Nidda lebt Demokratie

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“Nidda lebt Demokratie” fördert gezielt zivilgesellschaftliche Projekte und Aktionen von Vereinen in der Stadt Nidda mit finanziellen Mitteln und fachlich und inhaltlicher Unterstützung.

02/12/2024

Jedes Jahr am 25. November vereinen sich Menschen weltweit, um ihre Stimme gegen die Unterdrückung von und die Gewalt an Frauen zu erheben. Die zentrale Veranstaltung im Wetteraukreis hat am Montagabend in Nidda stattgefunden.

07/11/2024
Vortrag über Populismus im Bürgerhaus Nidda zur DemokratiekonferenzAm Mittwoch, den 9. Oktober, fand im Bürgerhaus Nidda...
22/10/2024

Vortrag über Populismus im Bürgerhaus Nidda zur Demokratiekonferenz

Am Mittwoch, den 9. Oktober, fand im Bürgerhaus Nidda ein aufschlussreicher Vortrag von Behzad Borhani statt, der die Themen Populismus und die jüngsten Wahlergebnisse in Deutschland und Europa beleuchtete. Borhani, der sich intensiv mit politischen und gesellschaftlichen Fragen auseinandersetzt, sprach in seinem Vortrag darüber, wie (Rechts-)Populismus den demokratischen Konsens gefährdet und die politische Debattenkultur untergräbt.

Ein zentrales Thema des Vortrags war die Medienstrategie der Populisten. Borhani erklärte, wie Populisten europaweit durch gezielte Nutzung sozialer Medien rechte Positionen subtil als neue Normalität darstellen und so die politische Landschaft nachhaltig beeinflussen. Die sogenannten sozialen Netzwerke würden als Plattformen genutzt, um alternative Informationsstrukturen zu schaffen, die das Vertrauen in klassische Medien untergraben und stattdessen eine eigene, verzerrte Wirklichkeit etablieren. Es lassen sich dabei große Ähnlichkeiten in Form, Strategie und Inhalt der Kommunikation bei populistischen Parteien in Europa feststellen.

Besonders beunruhigend sei die Tatsache, dass immer mehr Jugendliche (Rechts-) populistische Parteien wählen. Borhani erläuterte, dass viele junge Menschen sich von der etablierten Politik nicht ernst genommen fühlen und europaweit in Rechtspopulistischen Parteien eine radikale aber wählbare Alternative sehen. Soziale Medien spielten dabei eine große Rolle, da Populisten ihre Inhalte gezielt für diese Zielgruppe aufbereite und verbreite. Die fehlende politische Bildung im Sinne einer subjektiv nicht wahrgenommenen Selbstwirksamkeit und das durch ständiges Störfeuer in Sozialen Medien wachsende Misstrauen gegenüber gestandener Medien/Quellen und Institutionen würden Rechtspopulisten dabei unterstützen, ihre Anhängerschaft zu vergrößern.

Lehren aus den Wahlen und die Bedeutung der Bundestagswahl

Ein weiterer wichtiger Aspekt des Vortrags war die Analyse der letzten Europawahlen und Landtagswahlen. Borhani betonte, dass die zunehmende Polarisierung der Gesellschaft – mit erstarkenden extremen Positionen auf beiden Seiten des politischen Spektrums – eine der größten Herausforderungen der kommenden Bundestagswahl sei. Er wies darauf hin, dass europaweit Populisten ihre mediale Präsenz geschickt nutzen, um die öffentliche Diskussion zu dominieren, und dass traditionelle Parteien und Medien eine neue, zukunftsgerichtete Kommunikationsstrategie benötigen, um dem etwas entgegenzusetzen.

Am Ende seines Vortrags schlug Borhani mehrere Maßnahmen vor, wie man dem Populismus begegnen könnte. Er plädierte für eine stärkere politische Bildung im Sinne von mehr Selbstwirksamkeit, besonders für junge Menschen, und rief die etablierten Parteien dazu auf, die sozialen Medien effektiver zu nutzen, um demokratische Werte und Lösungen für die drängenden Fragen der Zeit zu vermitteln. Dabei müsse der zum Teil „rechtsfreie Raum“ des Internets noch stärker als bisher moderiert werden.

Resonanz und Ausblick

Der Vortrag stieß auf großes Interesse und es folgte eine lebhafte Diskussion mit dem Publikum. Dabei wurden viele Erkenntnisse runtergebrochen für die konkrete Interpretation auf kommunaler Ebene in Nidda. Viele Teilnehmer betonten, wie wichtig es sei, diese Themen in den öffentlichen Diskurs zu tragen und junge Menschen besser über die Mechanismen des Populismus und die Bedeutung der Demokratie aufzuklären. Gleichzeitig wurde deutlich, dass mit kommunalen Mitteln eine Gegenstrategie auf dem Feld der globalen sozialen Medien aussichtslos sei. Jedoch habe man vor Ort andere Möglichkeiten des Austausches und der Begegnung antidemokratischer Erzählungen.

Behzad Borhani konnte mit seiner fundierten Analyse und klaren Argumentation viele Zuhörer*innen zum Nachdenken anregen. Die Veranstaltung im Bürgerhaus Nidda zeigte deutlich, wie wichtig es ist, sich aktiv mit den Herausforderungen des Populismus auseinanderzusetzen und Strategien zu entwickeln, um unsere demokratische Kultur zu stärken.

Der Vortrag von Behzad Borhani war ein wichtiger Beitrag, um die politischen Zusammenhänge in unserer Gesellschaft zu beleuchten und Handlungsoptionen für die Zukunft aufzuzeigen.

Zur Europawahl am 9. Juni 2024 treten in Deutschland 35 Parteien und sonstige politische Vereinigungen an. Auf der Webse...
06/06/2024

Zur Europawahl am 9. Juni 2024 treten in Deutschland 35 Parteien und sonstige politische Vereinigungen an. Auf der Webseite der Bundeszentrale für politische Bildung finden Sie die Kurz-Profile.

Zur Europawahl am 9. Juni 2024 treten in Deutschland 35 Parteien und sonstige politische Vereinigungen an. Hier finden Sie zu jeder ein Kurz-Profil.

Antisemitismus-Workshop mit Ben Salomo im Theaterraum des Nidda GymnasiumsDer in Berlin aufgewachsene und Israel geboren...
22/11/2023

Antisemitismus-Workshop mit Ben Salomo im Theaterraum des Nidda Gymnasiums
Der in Berlin aufgewachsene und Israel geborene Ben Salomo (bürgerlicher Name Jonathan Kalmanovich) gibt seit seit 2019 Antirassismus- und Antisemitismus-Workshops zu dem Thema »Antisemitismus in der Jungendkultur und der deutschen Rap-Szene«. an Schulen in ganz Deutschland. Für sein zivilgesellschaftliches Engagement wurde er von der Bundeszentrale für Politische Bildung als Preisträger "Botschafter*in für Demokratie und Toleranz" geehrt. 100 Jugendliche des Nidda Gymnasiums und 50 weitere Schüler der Alteburgschule wurden für antisemitische und antirassistische Verhaltensweisen sensibilisiert. Beim Blick auf die Rap-Szene führte Ben Salomo vor Augen, wie viel Antisemitismus dort verbreitet wird und welche Symbole verwendet werden, um die anti-israelische Haltung zu demonstrieren. Schockierend für die Jugendlichen war das Tattoo mit dem Konterfei von Hassan Nasrallah, dem Anführer der Hisbollah, auf der Hand des Managers Hadi El-Dor. Ben Salomo vermutet, dass es immer noch zu viele Menschen gibt, die einen Führer brauchen, der Sachen für sie regelt, anstatt dass sie selbst autonome Entscheidungen treffen. Und darin liege die Gefahr der Destabilisierung der Demokratie.
"Zwei Stunden lang hörten die Jugendlichen zu und stellten interessiert Fragen, vor allem zur aktuellen Situation nach dem Angriff der Hamas. A. sagte: »Die engagierte Präsentation hat mich überzeugt.« Und B. ergänzte: »Mein Bewusstsein wurde tatsächlich geweckt.« M. zeigte sich auch am Ende noch beeindruckt von dem Hand-Tattoo und sagte: »Die Fans machen sich überhaupt keine Gedanken über die tatsächliche Botschaft.«

31/10/2023
Die Partnerschaft "Nidda lebt Demokratie" freut sich, die zusätzliche Schulvorführung im Lumos Lichtspiel & Lounge am 1....
18/10/2023

Die Partnerschaft "Nidda lebt Demokratie" freut sich, die zusätzliche Schulvorführung im Lumos Lichtspiel & Lounge am 1.11.23 mit Regisseurin Karin Kaper fördern zu können.

Am Dienstag den 30.10.2023 gibt es um 18:30 eine Sondervorführung zum Kinodokumentarfilm " Walter Kaufmann - Welch ein Leben! Ein Jahrhundertleben in Anwesenheit der Regisseurin Karin Kaper.

Der Film beleuchtet das Leben des jüdischen Schriftstellers Walter Kaufmann, dessen Eltern in Auschwitz ermordet wurden, und der selbst durch den Kindertransport nach England gerettet wurde. Romanautor, Seemann, Korrespondent und politischer Aktivist: im Leben des in Berlin geborenen und am 15.4.2021 im Alter von 97 Jahren gestorbenen Walter Kaufmann spiegeln sich auf einzigartige Weise historisch bedeutende Ereignisse wider. Er war ein Mann, der die Welt begreifen, beschreiben, verändern wollte.

Nach langen Jahren des Exils in Australien entschied er sich bewußt 1956 für ein Leben in der DDR. Dank seines australischen Passes, den er zeit seines Lebens behielt, bereiste er als wahrer Kosmopolit die ganze Welt. Der Film folgt seinen wesentlichen Lebenslinien: den katastrophalen Folgen des Nationalsozialismus, der Bürgerrechtsbewegung in den USA, dem Prozess gegen Angela Davis, der Revolution in Kuba, den Atombombenabwürfen in Japan, der unendlichen Geschichte des israelisch-palästinensischen Konfliktes, dem Zusammenbruch der DDR. Alles Themen, die uns bis heute beschäftigen.
Im Film wird auf imponierende Weise deutlich, wie Walter Kaufmann bis zu seinem letzten Atemzug gegen den erschreckenden Rechtsruck sowie zunehmenden Rassismus und Antisemitismus unserer Tage kämpfte. Es ist tröstlich, dass als Vermächtnis dieses großen Zeitzeugen nicht nur seine Bücher, sondern auch der Dokumentarfilm bleiben werden, die alte und junge Zuschauer in ihren Bann ziehen.

der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages, der Filmförderungsanstalt sowie der Kurt und Hildegard Löwenstein/Losten Stiftung

Letzte Förderaufruf für Projektanträge aus den Mitteln des Aktionsfonds „Nidda lebt Demokratie!“ 2023 Bis zum 27.10.2023...
11/10/2023

Letzte Förderaufruf für Projektanträge aus den Mitteln des Aktionsfonds „Nidda lebt Demokratie!“ 2023
Bis zum 27.10.2023 können gemeinnützige Vereine und Organisationen in Nidda finanzielle Mittel für Projekte beantragen, die sich aktiv mit Themen der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit beschäftigen und in diesem Jahr noch umgesetzt werden.
Ob es sich um Abwertung von Menschen mit Fluchtgeschichte, mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen jeglicher Art, Langzeitarbeitslose, Abwertung von Obdachlosen, Antisemitismus, Antiziganismus, Etablierten Vorrechte, Fremdenfeindlichkeit, Homophobie, Islamfeindlichkeit, Rassismus oder Sexismus handelt. In einem demokratischen Land sollte niemand aufgrund seiner spezifischen Gruppenzugehörigkeit diskriminiert werden.
Zur Hauptzielgruppe vom Bundesprogramm „Demokratie Leben“ gehören Kinder und Jugendliche sowie ihre Bezugspersonen. Deswegen freuen wir uns über weitere Projektanträge, die sich für ein friedliches und demokratisches Miteinander einsetzen.
Ob Aktionstage, pädagogische Angebote, Workshops, Lesungen, Diskussionsveranstaltungen, Seminare, Ausstellungen, Filme oder Theateraufführungen
Über die Gewährung des Zuschusses entscheiden die Mitglieder des Begleitausschusses. Projektanträge mit einer Zuschusshöhe unter 800 Euro können direkt durch das Federführende Amt entschieden werden. Gefördert können Ausgaben für projektbezogene Sachkosten wie z.B. Honorare, Materialien, Unterkunftskosten, Fahrtkosten, Raummiete, Verpflegungskosten im kleinen Rahmen in Anlehnung an das BRK etc.
Welche Ausgaben nicht gefördert werden, erfahren Sie von der Koordinierungs- und Fachstelle (per Email an: [email protected]). Die Zahlung des Zuschusses erfolgt nach Vorlage und Prüfung aller Belege, die innerhalb eines Monats nach Projektdurchführung mit der Belegliste und einem kurzen Sachbericht einzureichen sind.
Bei der Öffentlichkeitsarbeit sollte darauf geachtet werden, dass bei Veröffentlichungen (z. B. Presseerklärungen, Berichte, Plakate, Einladungen etc.) auf die Förderung des Projekts im Rahmen des Programms „Demokratie leben!“ durch das BMFSFJ durch die entsprechenden Logos hingewiesen werden muss. Förderlogos können bei der Koordinierungs- und Fachstelle angefordert werden. Für weitere Informationen siehe:

        Downloadbereich Programmflyer„Demokratie leben“ englisch   Programmflyer„Demokratie leben“ französisch   Programmflyer„Demokratie leben“   Projektantrag Aktionsfonds   Allgemeine Nebenbestimmungen für Zuwendungen zurProjektförderung Richtlinie Demokratie Leben Merkblat...

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