20/11/2025
Dies ist der erste Teil einer geplanten Serie von Beiträgen über Asexualitat und das Christentum - von .sh &
Zwar verstanden sich Paulus und seine Gemeinden als jüdisch und alle biblischen Bücher sind jüdische Werke, dennoch hat der erste Korintherbrief viel Einfluss auf die christliche S*xualmoral gehabt. In den folgenden Beiträgen wollen wir weitere biblische Texte sowie Kirche und Christentum betrachten.
Während der Arbeit an diesem Beitrag kam die Frage auf, ob wir Paulus als sex-negativ beschrieben können, als jemanden, der S*x weder an sich mag und es verurteilt, wenn es andere tun.
Mittels dieser Zuschreibung lassen sich die Außerungen Paulus‘ zwar besser beschreiben als mit Asexualität, jedoch ist diese gleichermaßen problematisch.
Mit dem Wort „Satan“ meint Paulus im Übrigen nicht, dass ein Mensch vom Teufel besucht wird, wenn man keinen S*x hat. Laut dem Theologen Christian Wolff bedeutet es, dass der Mensch den S*xualtrieb innerhalb der Ehe nicht unterdrücken soll, da dieses Verhalt Ehebruch begünstigen kann. Ehebruch galt als Sünde, da sie die Gemeinschaft schädigt. (Wolff, 1994, S. 136f.)
Quellen: 🔎📚
Baumgart, A., Kroschel, K.: „[Un]sichtbar gemacht. Perspektiven auf Asexualität und
Aromantik“, Münster, 2023.
Klaiber, W.: „Der erste Korintherbrief“, Neukirchen-Vlyn, 2011.
Wolff, C.: „Der erste Brief des Paulus an die Korinther“, Leipzig, 1996.