27/05/2026
Ein Schiff kämpft sich durch eine mächtige schwarze Welle. Die Segel sind gesetzt, der Kurs führt nach Westen und doch erzählt dieses Bild weit mehr als eine Seefahrt.
Besonders berührend wird das Werk durch seinen biografischen Hintergrund: Lyonel Feininger malte es 1937 in dem Jahr, in dem er Deutschland verlassen musste. Seine Werke waren aus Museen entfernt worden, er galt als verfemt. Die Auswanderung zurück in die USA wurde zu einem Schritt ins Ungewisse.
Der Viermaster wirkt deshalb fast wie ein Sinnbild: eine Reise zwischen Abschied und Hoffnung, zwischen Gefahr und Aufbruch.
Welche Stimmung löst dieses Werk bei euch aus – Aufbruch, Unsicherheit oder Hoffnung?
Zu sehen in der Kabinettausstellung "Am Hafen. Die Sammlung der Kunsthalle Emden begegnet Bodo Olthoff"
Abb.: Lyonel Feininger, Schwarze Welle, 1937