Mit der Frage fing alles 3/2016 an und führte zur Gründung unserer Facebookseite. Sieht man sich um könnte man meinen, dass es leer zig mal so viel wiegt wie gefüllt. Da es selbst jedoch nahezu nichts wiegt, wäre es doch ein Leichtes es wieder einzustecken und im nächsten Papierkorb oder zu Hause zu entsorgen. Eigentlich gilt das für alle mitgenommenen Produkte, die ja leer auch ohne viel Gewicht
diesen Weg machen könnten.
• Leider ist der Mensch sehr bequem geworden und die Verpackungen nicht mehr so natürlich und verrottend wie noch zu Großmutters Zeiten, denn da waren sie in Pappe, Papier oder gar unverpackt. Man nutze des Weiteren Geschirrtücher, wiederverwendbare Schraubgefäße und Bügelflaschen aus Glas oder Metalldosen. In Plastik eingeschweißte, geschälte Bananen oder Eier sind heute extreme Beispiele für unsere Verpackungswut, die allein der Bequemlichkeit, Zeitersparnis, Haltbarkeit, Hygiene und dem werbegünstigen Vertrieb dienen. Aber auch sonst bieten die billigen und stylischen Verpackungen von Tetra Pak, Plastikflaschen, Aludosen etc. noch Dichtigkeit und Leichtigkeit, sodass die Verpackung trotz Einwegpfand noch immer gerne stehen gelassen wird.
• Aber bezahlen wir diese Vorteile nicht mit Folgeproblemen, die womöglich noch nicht ganz abzusehen sind? Besonders wenn die Verpackung nicht im Mülleimer sondern in der Umwelt landet? Kostet ja den Einzelnen nichts, oder doch? In der Natur überdauern Verpackungen Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte und stellen immer mehr ein Problem dar. Auch wenn sie in kleinere Teile zerbrechen, wie Apfelschalen oder -kernhäuser verrotten sie nie. Selbst Bioplastik ist kein Garant dafür.
• Außerdem warum kann man nicht überall was fallen lassen? Wir zahlen doch schließlich für die Müllentsorgung jeden Monat eine Gebühr. Solch eine Einstellung ist Mitursache des zunehmenden Mülls in der Umwelt. Gemeinden ist die Zunahme schon lange zu viel. Für die ganzheitliche Entfernung würden die Müllgebühren enorm ansteigen. Sie scheinen das örtliche Müllproblem in einigen Gebieten zum Beispiel durch bewusstes Demontieren von Mülleimern lösen zu wollen, ersetzen zu kleine nicht durch größere oder führen Aufräumarbeiten nur minder aus, um Personal und Kosten einzusparen. Die zunehmenden Müllanhäufungen gehen Bewohnern zu weit und treten selbst für eine sauber Stadt durch Aufräumaktionen oder häufige Müllsammeltouren ein. Müllsammlern wie uns oder Clean up Gruppen ist es wichtig auf das Müllproblem aufmerksam zu machen und nebenbei beständig Müll an Hot-Spots zu entfernen. Beachtung bekommt das Thema Müll zum einen durch Müllsammlungen selbst, aber auch durch die Art wie man sammelt und durch Veröffentlichungen.
• Je länger wir uns mit dem Müll anderer beschäfigen desto mehr Fragen kommen uns in den Sinn. diese hier: Wie lange dauert es Verpackungen wieder aufzusammeln? Wie sieht Müllfreiheit im Detail aus? Das hat die Berliner Gründerin dieser Seite 2016 mit der Stoppuhr und Vorher-nachher Fotos dokumentieren. Klar wurde: Je länger eine Verpackung oder eine Kippe herumlag, um so länger dauert es sie restlos aufzusammeln. Mit der Löschung ihres Facebook Accounts, wäre diese Seite und ihre Dokumentation automatisch verschwunden. Sie hat die Seite daher an zwei Bekannte aus München weitervererbt, die wie sie plastikreduziert leben und selbst fremden Müll schon häufiger entsorgt haben.
• Mittlerweile wurden die Themen um einiges erweitert. So zum Beispiel: Kreidekreise gegen Müllblindheit, Dokumention von älteren Fundstücken anhand des Mindesthaltbakeitsdatums, Vorstellung von Mülleimertypen mit der Diskussion über Vor- und Nachteile, Vorstellung von Müllsammelgruppen und -seiten, Terminmitteilungen zum gemeinsamen Müllsammeln, Informationstexte zu Mikroplastik, Gesundheitsaspekten, Müllsammelmaschinen im Meer, Materialprobleme, Pfandsysteme in anderen Ländern und vieles mehr.
• Jeder ist eingeladen mitzumachen und Bilder unter dem oder anderen zu posten. Weitere Beispiele wären , , , . Gerne auch hier auf der Seite als Kommentar oder Nachricht.
• Wir freuen uns über Interesse an allen Aktionen, mögen sie bewegen und um die Welt gehen! Ein dickes DANKESCHÖN an Jeden, der seinen Müll mitnimmt. Ein lautes HUUURRAAA an Jeden, der hin und wieder Müll Anderer mitnimmt. Eine lange LAOLAWELLE an Jeden, der die Umwelt regelmäßig befreit.