03/08/2026
🚨 EU verschärft TFA-Bewertung: Gesundheitsrisiken größer als bisher angenommen
TFA (Trifluoracetat) entsteht unter anderem beim Abbau bestimmter PFAS-Pestizide. Die Chemikalie ist extrem langlebig, reichert sich in Pflanzen, Böden und unserem Grundwasser an – und bleibt dort praktisch dauerhaft.
Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat den gesundheitlichen Richtwert für TFA jetzt deutlich gesenkt. Die akzeptable tägliche Aufnahmemenge (ADI) sinkt von 0,05 auf 0,014 mg/kg und liegt damit nur noch bei weniger als einem Drittel des bisherigen Werts.
Grund sind neue Erkenntnisse zu Gesundheitsgefahren. TFA kann den Spiegel des Schilddrüsenhormons Thyroxin verändern. Außerdem gibt es Hinweise auf Wirkungen auf die Leber, Fehlbildungen an Skelett und Augen sowie eine verringerte Spermienzahl und -qualität . Zugleich bestehen große Wissenslücken, etwa zu Langzeit- und Krebsrisiken sowie zu Auswirkungen auf das sich entwickelnde Immunsystem.
Bereits im Juni empfahl der Risikobewertungsausschuss der ECHA, TFA als reproduktionstoxisch der Kategorie 1B einzustufen: TFA kann demnach Föten schädigen und vermutlich die Fruchtbarkeit beeinträchtigen.
Für uns ist klar: Eine Chemikalie, die sich dauerhaft in der Umwelt anreichert und die Gesundheit gefährden kann, darf nicht weiter durch PFAS-Pestizide freigesetzt werden.
Deshalb fordern wir: PFAS-Pestizide verbieten!
Fordere jetzt dein Bundesland auf, sich für ein Verbot von PFAS-Pestiziden einzusetzen. Mit wenigen Klicks kannst du den politischen Druck erhöhen: https://umweltinstitut.org/landwirtschaft/mitmachaktionen/pfas-pestizide-jetzt-verbieten/?utm_source=facebook