16/04/2026
Auf dem Gelände der ehemaligen Hindenburg-Kaserne in Neumünster beginnen die Vorbereitungen für eine umfangreiche Bodensanierung. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben lässt den Baugrund auf dem rund 13 Hektar großen Areal an der Färberstraße 92 vollständig erneuern.
Grund dafür ist eine starke Belastung des Bodens aus früheren Zeiten: Das Gelände wurde einst als Gerberei genutzt, wodurch Schadstoffe und sogar Milzbranderreger im Erdreich zurückgeblieben sind. Der kontaminierte Boden wird nun komplett abgetragen und fachgerecht entsorgt, bevor sauberes Material eingebracht wird.
Die eigentlichen Arbeiten starten Mitte Mai 2026 und sollen bis Ende November abgeschlossen sein. Die vollständige Fertigstellung der Sanierung ist für Dezember geplant.
Um Risiken für Anwohner und Umwelt auszuschließen, gelten strenge Sicherheitsmaßnahmen. Dazu zählen unter anderem Schutzkleidung für die Arbeiter, spezielle Zelte mit Filtersystemen in besonders belasteten Bereichen sowie Maßnahmen zur Staubbindung. Auch Fahrzeuge werden vor dem Verlassen der Baustelle gereinigt.
„Es wird sichergestellt, dass von der Baustelle keine Gefahr ausgeht“, betont ein beteiligter Fachplaner.
Nach Abschluss der Sanierung soll das Gelände neu genutzt werden: Geplant sind ein Einsatztrainingszentrum für den Zoll sowie ein neues Betriebsgelände für das Technisches Hilfswerk.
Die Maßnahme ist Teil der langfristigen Aufarbeitung von Altlasten in Neumünster, die auf die industrielle Vergangenheit der Stadt zurückgehen.