Das Projekt HEROES ermöglicht Jugendlichen, tradierte Weltbilder zu reflektieren
und sich dafür einzusetzen, ein selbstbestimmtes Leben zu führen – unabhängig
von patriarchalen Vorstellungen über Männlichkeit/Weiblichkeit, Familienehre oder gesellschaftlichen Erwartungen. Jungen mit Migrationszuschreibungen setzen sich bei HEROES intensiv mit ihrer eigenen Identität, Männerrollenbildern, Ehre, G
ewalt, Rassismus und Gleichberechtigung auseinander, um anschließend ihr Wissen als Multiplikatoren in Workshops an Schüler:innen, mit und ohne
Migrationshintergrund, weiterzugeben. www.heroes-nuernberg.de
Männliche Jugendliche setzen sich bei wöchentlichen Treffen mit zahlreichen Themen wie Identität, Ehre, Geschlechterrollen, Selbstbestimmung und Rassismus auseinander. Im Fokus steht dabei die Problematisierung der Männerrolle im Kontext der Gleichberechtigung und Ehrenunterdrückung von Mädchen und Frauen. Das Ziel ist es, jungen Männern von 15 bis 23 Jahren die Möglichkeit zu geben, sich von diesen Machtstrukturen zu lösen und alternative Einstellungen und Verhaltensweisen zu erarbeiten. Am Ende der Trainingsphase findet eine Zertifizierung zu anerkannten HEROES statt, welche für die Jungs die Möglichkeit mit sich bringt, eigenständig Workshops an Schulen zu geben. Im zweiten Schritt besuchen die Vorbild-HEROES anschließend Schulklassen, Ausbildungsstätten und Jugendeinrichtungen, wo sie Workshops für Mädchen und Jungen zum Thema „Unterdrückung im Namen der Ehre“ leiten. PEER-TO-PEER-EDUCATION
Dem Workshop liegt der Gedanke der Peer-Education zugrunde: Gerade bei schwierigen Themen lernen Jugendliche am besten von etwa Gleichaltrigen, die ihren kulturellen und sozialen Kontext teilen. HEROES verschiebt den Fokus von der Wahrnehmung der Defizite und Gewaltbereitschaft gerade jugendlicher männlicher Migranten hin zu denen, die sich Respekt durch den Kampf gegen Unterdrückung im Namen der Ehre erarbeiten.