BUND Usingen-Neu-Anspach

BUND Usingen-Neu-Anspach Der BUND Usingen-Neu-Anspach-Weilrod freut sich über alle Teilnehmer, Mitglieder und Gäste. Die Veranstalt

13/05/2026

🐣 Momentan sieht man wieder häufig Jungvögel auf dem Boden sitzen. Für unser Auge sehen diese kleinen gefiederten Tierchen vielleicht hilflos aus, aber das sind sie oft gar nicht.

Was für uns nach Hilfeschreien vermeintlich hilfloser Jungvögel klingt, sind in den meisten Fällen Bettelrufe an die Eltern. Denn diese befinden sich in der Regel in der Nähe und versorgen den Nachwuchs mit Futter. Die Kleinen lernen noch das Fliegen und halten sich daher häufiger als die Altvögel in Bodennähe auf.

🚫Auch wenn man es gut meint, darf man niemals einen gesunden, jungen Vogel auf- oder mitnehmen. Vögel sind Wildtiere und durch das Bundesnaturschutzgesetz geschützt. Außerdem suchen die Elterntiere noch bis zu 24 Stunden nach ihren vermissten Jungen.

ABER: Es gibt drei Ausnahmen, in denen menschliche Hilfe angebracht ist. Wenn der Vogel äußerlich verletzt ist, könnt ihr bei einer Tierarztpraxis oder einer Tierschutzorganisation um Rat fragen. Auch bei Vö**ln, die noch nicht vollständig befiedert sind, ist Hilfe angesagt. Dann handelt es sich um einen Nestling, der vermutlich aus dem Nest gefallen ist und noch nicht fliegen kann. Wenn ihr das Nest erreichen könnt, setzt ihn dorthin zurück. Falls das nicht geht, gilt auch hier wieder externe Hilfe einzuholen.

Bei flüggen Jungvögeln braucht man sich in der Regel keine Sorgen zu machen. Wartet ab und beobachtet mindestens eine Stunde lang, ob sich die Altvögel um das Kleine kümmern. Falls ihr aber Katzen in der Nähe bemerkt oder sich der Vogel an einer Straße befindet, könnt ihr ihn in Hörweite des Fundorts erhöht vorsichtig ins nächste Gebüsch setzen. Dort finden ihn die Elternvögel wieder.

❗️Ein weiteres Merkmal mit dem man Nestlinge und Ästlinge unterscheiden kann ist die Haltung. Ästlinge können schon auf ihren Füßen stehen. Nestlinge sitzen meist auf dem kompletten unteren Beinabschnitt.

Übrigens: Auch wenn sich das Gerücht hartnäckig hält: Vögel nehmen ihre Jungen trotz menschlicher Berührung wieder an.

Das Wichtigste ist, zunächst gründlich abzuwägen, ob ein Handeln eurerseits notwendig und angemessen ist. Meist müsst ihr nichts tun. Es reicht Abstand zu halten und einfach zu beobachten. 🧡

Mehr Infos auf 👉 lbv.de/vogel-gefunden

13/05/2026
13/05/2026

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11/05/2026

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02/05/2026

Ein heimischer Baum tut, was kein Ziergehölz je tun wird — er koppelt sich in ein Nahrungsnetz ein, das schon lief bevor jemand einen Garten anlegte.

Eine Säulen-Zierkirsche gibt Schatten. Eine Stieleiche gibt Schatten und ernährt über 500 Insektenarten als Larvalwirt — gut dokumentiert in der Wildpflanzenforschung. Der fremde Baum ist eine Insel. Der heimische Baum ist ein Knoten in einem Netz.

Säulen-Zierskirschen sind in deutschen Vorgärten allgegenwärtig und ökologisch nahezu wertlos — kein heimisches Insekt legt dort Eier ab. Robinie breitet sich aus Parks in Wälder aus und verdrängt heimische Vegetation. Götterbaum macht dasselbe in Städten. Der Schatten ist real. Der Ökosystemwert ist nahe null.

Sieben heimische Bäume, die es wert sind stattdessen gepflanzt zu werden:

Stieleiche (Quercus robur) — höchster Wildtierwert aller europäischen Bäume. Larvalwirt für über 500 Insektenarten, Eicheln für Vögel und Säugetiere.

Salweide (Salix caprea) — erster Blüher im Jahr, kritische Nahrungsquelle für frisch geschlüpfte Wildbienen. Larvenwirt für Dutzende Schmetterlingsarten.

Vogelkirsche (Prunus avium) — weiße Frühlingsblüte für Bienen, Früchte die Drossel, Amsel und Stieglitz in Tagen leeren.

Felsenbirne (Amelanchier ovalis) — frühe Blüte, essbare blaue Beeren, funktioniert als großer Strauch oder kleiner Baum.

Vogelbeere (Sorbus aucuparia) — Winterfrüchte für über 60 Vogelarten, außergewöhnliche Herbstfärbung, robust auf fast jedem Standort.

Traubenkirsche (Prunus padus) — hängende weiße Blütentrauben im Mai, Larvalwirt für seltene Schmetterlinge.

Wildapfel (Malus sylvestris) — Früchte für Dachs, Fuchs und Drosseln, wichtiger Larvalwirt, zunehmend selten.

Heimische Bäume sind über Baumschulen für heimische Gehölze, Naturschutzvereine und kommunale Pflanzaktionen erhältlich — oft günstiger als Ziergehölze. 🌳

02/05/2026
26/04/2026

Darmstadt: Beleuchtung öffentlicher Gebäudefassaden wird im Sommerhalbjahr ausgeschaltet.

Damit folgt Darmstadt (Hessen) einer ähnlichen, jedoch strengeren gesetzlichen Regelung des Landes Baden-Württemberg. Dort dürfen von April bis September Bauten JEDER Art (also auch von Firmen oder Privatleuten) ebenfalls nicht beleuchtet werden, von Oktober bis März muß spätestens 22 Uhr abgeschaltet werden.

"Die Wissenschaftsstadt Darmstadt gibt bekannt, dass seit 1. April 2026 die Außenbeleuchtung aller öffentlichen Gebäude in kommunaler Zuständigkeit – mit Ausnahme des Hochzeitsturms auf der Mathildenhöhe, dem Ludwigsmonument auf dem Luisenplatz und dem Denkzeichen Güterbahnhof in der Bismarckstraße – ausgeschaltet werden. Diese Maßnahme gilt jeweils vom 1. April bis zum 30. September eines jeden Jahres und ist Bestandteil der von der Stadtverordnetenversammlung beschlossenen Lichtleitlinie.

Künstliches Licht und die Aufhellung des Nachthimmels stören den natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus und stellen für viele wildlebende Tier- und Pflanzenarten eine erhebliche Gefährdung dar. Insekten werden von Lichtquellen angezogen, verlieren ihre Orientierung und sterben im schlimmsten Fall erschöpft. Auch Vögel verlieren u.a. die Orientierung und sterben häufig durch Kollision. Fledermäuse sind lichtscheu und meiden deswegen Gebäude mit beleuchteten Fassaden als potentielle Quartiere. Viele Kleinsäuger und Amphibien schützt die Dunkelheit vor nachtaktiven Fressfeinden.
„Der Schutz der Dunkelheit ist daher ein unverzichtbarer Bestandteil des Habitat- und Artenschutzes und wir haben lange unterschätzt, welchen Schaden übermäßige Beleuchtung in der Natur anrichten kann“, erklärt Umweltdezernent Michael Kolmer.

Durch die Abschaltung der Beleuchtung öffentlicher Gebäude im Sommerhalbjahr erzielt die Stadt jedoch nicht nur eine Reduzierung der nächtlichen Aufhellung, sondern auch des Energiebedarfs und des kommunalen Ausstoßes von klimarelevanten Treibhausgasen. Im Jahr werden aktuell durch die Abschaltung der Außenbeleuchtung an öffentlichen Gebäuden circa 30.000 Kilowattstunden eingespart.

„Mit dieser Maßnahme setzen wir also ein klares Signal: Darmstadt nimmt seine Verantwortung für die biologische Vielfalt ernst – und zeigt, dass Umweltschutz, Klimaschutz und wirtschaftliches Handeln Hand in Hand gehen können.“

Umweltdezernent Michael Kolmer ruft daher auch Bürgerinnen und Bürger, Gewerbetreibende, Vereine und Kirchen auf, Außenbeleuchtung, wo möglich, zu reduzieren und bestenfalls auszuschalten, um so einen Beitrag zum Arten- und Klimaschutz, aber auch für den eigenen Geldbeutel zu leisten. Tipps zur Umsetzung enthält der vom Umweltamt herausgegebene „Lichtleitfaden“. Gedruckte Exemplare sind dort erhältlich oder können von der städtischen Homepage heruntergeladen werden: https://t1p.de/vb3xt bzw. https://www.darmstadt.de/fileadmin/Dateistruktur2024/01_LEBEN/04_Umwelt/05_Luft-L%C3%A4rm-Strahlung-Licht/Lichtleitfaden.pdf"

Ref.: PM der Stadt Darmstadt, 13.04.2026: https://www.darmstadt.de/presseportal/pressemitteilungen/einzelansicht/licht-aus-zum-schutz-von-umwelt-und-klima

Lichtleitlinie:https://www.darmstadt.de/fileadmin/Dateistruktur2024/01_LEBEN/04_Umwelt/05_Luft-L%C3%A4rm-Strahlung-Licht/Lichtleitlinie.pdf

Offizielle Seite der Stadt Darmstadt zum Thema Lichtverschmutzung, einschl. Links zum Lichtleitfaden, der Lichtleitlinie sowie Hinweisen/Kontakten zu Beschwerden über Lichtverschmutzung: https://www.darmstadt.de/leben/umwelt/luft-laerm-licht/licht

26/04/2026

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