07/08/2026
++ RÜCKBLICK AUF DIE EREIGNISREICHE EINSATZWOCHE ++
Die vergangenen eineinhalb Wochen waren für die Einsatzkräfte des Löschbezirk Hangard und für die gesamte Freiwillige Feuerwehr Neunkirchen von mehreren größeren Einsätzen geprägt. Neben den eigentlichen Einsatzmaßnahmen nahmen insbesondere die umfangreichen Nacharbeiten sowie die Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft einen erheblichen Zeitaufwand in Anspruch. Zahlreiche ehrenamtlich geleistete Stunden waren erforderlich, um Fahrzeuge, Gerätschaften und persönliche Schutzausrüstung nach den Einsätzen wieder vollständig einsatzbereit zu machen.
++ Großbrand in einem Entsorgungsbetrieb in Wellesweiler ++
Am Mittwoch, 29. Juli 2026 wurden wir um 13:37 Uhr zu einem Großbrand in einem Entsorgungsbetrieb nach Wellesweiler alarmiert. Bereits während der Anfahrt war die weithin sichtbare Rauchsäule ein deutliches Zeichen für das Ausmaß des Brandes. Beim Eintreffen stand eine Lagerhalle bereits in Vollbrand. Neben einer unmittelbar angrenzenden Lagerhalle war auch die angrenzende Vegetation durch die Flammen bedroht. Über den Hang drohte sich das Feuer weiter in Richtung der Wohnbebauung in der Homburger Straße sowie im Distelfeld auszubreiten.
Ein Schwerpunkt des uns erteilten Einsatzauftrags bestand zunächst darin, die Brandausbreitung in Richtung der Wohnbebauung zu verhindern. Durch einen umfangreichen Löschangriff gelang es uns zusammen mit weiteren Einsatzkräften aus Wellesweiler und Bexbach die Flammen rechtzeitig einzudämmen und ein Übergreifen auf die angrenzenden Wohngebiete zu verhindern. Nachdem diese unmittelbare Gefahr beseitigt war, verschafften sich mehrere Trupps über die Rückseite Zugang zum Betriebsgelände und unterstützten dort unter schwerem Atemschutz die Brandbekämpfung. Parallel hierzu wurden umfangreiche Nachlöscharbeiten in den bereits abgebrannten Vegetationsflächen durchgeführt, um versteckte Glutnester vollständig abzulöschen.
Der Brand entwickelte sich zu einem der größten Feuerwehreinsätze der vergangenen Jahre im Stadtgebiet Neunkirchen. Aufgrund der enormen Brandlast, der Einsturzgefahr und der explosionsartig weit über das Betriebsgelände hinausschleudernden Spraydosen und Druckbehälter gestalteten sich die Löscharbeiten äußerst aufwendig und zogen sich bis zum Nachmittag des folgenden Tages hin. Für den Löschbezirk Hangard endete der Einsatz schließlich nach rund elf Stunden am späten Mittwochabend.
Mit dem Einrücken war der Arbeitstag jedoch noch nicht beendet. Bis in die Nacht wurden Fahrzeuge und Gerätschaften gereinigt, Schläuche getauscht, Atemschutzgeräte wieder einsatzbereit gemacht und verbrauchtes Material ergänzt, um die vollständige Einsatzbereitschaft des Löschbezirks wiederherzustellen.
++ Nachlöscharbeiten und Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft ++
Bereits am folgenden Tag (30. Juli 2026) erfolgte um 13:27 Uhr erneut die Alarmierung einer Kleingruppe aus dem Löschbezirk Hangard zu weiteren Nachlösch- und Aufräumarbeiten an der Einsatzstelle in Wellesweiler. Gemeinsam mit den hauptamtlichen Kräften aus dem Löschbezirk Neunkirchen-Innenstadt sowie den Kameradinnen und Kameraden des Löschbezirks Wellesweiler wurden eingesetzte Schläuche und weitere Ausrüstungsgegenstände zusammengetragen und zur Reinigung und Prüfung auf die Feuer- und Rettungswache Neunkirchen transportiert.
Da das Tanklöschfahrzeug 3000 aus dem Löschbezirk Münchwies zeitgleich zu einem ausgedehnten Flächenbrand nach Niederbexbach alarmiert wurde, unterstützten wir mit unserem Hilfeleistungslöschfahrzeug die Löschwassereinspeisung der Drehleiter während der laufenden Nachlöscharbeiten.
Auch über das darauffolgende Wochenende waren nochmals zahlreiche ehrenamtlich geleistete Stunden erforderlich, um die vollständige Einsatzbereitschaft wiederherzustellen. Hierzu gehörten unter anderem die Reinigung und Prüfung der verbliebenen Gerätschaften, die Ausgabe von Wechseleinsatzbekleidung für Atemschutzgeräteträger sowie die Kontrolle und Ergänzung sämtlicher Fahrzeuge und Ausrüstungsgegenstände.
++ Waldbrand am Hangarder Brunnenpfad ++
Am Sonntag, 2. August 2026 wurden wir um 15:22 Uhr zu einem Waldbrand in der Verlängerung der Jean-Mathieu-Straße alarmiert. Am Waldrand im Bereich des als „Sinnesbänke“ bekannten Aussichtspunktes in unmittelbarer Nähe zum Hangarder Brunnenpfad waren aus bislang ungeklärter Ursache rund 300 Quadratmeter Waldfläche in Brand geraten.
Aufgrund der anhaltenden Trockenheit und des zunächst teilweise erheblichen Flammenschlags bestand die Gefahr einer schnellen Brandausbreitung innerhalb des Waldes sowie eines Übergreifens auf ein angrenzendes Feld. Aus diesem Grund wurden neben den bereits alarmierten Kräften des Löschbezirk Hangard und dem Tanklöschfahrzeug 3000 aus Münchwies zusätzlich der gesamte Löschbezirk Münchwies sowie das Tanklöschfahrzeug 20/40 des Löschbezirk Neunkirchen-Innenstadt nachalarmiert.
Durch das koordinierte Vorgehen aller eingesetzten Kräfte konnte der Brand zügig unter Kontrolle gebracht und eine weitere Ausbreitung erfolgreich verhindert werden.
Um ein erneutes Aufflammen auszuschließen, wurden am Abend nochmals umfangreiche Nachlöscharbeiten durchgeführt. Hierbei kontrollierten die Einsatzkräfte die betroffene Fläche mit einer Wärmebildkamera und benetzten den gesamten Brandbereich nochmals intensiv mit Löschwasser. Im Anschluss wurden auch nach diesem Einsatz die eingesetzten Fahrzeuge und Gerätschaften gereinigt und überprüft, sodass die Einsatzbereitschaft nach rund einer weiteren Stunde vollständig wiederhergestellt werden konnte.
++ Zimmerbrand mit Menschenrettung in Neunkirchen ++
Am heutigen Freitag, 7. August 2026 wurden wir um 07:07 Uhr zu einem Zimmerbrand mit Menschenrettung in die Grabenstraße nach Neunkirchen alarmiert.
Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte standen Teile einer Wohnung bereits in Vollbrand. Durch den massiven Flammenschlag aus den Fenstern bestand die Gefahr eines Übergreifens auf den Dachstuhl des Gebäudes. Während der Brand durch einen gezielten Innenangriff rasch unter Kontrolle gebracht werden konnte, erfolgte parallel die Rettung zweier noch in der Brandwohnung eingeschlossenen Personen über die Drehleiter. Beide wurden anschließend vom Rettungsdienst versorgt und zur weiteren Behandlung in ein nahegelegenes Krankenhaus transportiert.
Der Löschbezirk Hangard unterstützte die eingesetzten Kräfte bei der Brandbekämpfung sowie den anschließenden Nachlöscharbeiten.
Neben den Löschbezirken Neunkirchen-Innenstadt, Hangard und Wellesweiler waren auch der Wehrführer der Feuerwehr Neunkirchen, der Brandinspekteur der Feuerwehr im Landkreis Neunkirchen, der Rettungsdienst sowie die Polizei im Einsatz.
Im Anschluss wurden erneut kontaminierte Schutzkleidung und eingesetzte Atemschutzgeräte ausgetauscht, die verwendeten Gerätschaften gereinigt und sämtliche Fahrzeuge wieder vollständig einsatzbereit gemacht.
++ Dank an unsere Einsatzkräfte ++
Die vergangenen eineinhalb Wochen haben einmal mehr gezeigt, dass der Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr weit über die eigentlichen Einsatz- und Übungsstunden hinausgeht. Auf oft langwierige und kräftezehrende Einsätze folgen zahlreiche weitere Stunden für die Reinigung, Prüfung und Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft. Dieses Engagement leisten die Feuerwehrangehörigen ehrenamtlich und zusätzlich zu Beruf, Familie und Freizeit.
Ein besonderer Dank gilt daher allen Einsatzkräften für ihren unermüdlichen Einsatz, ihre hohe Einsatzbereitschaft und ihre professionelle Zusammenarbeit. Nur durch dieses außergewöhnliche Engagement kann die Freiwillige Feuerwehr jederzeit schnelle und zuverlässige Hilfe leisten, wenn sie gebraucht wird.
Eine leistungsfähige Feuerwehr lebt vom Engagement ihrer ehrenamtlichen Mitglieder. Wer Teil einer starken Gemeinschaft werden und einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft leisten möchte, kann sich gerne bei uns melden oder uns bei einer Übung besuchen.