Wir verfügen über 10 elektronische Schießstände der Firma Meyton. Wir haben zur Zeit eine LG Mannschaft in der Bezirksliga und eine LG Mannschaft in der Gauliga. Ebenfalls haben wir eine LG Auflagemannschaft in der Gauliga. Und natürlich verfügen wir auch über eine Böllergruppe, welche 1986 gegründet wurde. Diese ist zur Zeit ca. 14 Mann und Frau stark. Chronik:
Aus der Chronik vom Schütze
nverein Straß
Der Schützenverein Straß, wurde am 8. November 1924 gegründet. Als Mitglieder der ersten Vorstandschaft sind genannt:
1. Schützenmeister Josef Werdich
2. Schützenmeister Johann Hank
3. Schützenmeister Anton Aubele
1. Schriftführer Max Mayer
2. Schriftführer Georg Barnickel
Kassierer Josef Hank
Revisor Josef Mack
Noch im gleichen Monat wurde am 28. November im Vereinslokal "Gasthaus Adler" mit dem regelmäßigen
Schießen begonnen. Es stand ein vereinseigener Zimmerstutzen zur Verfügung. An diesem ersten Schießabend
wurden außerdem die Vereinsstatuten ausgearbeitet und genehmigt. Aus einer Eintragung vom Mai 1926 geht hervor, dass der Mitgliedsbeitrag neu geregelt und vierteljährlich auf
50 Pfennig festgelegt wurde. Diese Regelung ermöglichte es 1 Jahr später einen zweiten Zimmerstutzen, zum
damals hohen Preis von 155 RM, zu kaufen. Die Zahl der Mitglieder war bis zum Jahre 1928 auf 54 angewachsen. September 1928 erfolgte der Beitritt zum Schützengau 59 dem heutigen Unterrothtalgau.
1930 und 1936 führte der Schützenverein Straß das Herbstgauschießen durch. Im Winterhalbjahr 1932/33
wurde erstmals ein Schützenkönig ermittelt. Leonhard Keller war der erste Träger der Neuerworbenen
Schützenkette. Als Preis wurden 6,00 DM genehmigt und zwar 3,00 DM für den Schützenkönig und je
1,50 DM für den Zweiten und Dritten. Im Jahre 1936 kaufte der Verein ein Wehrmanngewehr. Von dieser Zeit an gab es zwei Schützenkönige, die
auf beiden Gewehrarten ausgeschossen wurden. In der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg bildeten ein Enten- und Gockelschießen an Kirchweih und ein Stroh-
schießen am Faschingssonntag die Höhepunkte des Vereinsjahres. Der sportliche Wettkampf fand meistens
im Mai mit einem Preisschießen im Freien seinen Abschluss. Neben dem Schießsport wurde von Anfang an auch die Geselligkeit sehr gepflegt. Zur Tradition gehörte die
jährliche Theateraufführung an Weihnachten. Der Verein besaß eine kleine eigene Bühne. Waldfeste und
Ausflüge ergänzten das gesellige Leben in den Vorkriegsjahren. Der Zweite Weltkrieg unterbrach dann für längere Zeit jegliche Tätigkeit. Der letzte Eintrag im Protokollbuch
bezieht sich auf den 10. April 1943, das war der Abschluss der Saison 1942/43. Wie viele andere aus der
dörflichen Gemeinschaft sind auch einige Mitglieder des Vereins aus dem Kriege nicht mehr zurückgekehrt. Eine Versammlung zwecks Wiedergründung des Schützenvereins fand am
30.September 1950 im "Gasthaus Adler" statt. Nach gründlicher Aussprache wurde die neue Vorstandschaft gewählt.
1. Vorstand: Hank Franz
2. Vorstand: Schick Hans
3. Vorstand: Mangold Max
Schriftführer: Stetter Josef
Kassierer: Eggle Mathias
1. Beisitzer: Keller Leonhardt
2. Beisitzer: Mayr Wilhelm
3. Beisitzer: Kaiser Wilhelm
Am 28. Oktober wurde das regelmäßige Übungsschießen wieder aufgenommen und zwar an jeden
1. Samstag im Monat. Die amerikanische Besatzungsmacht ließ Anfangs nur das Schießen mit einem Luftgewehr zu. Im Frühjahr 1951 billigte die Hauptversammlung eine neue Satzung und beschloss, wieder dem
Schützengau 59 "Unterrothtalgau" beizutreten.
1953 zählte der Verein 73 Mitglieder, denen drei Gewehre zur Verfügung standen. Im gleichen Jahr war
Straß Austragungsort des Frühjahrgauschießens. Die Ausstattung war, den Zeitumständen entsprechend,
noch bescheiden. Der Wettbewerb wurde an sechs Ständen mit insgesamt drei Gewehren ausgetragen. Weitere Gauschießen fanden statt: 1961 das Herbstgauschießen und 1967 das Frühjahrsgauschießen. Im kleinen Rahmen feierte man 1954 das 30jährige Vereinsjubiläum. Bei diesem Anlass konnten fünfzehn
Gründungsmitglieder für ihre Treue zum Verein mit einer Ehrennadel ausgezeichnet werden. Folgende acht Schützen wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt:
Schick Hans
Inhofer Anton
Mayr Wilhelm
Keller Leonhard
Hegele Lorenz
Aubele Anton
Schick Wilhelm
und Hank Josef
Ein bedeutsames Ereignis in der Vereinsgeschichte bildete die Fahnenweihe am 1. Juli 1956. Die Festlichkeiten nahmen am Vorabend im Festzelt, das im Garten der Gastwirtschaft "Adler" aufgebaut war,
mit einem reichhaltigen Programm ihren Auftakt. An diesem Festabend wurden
Josef Werdich
Karl Harder
und Josef Hank
zu weiteren Ehrenmitgliedern ernannt. Am darauf folgenden Sonntag erhielt die Fahne beim feierlich gestalteten Festgottesdienst die kirchliche Weihe. Die Fahne zeigt auf der einen Seite das Bild der Straßer Pfarrkirche, auf der anderen Seite das Bildnis des
heiligen Hubertus, Patron der Schützen. Die Patenschaft hat der Schützenverein Nersingen übernommen. Am Sonntagnachmittag bewegte sich ein farbenprächtiger Festumzug durch das Dorf, an dem 28 Vereine und
zwei Musikkapellen teilnahmen. Mit Beginn der sechziger Jahre verzeichnete der Schützenverein einen stetigen Aufschwung, zudem besonders
die Jugendlichen beitrugen. Es fand in der Saison 1960/61 die erste Jugendmeisterschaft statt, an der sich
6 Jugendliche bis 18 Jahre beteiligten. Im Sommer 1964 feierte der Schützenverein im Rahmen eines Gartenfestes sein 40jähriges Gründungsjubiläum.
1965 gehörten dem Schützenverein 94 Mitglieder an, die sich aus zehn Ehrenmitgliedern, 75 ordentlichen
Mitgliedern und neun Jugendlichen zusammensetzten. Ab der Saison 1971/72 konnten sich die Schützen auch
im schießen mit der Luftpistolen messen. Ein neuer Abschnitt begann, als das Vereinsheim im Kellergeschoss der Straßer Schul-Turnhalle bezogen wurde. Die Einweihung fand am 17. November 1968 statt. Die Gemeinde Straß hatte dem Schützenverein die
Kellerräume überlassen. Die Einrichtung stellten die Mitglieder größtenteils in Eigenarbeit her. Das Vereinsheim bestand aus einer Schießanlage, die fünf Schießstände umfasste und aus einem gemütlichen
Gästeraum mit einem Ausschank. In den letzten Jahren hat die erfreuliche Aufwärtsentwicklung angehalten. Die sportlichen Aktivitäten beschränkten
sich nicht nur auf das interne Übungs- und Wertungsschießen, sondern zeigte sich auch in der Teilnahme an
Runden- und Fernwettkämpfen und im freundschaftlichen Wettstreit mit benachbarten Vereinen. Abwechslung
boten außerdem Preis- und Unterhaltungsschießen und nicht zuletzt gesellige Veranstaltungen, die in eigener Regie
oder zusammen mit anderen örtlichen Vereinen durchgeführt wurden. Das 50jährige Gründungsjubiläum des Schützenvereins wurde im Rahmen einer Jubiläumswoche mit weiteren
innerörtlichen Vereinen gefeiert. Es war das 40jährige des FC Straß, das 25jährige des VDK und das 20jährige der Sängerriege. Abschluss und Höhepunkt war ein Festumzug am 4.August 1974. Nach Erreichen des Festzeltes entlud sich
ein heftiges Gewitter, das die Rede des Herrn Landrates mit Blitz und Donner begleitete. Bei diesem Fest
erhielten 9 Mitglieder die Urkunden zur Ehrenmitgliedschaft. Josef Billmayer
Hermann Aubele
Franz Hank
Josef Stöckle
Josef Stetter
Alfons Aubele
Matthias Eggle
Die hohe Beteiligung der Jugend am Schießsport machte es notwendig 1978 eine Schützenkette für die Jugend
anzuschaffen. 1. Jungschützenkönig wurde Schilder Alexander. Es war erfreulich, dass einige Jungschützen mit
Fleiß und Ausdauer Ringzahlen erreichten, die für die 1. Mannschaft ausgereicht hätten. Ein weiterer Höhepunkt im Schützenverein Straß war, dass ein Schütze des Vereins zum ersten mal beim
Gauschießen den Titel des Gaukönigs erringen konnte.
1982 Finningen - Franz Frank
1987 Holzheim - Pfründer Hermann
1992 Unterelchingen - Sailer Wolfgang
1992 Unterelchingen - Brücken Günter
1996 Pfaffenhofen - Beeri Stefan
2001 Straß - Pfründer Hermann
Der Leistungsstand unserer Schützen steigerte sich immer mehr. Es konnten weitere Erfolge auf Gau-, Bezirk-,
Bayrischer- und Deutscher Ebene verbucht werden. In unseren Reihen konnten mehrere Schützen Gaumeister-
schaften erringen. Franz Frank, der in der Disziplin Olympische Schnellfeuerpistole für den Schützenverein Burlafingen startete,
konnte 1983 und 1984 mit seiner Mannschaft den 3. Platz bei den Bayerischen Meisterschaften belegen. Günter Brücken konnte mit der Zimmerstutzenmannschaft 1987 in der Altersklasse Schwäbischer Meister
werden, Pfründer Hermann qualifizierte sich 1987 zum ersten Mal zur Deutschen Meisterschaft und erreichte
einen guten 14. Platz. Danach kamen noch mehrere Schwäbische - und Bayerische Meistertitel hinzu. Doch der
Höhepunkt war für ihn 1994 der 2.Platz bei den Deutschen Meisterschaften auf der Olympiaschießanlage
München/Hochbrüsk in der Disziplin Zimmerstutzen. Weitere Erfolge auf Rundenwettkampfebene ließen nicht lange auf sich warten. Unsere 1.Luftpistolenmannschaft
steigerte sich immer mehr und schaffte 1991 den Aufstieg von der Gauliga in die Bezirksliga.
1996 zog unsere 1. Mannschaft Luftgewehr nach und stieg ebenfalls in die Bezirksliga auf. Auch die Jugend
konnte auf Rundenwettkampfebene einige erste Plätze verbuchen
1997 bildete sich eine Böllerschützengruppe mit den Schützen Brücken Günter und einem weiteren Mitglied
das nicht genannt werden möchte. Danach gesellten sich weitere Böllerschützen hinzu. Heute sind es insgesamt
10 Böllerschützen. Was nicht alltäglich ist, dass diese Gruppe von unserer Schützen Karin Giesecke geführt
wurde. Sie traten bei Jubiläen, Geburtstagen, Volkstrauertag und weiteren Veranstaltungen auf. Ihre wunderschönen geschnitzten Handböller und Schaftböller sowie ihre Trachten werden immer wieder bewundert. Da unser Schützenheim immer mehr Zuspruch auch bei den jugendlichen Schützen fand, wurde unser Schieß-
raum mit 5 Schießständen doch sehr eng. 1996/97 fanden erste Gespräche mit dem Schulverband und der
Gemeinde statt. Dies wurde von Erfolg gekrönt und wir bekamen einen zusätzlichen Raum für unser Schützenheim. Die Planungen liefen auf Hochtouren. Im Frühjahr1998 konnten wir mit dem Umbau beginnen und
Januar 1999 vollenden. Es war für alle ein Stück harte Arbeit. In diesen 8 Monate dauernden Umbau wurde
eine stattliche Stundenzahl an Eigenleistung erbracht. Wobei die Stunden der Schützenfrauen, die für das
leibliche Wohl gesorgt haben nicht eingerechnet sind. Ich glaube unser Schützenheim kann sich sehen lassen. Wir haben heute 10 Schießstände und einen schönen
und gemütlichen Aufenthaltsraum, der bei größeren Veranstaltungen auf das Doppelte erweitert werden kann. Durch dieses Raumangebot konnten wir 1999 auch zum ersten Mal Veranstaltungen durchführen. Die erste
Veranstaltung im September war ein "Tag der offenen Tür", verbunden mit einer Ausstellung über das
Schützenwesen. Diese Ausstellung wurde von unserem Brücken Günter organisiert, die ein voller Erfolg war. Eine Woche später veranstalteten wir unser erstes Jedermann-Schießen. Auch diese Veranstaltung hat bei
den Straßern einen sehr guten Anklang gefunden. Es beteiligten sich 38 Mannschaften mit insgesamt
152 Schützen. Selbst unser vergrößertes Schützenheim war bei der Preisverteilung fast zu klein. Am Ende der Chronik möchte ich die Schützenmeister nennen, welche die Geschicke des Vereines bis heute
geleitet haben. Werdich Josef 1924 bis 1929
Hank Johann 1929 bis 1930
Keller Leonhard 1930 bis 1933
Hegele Lorenz 1933 bis 1935
Schick Hans 1935 bis 1943
Hank Franz 1950 bis 1953
Stetter Josef 1953 bis 1965
Raabe Hans 1965 bis 1973
Pfründer Hermann 1973 bis 1986
Kuschel Hermann 1986 bis 1994
Merk Rudi 1994 bis 2002
Franz Frank 2002 bis 2013
Oliver Zak 2013 bis heute