28/05/2026
Hobby-Fotografin *Simone Zollner* hatte angeboten, uns ehrenamtlich mit Fotos zu unterstützen. Pflegehund Trusky, aktuell in 83098 Brannenburg, sollte den Anfang machen. Heraus kamen ein paar richtig schöne Motive. Doch was noch schöner ist: Simone lernte einen offenen, zugewandten jungen Rüden kennen, der Nähe und Bindung sucht. Und sie dank seiner neuen Fotos nun hoffentlich auch bei neuen Adoptanten findet. Lest selbst, was sie zu berichten weiß:
Vor ein paar Tagen durfte ich Trusky und seine Pflegefamilie besuchen, um neue Bilder für seine Vermittlung zu machen. Ehrlich gesagt hatte ich vorher damit gerechnet, dass wir erstmal etwas Zeit brauchen würden, um uns kennenzulernen. Umso überraschter war ich, als mir beim Öffnen der Tür direkt ein freundlicher, sehr menschenbezogener Hund entgegenkam, der sofort Kontakt aufnehmen wollte.
Und fotogen ist der Truskynator sowieso. Besonders seine klugen, bernsteinfarbenen Augen fallen sofort auf. Dazu dieses unglaublich weiche Fell, das man beim Fotografieren automatisch ständig wieder streicheln möchte.
Am Anfang war Trusky über meine Anwesenheit so begeistert, dass er immer wieder an mir hochspringen wollte. Spannend war dabei zu beobachten, wie schnell er verstanden hat, was gemeint ist, als ich ihn ruhig begrenzt und ihm etwas Abstand vorgegeben habe. Danach blieb er deutlich entspannter und orientierte sich sofort daran.
Draußen im Garten zeigte er sich aufmerksam, offen und angenehm unaufgeregt. Obwohl ich für ihn zunächst eine fremde Person war, suchte er immer wieder Nähe und freute sich über Ansprache und Streicheleinheiten.
Besonders schön fand ich zu beobachten, wie eng er sich an seine Pflegemama orientiert. Immer wieder schaute er zu ihr, holte sich eine kleine Rückversicherung ab oder fragte mit einem Blick nach, ob alles in Ordnung ist. Das wirkte auf mich nicht unsicher, sondern wie ein Hund, der Bindung ernst nimmt und sich gerne an seinem Menschen orientiert.
Leckerchen aus meiner Gürteltasche waren natürlich ebenfalls interessant. Trotzdem blieb alles entspannt, auch mit der vorhandenen Hündin der Pflegestelle. Kein Gedrängel, kein Futterneid, sondern ruhiges Warten und höfliches Verhalten.
Besonders viel Freude hatte Trusky beim gemeinsamen Spiel. Sein Quietscheball war eindeutig ein Highlight. Dabei hatte ich schnell den Eindruck, dass er nicht nur Bewegung mag, sondern auch die gemeinsame Beschäftigung mit seinem Menschen. Er wirkt aufmerksam, lernfreudig und sehr zugewandt, mit einem echten „Will to please“, ohne dabei hektisch oder überdreht zu sein.
Während unseres Besuchs gab es plötzlich einen lauten Knall aus der Nachbarschaft. In diesem Moment konnte man gut sehen, dass ihn bestimmte Geräusche aktuell noch stark verunsichern. Trusky wollte sich sofort zurückziehen und brauchte eine ganze Weile, bis er sich wieder aus seiner Unsicherheit herauslocken ließ. Gleichzeitig war gut zu beobachten, wie wichtig ihm dabei die Orientierung an seinem Menschen ist. Mit Ruhe, Geduld, Ansprache und seinem Lieblingsspielzeug schaffte er es schließlich, sich langsam wieder auf die Situation einzulassen.
Je länger wir draußen unterwegs waren, desto mehr hatte ich das Gefühl, dass hinter seiner sensiblen Seite ein unglaublich loyaler und feinfühliger Hund steckt. Einer von den Hunden, die sich sehr eng an ihren Menschen binden und bei denen aus Vertrauen irgendwann echte Partnerschaft wird.
Trusky ist für mich einer von den Hunden, die nicht einfach nur „dabei“ sind, sondern wirklich Verbindung suchen.
Und ja - verlieben könnte man sich in ihn ziemlich schnell.
https://streunerglueck.de/vermittlung/trusky/
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