05/06/2026
🦭 Mit Ernie und Bert befinden sich die ersten beiden Heuler der Saison in der Seehundstation Norddeich – und das ist vor allem ein Hinweis darauf, wie wichtig Ruhe und Abstand im Wattenmeer gerade jetzt sind!
📍 Ernie, gefunden auf Borkum (8,3 kg), und Bert, gefunden auf Norderney (7,9 kg), wurden als mutterlos gemeldet und nach Beobachtung durch ehrenamtliche Wattenjagdaufseher als sogenannte Heuler bestätigt. Erst nachdem ausgeschlossen werden konnte, dass ein Kontakt zum Muttertier noch möglich ist, wurden sie aufgenommen und versorgt.
🌊 Die Geburtenphase der Seehunde steht in der dritten Juniwoche vor ihrem Höhepunkt. Jungtiere werden auf den Sandbänken gesäugt und während der Nahrungssuche kurzzeitig allein zurückgelassen. Ein allein liegendes Jungtier ist deshalb nicht automatisch ein Heuler! Die Mitarbeitenden der Seehundstation beobachten aufmerksam, wie sich das lange Fronleichnamswochenende mit seinem hohen Störpotenzial und der gewittrigen Wetterlage auf die Einlieferungsquote auswirken wird.
💬 Dr. Peter Lienau, Leiter der Seehundstation Norddeich, erklärt: „Gerade an den langen Wochenenden im Juni kommt es zu häufigen Tier-Mensch-Begegnungen. In seltenen Fällen handelt es sich um Heuler, verwaiste Jungtiere – häufig sind es von der Mutter kurzfristig abgelegte Jungtiere, die ein sehr hohes Ruhebedürfnis haben. Es ist enorm wichtig, dass die Seehunde Ruhe haben und nicht gestört werden! Jede Störung durch uns Menschen kann dazu führen, dass Jungtiere verwaisen. Wir Menschen müssen respektieren, dass wir uns im Wohn- und Schlafzimmer der Seehunde aufhalten und im Weltnaturerbe Wattenmeer nur zu Gast sind."
🗣️ Ruhe bewahren und Abstand halten hilft, Heuler zu vermeiden.
👉 Nicht anfassen
👉 Mindestens 300 m Abstand halten
👉 Hunde anleinen
👉 Den Fundort verlassen, damit die Mutter zurückkehren kann
📞 Im Notfall oder bei Unsicherheit erreicht ihr uns unter 04931 – 97 333 0. Wir prüfen, ob Hilfe notwendig ist.
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