31/05/2026
Die jüngsten Ereignisse auf den Färöer-Inseln markieren einen weiteren schrecklichen Höhepunkt der Delfinjagden, den sogenannten Grinds. An nur einem Tag wurden bei drei separaten Treibjagden über 700 Meeressäuger getötet. Es wirkt, als würden die Insulaner mit dieser beispiellosen Tötungswelle auf die jüngste Gesetzesänderung reagieren, die ihnen bei den Schlachtungen faktisch einen Freifahrtschein ausstellt.
Das ist passiert:
• Am Nachmittag des 27. Mai trieben Walfänger geschätzte 402 Grindwale in der Bucht von Sandagerði in der Hauptstadt Tórshavn an Land – die größte einzelne Grindwal-Treibjagd, die in den letzten Jahren auf den Färöer-Inseln verzeichnet wurde.
• Am selben Tag fanden auf den Inseln zwei weitere Jagden auf Atlantische Weißseitendelfine statt: Etwa 150 Delfine wurden in Skálafirði getötet und weitere 132 in Streymnesi.
👉 Besonders besorgniserregend sind die Berichte über erhebliche Verstöße gegen die vorgeschriebenen Tötungsverfahren. Nach Angaben von Beobachtern fehlten bei den Jagden die gesetzlich vorgeschriebenen Rückenmarkslanzen, die das Leiden der Tiere möglichst schnell beenden sollen. Zahlreiche Delfine wurden stattdessen ausschließlich mit Messern getötet. Augenzeugen berichten von chaotischen Szenen und massivem Tierleid.
👉 Ebenso schockierend wie das maßlose Töten ist die politische Entwicklung auf den Färöer-Inseln: Kurze Zeit vor den Grinds beschloss das Parlament eine Änderung des Tierschutzgesetzes, durch die gejagte Wale und Delfine ausdrücklich vom gesetzlichen Schutz ausgenommen werden. Damit entfällt eine wichtige rechtliche Grundlage, mit der Tierschutzverstöße im Zusammenhang mit den Jagden bislang angefochten werden konnten.
Aus Sicht des Delfinschutzes sind die Ereignisse einmal mehr ein deutliches Zeichen dafür, dass diese Jagden weder mit modernen Tierschutzstandards noch mit den ethischen Anforderungen einer aufgeklärten Gesellschaft vereinbar sind. Die Tötung hunderter hochintelligenter Meeressäuger unter Bedingungen, die nach Berichten von Beobachtern zu erheblichem Leiden führen, ist nicht akzeptabel.
So könnt ihr aktiv werden: Erhöht mit Petitionen, Tourismusboykotts und Aufklärung den Druck auf die Färöer, die Wal- und Delfinjagd zu stoppen. Über die Chilli-Plattform hat die Captain Paul Watson Foundation Germany eine Seite für eure Aktionen bereitgestellt 👇👇👇
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