15/10/2026
Ihr Lieben,
ja, die Gerüchte sind wahr: Die Zukunft des Betriebes der Arche, wie er derzeit ist, wird gerade verhandelt. Besonders die Kosten sind im Gespräch - wie gerade im gesamten Land, besonders, wenn es um Kultur und Soziales geht. Und: Wir alle hier in der Arche möchten gern weiter für Euch da sein, mit all den Projekten und Angeboten, die Ihr alle so liebt. Und für die die Arche steht. Darum hat unser Träger angeboten, dass wir in den nächsten Jahren zu „eingefrorenen“ Kosten die Arche weiterbetreiben möchten! Mit all unserer Kraft und ganz viel Herzblut. Kurz: Die Arche soll die Kommune nicht mehr kosten als bisher.
Der Erbbaupachtvertrag mit der Gemeinde endet im September 2027 nach 33 Jahren. Es sollte eine Lösung für die Zukunft gefunden werden – beispielsweise durch einen Mietvertrag, der aus Zuschüssen bezahlt wird, was bei soziokulturellen Zentren durchaus üblich ist. Dazu hat sich die Kommune geäußert, was leider etwas missverständlich war. Darum veröffentlichen wir nun eine Pressemitteilung unseres Trägers:
„Neuenhagen, den 15.10.26. Seit 30 Jahren betreibt die IB Berlin-Brandenburg gGmbH die ARCHE in Neuenhagen als Zentrum für Begegnung, Kultur, soziale Angebote und bürgerschaftliches Engagement. Mit seinen vielfältigen und Generationen übergreifenden Veranstaltungen hat sich die ARCHE zu einer überregionalen Institution entwickelt, aus dem einst baufälligen Gebäude entstand ein denkmalwürdiges Haus am Neuenhagener Dorfanger. Durch das bevorstehende Auslaufen des Erbbaupachtvertrags sind Verhandlungen mit der Gemeinde erforderlich geworden, um eine wirtschaftlich tragfähige Lösung zur Fortführung der Einrichtung zu finden.
Dazu äußerte sich vergangene Woche Bürgermeister Ansgar Scharnke in einer Kolumne für das Neuenhagener Echo. Seine Darstellung bedarf jedoch einer Einordnung, denn der Gemeinde Neuenhagen entstünden durch die Vorschläge des IB keinerlei Nachteile.
1. Von dem jährlichen Zuschuss der Gemeinde an den IB in Höhe von 110.000 Euro fließen rund 60.000 Euro in die laufenden Betriebskosten. Diese sollen auch in Zukunft durch den IB getragen werden. Mit der restlichen Summe werden Kosten für Hausmeister, Reinigung und Wachschutz gedeckt sowie für Veranstaltungen (Maimarkt, Weihnachtsmarkt), die der IB für die Gemeinde durchführt. Sie sind im Detail belegt und in den vergangenen Jahren exorbitant angestiegen.
Der gesamte Zuschuss steht also nicht für eigene Veranstaltungen oder Projekte zur Verfügung.
2. Die Angebote der ARCHE werden durch Förder- und Projektmittel ermöglicht, die der IB regelmäßig selbst einwirbt und in die ARCHE einbringt. Dazu gehören auch die entsprechenden Personalkosten.
3. Der IB hat die Immobilie vor 30 Jahren in einem stark sanierungsbedürftigen Zustand übernommen und über drei Jahrzehnte saniert, erhalten und weiterentwickelt. Der Wert des Gebäudes – ohne Bodenpreis – hat sich laut eines Gutachtens durch Investitionen des IB in diesem Zeitraum um rund 380.000 Euro gesteigert. Die dafür fällige Entschädigungszahlung wurde zu Vertragsbeginn vor rund 30 Jahren zwischen der Gemeinde Neuenhagen und dem IB vertraglich vereinbart.
4. Der vom IB gewünschte Mietzins in Höhe von null Euro kann nur vor dem Hintergrund bewertet werden, dass neben den Betriebskosten auch in Zukunft erhebliche Verpflichtungen für die Gebäudeunterhaltung, Reparaturen und andere Aufwendungen entstehen werden. Null Euro Miete bedeuten keinesfalls null Euro Kosten.
Der IB ist weiterhin daran interessiert, die erfolgreiche Geschichte der ARCHE gemeinsam mit der Gemeinde fortzuschreiben. Voraussetzung dafür ist jedoch eine Vereinbarung, die die tatsächlichen Kosten, Leistungen, Verpflichtungen und wirtschaftlichen Risiken angemessen berücksichtigt.
“Der IB stellt keinerlei Forderungen, die sich abseits von nachgewiesenen Aufwendungen oder bestehenden Verträgen bewegen. Ich wünsche mir sehr, dass in der öffentlichen Diskussion die tatsächlichen wirtschaftlichen Zusammenhänge dargestellt werden.“
Michaela Theurer, Regionalleiterin der IB Berlin-Brandenburg gGmbH
Pressekontakt: Peter Hermanns (Pressesprecher)
Internationaler Bund (IB) Berlin-Brandenburg gGmbh
Rigaer Straße 44, 10247 Berlin
Telefon 0172 / 9528133, [email protected]“