03/07/2026
(01/26): Durch mentale Klarheit zur Selbstwirksamkeit
Impulse, um Blockaden zu erkennen und ins Handeln zu kommen
(mw) Auf der am 25. Juni 2026 in München zeigte Coach und Autorin Ann Krombholz – basierend auf ihrem Buch „Das Anti-Selbstboykott-Programm“ – wie mentale Blockaden entstehen und sich auflösen lassen. Ein interaktiver Abend, der Theorie und persönliche Reflexion eng miteinander verknüpfte.
„Herz, Bauch und Verstand“ in Einklang bringen
Im Zentrum stand das Zusammenspiel von drei inneren Instanzen: „Herz = Wünsche und Bedürfnisse“, „Bauch = Aufpasser vor Angst und Leiden“ und „Verstand = Entwickler für Lösungen“. Blockaden entstehen, wenn diese Ebenen nicht synchronisiert sind – etwa wenn der innere „Aufpasser“ neue Situationen vorschnell als Risiko bewertet.
Eine zentrale Aussage des Abends: „Es ist nicht verkehrt, eine Blockade zu haben, sondern ein Gewinn, sie zu verstehen.“ – Gefühle wurden damit nicht als Störfaktoren, sondern als wichtige Signale für Entscheidungsprozesse eingeordnet.
„Synchronisation ist das Zauberwort“: Vom Impuls zur eigenen Erfahrung
Der „Klärungskreis“ bildete das methodische Herzstück. In vier Schritten – Wahrnehmen, Benennen, Analysieren, Handeln – lernten Teilnehmende, ihre inneren Stimmen strukturiert einzubeziehen. Besonders wirkungsstark war der interaktive Teil: In der Übung mit „Herz, Bauch und Verstand“ arbeiteten die Teilnehmenden an eigenen Fragestellungen. Das Fazit: Erst das bewusste Durchgehen aller Perspektiven schafft echte Klarheit.
Begleitend wurde deutlich: „Gedanken erzeugen Gefühle, Gefühle beeinflussen das Denken“ – beide Ebenen sind untrennbar miteinander verbunden.
Selbstboykott verstehen – und neu einordnen
Typische Muster wie „Prokrastinieren, Aufschieberitis“ oder „ständige Bedenken, Zweifel und Zögern“ wurden als Ausdruck innerer Spannungen sichtbar gemacht. Auch Perfektionismus wurde als Schutzstrategie des „Aufpassers“ eingeordnet – nicht als Schwäche, sondern als nachvollziehbare Reaktion.
Ein prägnanter Gedanke: „Schon ein guter Grund dagegen torpediert den gesamten Prozess.“ Damit wurde deutlich, warum Veränderung oft trotz guter Argumente ins Stocken gerät.
Vom Verständnis ins Handeln
Mit der K.R.A.F.T.-Formel – vom Klärungskreis über die Synchronisation bis hin zu konkretem Handeln – zeigte Krombholz einen klaren Weg auf, wie aus Reflexion Umsetzung wird. Ihre Botschaft: Klarheit entsteht nicht allein im Denken, sondern im Zusammenspiel aller inneren Ebenen. Oder anders formuliert: Wer alle diese „Mitspieler“ ins Boot holt, gewinnt an Handlungsspielraum – gerade in Zeiten von Unsicherheit und Veränderung.