12/06/2026
SOLARPARK ODER BIOTOP – oder beides? 🌿🐑
Am 10. Juni hatten wir die Gelegenheit, eine Freiflächen-Photovoltaikanlage der ENERPARC AG bei Parsberg zu besichtigen. Anlass ist die geplante Anlage am Kesselweiher in Postbauer-Heng. Dabei waren einige Mitglieder der hiesigen Ortsgruppe und der Ortsguppe Parsberg/Lupburg.
Was uns dort gezeigt und erklärt wurde, hat uns weitgehend positiv überrascht. Der Park besteht seit 6 Jahren und zeigt, dass die Energiewende und der Naturschutz durchaus auch Hand in Hand gehen können.
Das Erlebte vor Ort:
• Lebendige Natur: Statt einer "toten" Technikfläche summt und brummt es hier. Wir haben Feldlerchen und Mönchsgrasmücken gehört, und über uns kreiste ein Milan. Ameisen, Hummeln und Wildbienen waren auf den blühenden Flächen zwischen den Modul-Reihen zu beobachten. Besonders die verschiedenen Klee-Arten bereichern den Boden und die Wege. 🐦 🦅
• Agrarische Nutzung: Die Fläche wird von Schafen beweidet. Das hält das Gras kurz und lässt eine bunte, artenreiche Wiese entstehen. Eine „Win-Win-Situation“ für den Landwirt und den Betreiber. 🐑
• Tierfreundliche Bauweise: Der Zaun ist so gestaltet, dass Kleintiere weiterhin wandern können. 🦔
Das "Für und Wider" im Blick: ⚖️
Natürlich beeinträchtigen solche Anlagen das Landschaftsbild und entziehen Flächen der klassischen Landwirtschaft. Auch das Pflegemanagement ist ein Balanceakt – manche Tierarten brauchen kurzes Gras, andere langes.
Unser Fazit: Freiflächen-PV dient nicht nur der Stromerzeugung. Mit der richtigen Planung und der strengen Beachtung von Naturschutzauflagen, z. B. zum Schutz von Vö**ln, Kleinsäugern, Reptilien und Insekten, können Solarparks durchaus zu Rückzugsorten im Sinne der Artenvielfalt werden. 🐝🌸
Ein großes Dankeschön an den Biologen Dr. Fabian Schmalz und den Projektentwickler Yannis Raab von ENERPARC für die Einblicke und die Beantwortung unserer Fragen.