Akademie für Philosophische Bildung und WerteDialog der gfi

Akademie für Philosophische Bildung und WerteDialog der gfi Eine Akademie der gfi gGmbH

Die Akademie bietet Fortbildungen in philosophischer Gesprächsführung für Pädagog*innen an, sowie Workshops und Veranstaltungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Die Akademie bietet Fortbildungen in philosophischer Gesprächsführung für Pädagog*innen an, sowie Workshops für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

19/08/2026

Dieser Sommer hat viele in die Knie gezwungen. Es gab vielleicht drei bis fünf Menschen, die sich an den Temperaturen erfreut haben, alle anderen haben eher darunter gelitten.

Dass sich unser Klima verändert, müssen wir an dieser Stelle nicht mehr erwähnen. Vieles verändert sich rasend schnell, unter anderem auch unser Wetter und die damit einhergehenden Veränderungen unserer Lebensgrundlagen. Das wird eigentlich schon seit den 80ern thematisiert. Bisher scheint es niemanden so wirklich interessiert zu haben.

Warum eigentlich?

Dieses Jahr war der Klimawandel sehr spürbar. Nicht nur persönlich, sondern auch auf wirtschaftlicher Ebene. Niedrigere Wasserstände, schlechtere Versorgung und Ausfälle bei der Ernte. Was für die Einzelne schon lange spürbar ist, macht sich jetzt auch kollektiv bemerkbar.

Arrangieren wir uns mit solchen Veränderungen, indem wir mit den Schultern zucken und sie als gegeben hinnehmen? Wieso muss es erst die Wirtschaft berühren, damit wir die Lage als ernst betrachten?

Vielleicht liegt die entscheidende Frage deshalb gar nicht darin, ob wir unter den Veränderungen leiden. Sondern darin, wessen Leiden wir bereit sind, ernst zu nehmen.

Denn Leiden wird gesellschaftlich nicht gleich bewertet. Wenn Ernten ausfallen, Wasser knapp wird oder wirtschaftliche Schäden entstehen, wird aus einem Problem plötzlich eine Krise, die alle betrifft.

Wenn ältere Menschen unter extremer Hitze leiden, Tiere ihren Lebensraum verlieren oder Menschen im globalen Süden längst mit den Folgen einer Klimakrise leben, bleibt das noch immer für viele etwas Abstraktes.

Vielleicht müssen wir uns deshalb andere Fragen stellen. Statt „Was betrifft mich?“ eher „Was passiert hier gerade? Und wer trägt die Folgen?“

Denn Handeln beginnt nicht erst dort, wo wir selbst betroffen sind. Es beginnt dort, wo wir bereit sind, das Leiden anderer wahrzunehmen und als relevant anzuerkennen.

Vielleicht ist die Frage also nicht nur: Wer leidet am meisten?

Sondern auch: Wen hören wir überhaupt, wenn es um die Frage geht, was sich verändern muss?

Und was können wir tun?

11/08/2026

Mit Kindern philosophieren , wie geht das eigentlich? Genau so! Wir waren in der Offenen Ganztagsschule in Emmering und haben mit Kindern über Reichtum philosophiert. Ab wann ist man reich? Woran erkennt man Reichtum? Kann man sich Freundschaft kaufen? Wir beginnen mit einer Frage, die die Kinder bewegt, und gehen von dort aus gemeinsam in die Tiefe. Denn Kinder stellen die besten Fragen und überraschen oft mit den klügsten Antworten.

Jetzt auf Spotify und Apple Podcast! 👂🏼✨

06/08/2026

Die Basisausbildung wird 20 Jahre alt! 🥳

Seit 20 Jahren begleiten wir Menschen dabei, Fragen zu stellen, gemeinsam zu denken und neue Perspektiven zu entdecken.

Was die Basisausbildung bewirken kann? Das siehst und hörst Du hier ganz wunderbar. ✨

Anmeldungen für 2027 sind eröffnet, nur solange der Vorrat reicht.

Alle Infos findest Du auf unserer Webseite, Link in der Bio! 👀

05/08/2026

Unser ChancenGleich-Projekt bringt Frauen aus Drittstaaten zusammen, um miteinander ins Gespräch zu kommen – über ihre Fragen, Gefühle und das Leben. Gemeinsam philosophieren sie, lernen sich kennen und entwickeln Ideen für Aktionen im öffentlichen Raum.

Denn Teilhabe beginnt auch mit der Frage: Wie werde ich gesehen? Beruflich, gesellschaftlich und als Mensch.

Vor allem aber geht es um den Mut, sich zu zeigen.

Eine Gruppe syrischer, deutscher, afghanischer und rumänischer Frauen aus Eggenfelden hat genau das getan.

Gemeinsam mit Julia Spiel gestalteten sie im Laufe der Workshopreihe Puzzleteile mit Begriffen aus ihren Gesprächen, mit Werten, Wünschen und Symbolen. Jedes einzelne Teil wurde zu einem kleinen Kunstwerk. Zusammengefügt entstand daraus ein großes Mosaik, das bei der Kunst- und Museumsnacht im Alten Rathaus in Pfarrkirchen ausgestellt wurde.

„So verschieden – doch so gleich.“

Ein Mosaik aus vielen Erfahrungen und ein gemeinsames Statement für Respekt, Offenheit und ein gutes Miteinander.

Denn unabhängig von unserer Herkunft wünschen wir uns dasselbe: gesehen zu werden, ohne Angst leben zu können und Menschen zu begegnen, die uns mit Offenheit statt Vorurteilen begegnen. Zwischen den Frauen entstand etwas, das sich nicht planen lässt: echte Verbindung.

Ein herzliches Dankeschön an unsere Partnerin, die , für die wertvolle Unterstützung der Gruppe vor Ort. 💛



Dieses Wertebündnis Projekt wird gefördert von der Hans Lindner Stiftung und kofinanziert von der Europäischen Union.

Wann haben wir eigentlich aufgehört, Kindern zuzutrauen, selbst zu denken?Im philosophischen Gespräch geht es nicht daru...
04/08/2026

Wann haben wir eigentlich aufgehört, Kindern zuzutrauen, selbst zu denken?

Im philosophischen Gespräch geht es nicht darum, möglichst schnell zur richtigen Antwort zu kommen. Es geht darum, Gedanken entstehen zu lassen, zuzuhören, Fragen auszuhalten und unterschiedliche Perspektiven ernst zu nehmen.

Das verändert nicht nur die Kinder, sondern auch die Rolle der Lehrkraft.

Statt Antworten vorzugeben, entsteht ein Raum, in dem Neugier wichtiger wird als Gewissheit und in dem Kinder erleben: Meine Gedanken sind wertvoll.

Denn wer lernt, eigene Antworten zu finden, lernt auch, Verantwortung für das eigene Denken zu übernehmen.

Was denkst Du? Lass uns in den Kommentaren gemeinsam denken! ✨

30/07/2026

In der Schule wird Wissen vermittelt. Soweit so klar. Aber es passieren zeitgleich noch ganz viele andere Dinge. Es formt sich ein soziales Umfeld. Freundschaften und Feindschaften werden geschlossen. Die erste Liebe, Gruppenzwang und Selbstfindung und das Messen mit Gleichaltrigen gehören genauso zum Schulalltag wie Grammatikregeln.

Außerdem ist Schule ein demokratisches Lernfeld. Kinder und Jugendliche treffen dort auf Menschen, die sie sich nicht selbst ausgesucht haben. Sie lernen, mit unterschiedlichen Meinungen, Hintergründen und Lebensrealitäten umzugehen. Sie müssen Kompromisse finden, Konflikte lösen und erfahren, dass eine Gemeinschaft nur funktioniert, wenn nicht immer nur die eigenen Bedürfnisse zählen.

Zeitgleich ist sie auch eine Institution, die bestimmte Werte, Normen und Vorstellungen vermittelt. Durch Noten, Prüfungen und Abschlüsse bewertet sie Leistungen und sortiert damit auch. So wird für manche Kinder darüber entschieden, welche Wege ihnen offenstehen und welche sich schwieriger gestalten.

Die Frage „Brauchen wir Schule?“ ist deshalb vielleicht gar nicht die Frage, ob Kinder einen Ort zum Lernen brauchen. Natürlich brauchen sie Begegnung, Wissen, Inspiration und Menschen, von denen sie lernen können. Die spannendere Frage lautet: Welche Art von Schule brauchen wir?

Denn Schule ist nie nur ein neutraler Ort der Wissensvermittlung. Sie ist ein Spiegel der Gesellschaft. In ihr zeigt sich, was wir als wichtig erachten: Geht es vor allem darum, Kinder für den Arbeitsmarkt vorzubereiten? Geht es darum, mündige Bürger*innen zu formen? Oder darum, Menschen dabei zu unterstützen, ihre eigenen Fähigkeiten und Interessen zu entdecken?

Die Debatte um die Schulpflicht berührt deshalb einen grundlegenden Konflikt: Wie viel Freiheit können und wollen wir Familien geben, und wo beginnt die Verantwortung einer Gesellschaft für ihre Kinder?

Vielleicht brauchen wir also eine neue Vorstellung davon, was Schule sein kann: Nicht nur ein Ort, an dem Kinder lernen, was sie wissen sollen. Sondern ein Ort, an dem sie lernen, wer sie sind und wie sie miteinander leben wollen.

„Was kann man hier machen?“ Ich steh an einem Biertisch voller ChancenGleich Merch auf dem Gelände vom DOM, einem Landsh...
29/07/2026

„Was kann man hier machen?“

Ich steh an einem Biertisch voller ChancenGleich Merch auf dem Gelände vom DOM, einem Landshuter Nachbarschaftstreff, der sein 20-Jähriges Bestehen feiert. Mascha ist von Anfang an dabei und sie hat uns eingeladen, mit ihnen zu feiern.

„Auf welche Frage hat dir noch nie jemand eine richtige Antwort geben können?“

Wir hängen diese Fragen an die Wäscheleine. 1000 Fragen an der Leine – eins der Mini-Projekte im ChancenGleich-Projekt: wir fangen philosophische Fragen aus allen Windrichtungen ein.

Welche Zahl kommt vor unendlich?
Wie viele Haare hab‘ ich auf dem Kopf?
Wo ist mein Papa?
Wie viele Leben hat ein Mensch und weiß es vielleicht nicht?
Wo war ich bevor ich im Bauch war?
Fragen neugierige Kinder. Die Eltern kommen dazu.

Warum gehen Männer fremd?
Fragt eine Frau mit vier Kindern um sich.

Jemand anders fragt: Wer ist schuld am Krieg? Und wer will eigentlich Krieg? Ein Vater fragt sich: Was müssen wir tun, damit es keinen Krieg mehr gibt?

Er schreibt seine Antwort in der Muttersprache in die Übersetzungsapp: „Wir sollten uns bemühen, die Welt besser und freundlicher zu machen. Jeder von uns kann dazu beitragen. Wenn wir nichts Gutes tun können, sollten wir wenigstens nichts Schlechtes tun. Frieden beginnt mit unseren eigenen Taten.“

Danke für die Einladung, liebe Mascha und lieber DOM-Treff. Es war ein schönes Fest in eurem Garten. Und danke an Daniela Ferber, die hier im Frühjahr eine ChancenGleich-Gruppe geleitet hat.



Dieses Wertebündnis Projekt wird gefördert von der Hans Lindner Stiftung und kofinanziert von der Europäischen Union.

27/07/2026

Seit vielen Jahren arbeitet Diane Schürmeier im Migrationsbereich der bfz gGmbH und erlebt täglich, wie Menschen, Ideen und Lebenswege zusammenfinden. Für sie ist Migration keine Ausnahmeerscheinung, sondern selbstverständlich in einer vielfältigen Gesellschaft – und dennoch eine Frage der gemeinsamen Gestaltung. Im Gespräch erzählt sie von ihren Erfahrungen, Herausforderungen und Begegnungen und gibt spannende Einblicke in die Arbeit rund um Migration und Integration.

Jetzt reinhören! Auf Spotify und Apple Podcast 👂


⁠Dieses Wertebündnis Projekt wird gefördert von der Hans Lindner Stiftung und kofinanziert von der Europäischen Union.

Wir waren feiern! 🥳Das Gartenfest der Akademie f. Politische Bildung ist ein festes Ritual im Jahreszyklus der bayerisch...
23/07/2026

Wir waren feiern! 🥳

Das Gartenfest der Akademie f. Politische Bildung ist ein festes Ritual im Jahreszyklus der bayerischen Bildungslandschaft. Was Rang und Namen hat, versammelt sich im Seegrundstück in Tutzing mit Blick auf Wasser und Berge, um sich sinnlich verwöhnen zu lassen.

Angesichts der vielen politischen Fragen, die an diesem Abend rund um uns zwischen Knödeln und Dessert diskutiert wurden, haben wir uns mit philosophischen Kopfsprüngen ins kalte Wasser erfrischt.

Was darf ich hoffen?

Das fragen wir uns und Dich! Was denkst Du? Schreib es uns in die Kommentare.

15/07/2026

Welches Menschenbild wünschen wir uns für die Zukunft?

Die Bundesregierung arbeitet zurzeit an vielen Baustellen gleichzeitig: Rente, Steuern, Gesundheit. Ziel ist es, das System zu stabilisieren und die Bürger*innen zu entlasten. Doch viele der geplanten Veränderungen werden kontrovers diskutiert.

Bestimmte Kassenleistungen fallen weg, die Krankschreibung ab dem ersten Krankheitstag soll kommen, das Bürgergeld wird zur Grundsicherung, die Rentenkommission will das Rentenalter anheben und Minijobs sollen reformiert werden, ein Vorhaben, das von Gewerkschaften und Sozialverbänden teilweise scharf kritisiert wird.

Soziale Sicherungssysteme wurden geschaffen, um Menschen zu unterstützen. Gleichzeitig arbeiten sie mit Regeln, Bedingungen und Konsequenzen. Ihre Ressourcen sind begrenzt: Sie müssen finanzierbar bleiben und funktionieren nur, wenn viele ihren Teil dazu beitragen. Hinter jeder Reform steckt deshalb mehr als eine politische Entscheidung. Sie berührt die Frage, wie wir als Gesellschaft den Menschen sehen.

Gerade deshalb stehen wir vor grundlegenden Fragen: Wie viel Verbindlichkeit braucht ein Sozialsystem? Wo liegen seine Grenzen? Was verstehen wir unter Solidarität? Und wie wollen wir als Gesellschaft füreinander einstehen?

Denn politische Entscheidungen entstehen nicht im luftleeren Raum. Sie sind geprägt von Vorstellungen darüber, warum Menschen in bestimmte Lebenslagen geraten und welche Verantwortung Einzelne und die Gemeinschaft tragen.

Vielleicht ist die entscheidende Frage deshalb nicht nur, welche Reform die richtige ist. Aussagen aus der politischen Debatte über Arbeitsmoral oder Leistungsbereitschaft, werfen deshalb eine grundsätzliche Frage auf: Welchen Blick haben wir auf Menschen, die Unterstützung brauchen?

Welche Haltung wollen wir als Gesellschaft stärken, und wie wollen wir Menschen begegnen, die Unterstützung brauchen?

Adresse

BaierbrunnerStr. 27
Munich
80797

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