsarbeit von Verschwörungsdenken gesprochen sowie die Schwierigkeiten, die die aktuelle Pandemie mit sich bringt. An dieser Stelle möchten wir uns noch einmal herzlich bedanken für euren Einsatz und die Möglichkeit, unser Projekt vorstellen zu können.

Das Projekt klärt Schüler:innen über Verschwörungstheorien auf, stärkt ihre Kritikfähigkeit und interveniert bei sich radikalisierenden Schüler:innen.

Am heutigen Tag vor 82 Jahren wurden in ganz Deutschland Synagogen angezündet. Der Terror richtete sich in der Zerstörun...
09/11/2020

Am heutigen Tag vor 82 Jahren wurden in ganz Deutschland Synagogen angezündet. Der Terror richtete sich in der Zerstörung ihrer Geschäfte, Häuser und Wohnungen gegen jüdische Bürger*innen, die getötet oder misshandelt wurden.

Die Novemberprogrome bildeten mit der anschließenden Deportation von annhähernd 30.000 Juden*Jüdinnen den Auftakt zur Shoa.

"Begründet" wurden die Gewalttaten mit dem Anschlag auf den Legationssekretär vom Rath in der Deutschen Botschaft in Paris.
In diesem Zusammenhang waren auch antisemitische Verschwörungserzählungen virulent, die das Attentat in den Zusammenhang mit einer angeblich "jüdischen Weltverschwörung" brachten. Der von Saul Friedländer so benannte "Erlösungsantisemitismus" der N***s, glaubte das Heil einer an sich guten Welt, sofern sie sich der vorgeblich natürlichen Ordnung fügt, in der Vernichtung der, als das Böse dargestellten, für die Antisemtit*innen alles künstliche verkörperndern Juden*Jüdinnen, herbeizuführen. Die entsprechenden Bilder, die dieser "Erlösungsantisemitismus" heraufbeschwört, sind auch heute noch das kulturelle Fundament vieler aktueller Verschwörungsideologien. Dies reicht so weit, dass innerhalb der, auch auf vielen der sogenannten Hygienedemos vertrenen, Qanon-Verschwörungsideologie noch die aus dem christlichen antijudaismus stammende Ritualmordlegende in nur leicht abgewandelter Form aufgegriffen wird, wenn ein weltumspannender Kinderhändlerring zur Gewinnung von Adrenochrom behauptet wird.

Gerade in Krisenzeiten (seien die Krisen wie aktuell real oder wie zur sogenannten "Flüchtlingskrise" eher gefühlt) greifen Menschen vermehrt auf die antisemitischen Vorurteile zurück, die im Jahr 1945 nicht einfach verschwunden sind. Sie werden entweder über Codes kommuniziert, die Jüdinnen*Juden meinen, ohne dies direkt zu sagen oder die antisemitische Vorstellung finsterer, im Hintergrund die Geschicke lekender Bösewichter wird geteilt, aber der antisemtische Charakter dieser Behauptung verleugnet. In einem lesenswerten Beitrag für die Jungle World hat Olaf Kistenmacher ein weiteres Beispiel für diesen latenten Antisemitismus herausgestellt, der gerade auch die Demonstrationen gegen die Corona-Beschränkungen durchgängig begleitet und hier immer mehr Raum greift: "Am 7. Mai veröffentlichten einige namhafte Katholiken wie Gerhard ­Ludwig Kardinal Müller den »Aufruf für die Kirche und für die Welt an ­Katholiken und alle Menschen guten Willens« und gaben darin einige Stichworte für die sogenannten Coronaproteste. Allen Ernstes warnten die Kirchenvertreter, »dass Jahrhunderte der christlichen Zivilisa­tion unter dem Vorwand eines Virus ausgelöscht werden, um eine verabscheuungswürdige technokratische Tyrannei aufzurichten, in der Menschen, deren ­Namen und Gesichter man nicht kennt, über das Schicksal der Welt entscheiden können, indem sie uns in eine virtuelle Wirklichkeit verbannen«. Die Maßnahmen gegen die ­Covid-19-Pandemie seien »der beunruhigende Auftakt zur Schaffung einer Weltregierung, die sich jeder Kontrolle entzieht«. Von Juden war im ganzen Text keine Rede. Aber Menschen ohne »Namen und Gesichter«, »Weltregierung« – solche Bilder kennt man aus der Propaganda der NSDAP. Solche Texte werden auch als »strukturell antisemitisch« bezeichnet, weil sie sich nicht offen gegen Jüdinnen und Juden richten, aber eine ähnliche Sprache verwenden wie der klassische Antisemitismus und einer ähnlichen Logik folgen. Sicherlich würden die Kirchenmänner diese Gemeinsamkeit leugnen, vielleicht sogar vor sich selbst. Wenn sie sich das selbst nicht ein­gestehen, kommen zwei Formen des latenten Antisemitismus zusammen: die Codierung und die Verleugnung." (https://jungle.world/artikel/2020/34/konsequent-latent)

Olaf Kistenmacher: Latente Judenfeindschaft zeigt sich in verschiedenen Formen

In der ersten Novemberwoche an je vier möglichen Terminen organisieren wir gemeinsam mit Demokratie Leben Herne einen Wo...
29/09/2020

In der ersten Novemberwoche an je vier möglichen Terminen organisieren wir gemeinsam mit Demokratie Leben Herne einen Workshop für alle, die an einer Handreichung zum Verständnis von und Umgang mit Verschwörungsideologien interessiert sind. Alle Infos zur Anmeldung finden sich im hier geteilten Beitrag von Demokratie Leben Herne.

Adresse

Haardgrenzweg 77
Oer-Erkenschwick
45739

Öffnungszeiten

Montag 09:00 - 17:30
Dienstag 09:00 - 17:00
Mittwoch 09:00 - 17:30
Donnerstag 09:00 - 17:30
Freitag 09:00 - 17:30

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