27/02/2026
Nachruf auf Rolf Höfert
Mit großer Trauer und zugleich tiefer Dankbarkeit nehmen wir Abschied von Rolf Höfert, der am 19. Februar 2026 nach schwerer Krankheit verstorben ist. Mit seinem Tod verliert der Deutsche Pflegeverband (DPV) eine prägende Persönlichkeit und einen klugen, standhaften Mitgestalter, dessen Wirken weit über unseren Verband hinaus in der deutschen Pflege nachhaltige Spuren hinterlassen hat.
Rolf Höfert hat den DPV über viele Jahre mit außerordentlichem Einsatz geführt und ihm in wichtigen Phasen Richtung, Profil und Gewicht gegeben. Er war für den Verband weit mehr als ein Geschäftsführer. Er war ein verlässlicher Kompass, ein präziser Analyst, ein überzeugender Vertreter der Pflege und jemand, der fachliche Substanz stets mit persönlicher Haltung verbunden hat. Wer das Glück hatte, mit Rolf Höfert zusammenzuarbeiten, erlebte ihn als einen Menschen, der kommunikativ und verantwortungsbewusst war, selbst in schwierigen Verhandlungen, und der stets das oberste Ziel vor Augen hatte: die Stärkung der Pflege als Profession und die Verbesserung ihrer Rahmenbedingungen.
Mit Rolf Höferts Tod verliert die deutsche Pflegebranche eine ihrer profiliertesten Stimmen. Er stieß Diskussionen an, prägte aktuelle Entwicklungen und brachte die Professionalisierung der Pflege mit großer Beharrlichkeit voran. Seine Aussagen wurden ernst genommen, weil sie auf Erfahrung, Wissen und Unabhängigkeit beruhten. Er argumentierte präzise und traf Entscheidungen auf der Grundlage seines Fachwissens; einmal getroffene Entscheidungen standen für ihn fest. Daher genoss er ein so hohes Ansehen: Er war ein Experte, hatte eine Vision für die Zukunft und kämpfte stets für die Belange der Pflegekräfte.
Auch über den DPV hinaus hat Rolf Höfert Spuren hinterlassen. Als Präsidiumsmitglied des Deutschen Pflegerats stand er für eine Pflege, die sich ihrer Verantwortung bewusst ist und ihre Interessen mit fachlicher Autorität vertritt. Er trug maßgeblich dazu bei, dass die Pflege in der Gesellschaft, unter Fachleuten und in der öffentlichen Debatte Gehör fand. Das ihm verliehene Bundesverdienstkreuz unterstreicht sein jahrzehntelanges Engagement für den Pflegeberuf.
Für viele von uns war Rolf Höfert jedoch weit mehr als ein erfahrener Funktionsträger und engagierter Interessenvertreter. Er war ein Freund, hörte stets aufmerksam zu und ermutigte jeden, sein Bestes zu geben. Durch sein vorbildliches Verhalten und sein Engagement für die Pflegekräfte hat er auch viele Mitglieder unserer Gemeinschaft geprägt. Seine Haltung, seine Verlässlichkeit und seine Ernsthaftigkeit im Einsatz für die Pflege haben unseren Verband geprägt und viele Weggefährten persönlich beeindruckt.
Sein Tod hinterlässt eine schmerzliche Lücke. Was uns bleibt, sind nicht nur Erinnerungen an ihn, sondern auch sein Lebenswerk, das in uns weiterleben wird. Sein Einsatz und seine Haltung werden uns Verpflichtung und Orientierung bleiben. Es bleibt die Verpflichtung, dass, wofür er eingetreten ist, mit derselben Professionalität fortzuführen: eine starke, fachlich fundierte und gesellschaftlich anerkannte Pflege.
Der DPV verneigt sich in tiefem Respekt und Dankbarkeit vor Rolf Höfert. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.
Unsere Gedanken sind bei seiner Familie und bei allen, die ihm nahestanden. Ihnen gilt in diesen schweren Tagen unser tief empfundenes Mitgefühl.
Der Deutsche Pflegeverband e.V.