Die saarländischen Bürgerinnen und Bürger haben sich daraufhin zusammengetan, um den Leuten zu helfen. In der Landes-Aufnahmestelle in Lebach, in den Kommunen, auf den Dörfern wurden Sammelstellen für Spenden für Kleider, Möbel und Haushaltsgegenstände eingerichtet. Man hat sich getroffen, einander kennengelernt und auf saarländische Art in der Nachbarschaft unterstützt. So gab es schon bald ein e
ine Gemeinschaft, von der alle was hatten. Es ist unglaublich, was sich in so kurzer Zeit daraus alles entwickeln konnte. Tiefe Freundschaften sind entstanden - nicht zuletzt unter den Helferinnen und Helfern. In so manchen Orten wurde dadurch die Gemeinschaft belebt und gestärkt. So eine Menge Menschen aufzunehmen, die alle gerade eine extrem schwierige Zeit durchgemacht haben, ist nicht immer leicht. Schaut man sich aber an, dass mehr syrische Flüchtlinge im Saarland angekommen sind als in den gesamten USA, können wir stolz darauf sein. (Und dort hat der aus unserer Nachbarregion stämmige amtierende President seinen Wahlkampf daran aufgehängt.) In verschiedenen Bereichen der saarländischen Gesellschaft kam es zur Belastungsprobe: die Verwaltung ist für alle Seiten eine heftige Herausforderung. Die Eingliederung in die Schulen wird uns teilweise noch ein Weilchen beschäftigen. Eine Sparte, die sicherlich profitiert ist die Kultur. Es haben sich Kunstschaffende aus verschiedenen Spaten zusammengefunden und aufeinander eingelassen. Weil wir die sind, die von dem gesamtgesellschaftlichen Engagement profitieren, ist es nun an der Zeit, Danke zu sagen - an ein kleines Land, über das Freunde sagen: es ist bitter arm, hat aber ein Herz aus Gold. Zores hat et genn, als die Head jonga Bouwen bei ous engefall ess. Onn Mädcha woren jo aach en paar dabei. Noch dazou soo scheene. Ach älla Leid. Famillen met Kenna - Allengaren freim. Käner hat ousa Sprooch geschwetzt, awwa dat senn mir jo gewehnt. Do brauch ma jo nur off die Stadt se fahrn, dann vasteht enen schon käna mä. Zores hat et genn. Kommen do aan onn hann neischd dabei wie die Wäsch´ am Leiw. Jäh - so kann ma doch net läwen. Do hann mir mol romm gefroht, wer noch wat iwwerisch hat, watt die jongen lo brauchen. Et Frieda hott noch en Deppen, et Finnchen en Wäscheschdenna, emm Sepp sei Mama wor doch vor zwo Johr gestorf. Do hott der enn da Scheia noch die ganz Kich von ihr stehn. So hann ma sesammen gelat, onn so konnten sich die Leid fat erschde enn ganz scheen Neschd bauen. Onn dann hat da uwwarrasch erscht richtich aangefang. Kaum woren se do, schon wollten se wessen wie alles geht. Awwa gehorcht hann se trotzdem net - muscht net mennen. Do hann mir omm Dorf met dem Osama sesamen aangefang se sengen. Ein Chor es entstanden. "An die Freude" han ma´n genannt. Gesong hann ma deitsch Lieda onn arabische - du glaafschd jo net, wat dat fa´n Kaudawelsch wor. Onn die Bangkatten hann ach noch iwwa ous gelacht, wenn ma´t netgleich richtich gesong hann. Awwa va die ess ousa Sprooch sicher genauso annaschd wie ihr Sprooch fa ous. Onn als Enna Mädchen* wäs ich ach wie´t ess, léi net vastann se genn. Zores machen ach die, die sich leiwa ebbes ausdenken, als se louhen, watt es. Awwa dat kennen ma jo zach schonn lang. Zores machen ma mir denen dann nommo, weil ma denen ihrn Plan doinanna machen. So ess dat nummo. Zores machen ma wei vor de Wahlen off da Gass, damet die Leit sinn, dass dat gar net so schlemm ess - so´n Zores emm Land - onn den werden mir enn nägschda Zeit noch decka machen. Damet da schommal beschäd wessen. Mia senn komm om se bleiwen! Das - Team