07/08/2026
Joseph Rovan, einer der wichtigsten französischen Intellektuellen deutsch-jüdischer Herkunft. Er berichtet in seiner Autobiografie, wie er bereits im Februar 1943 von „der Aktion der jungen Aktivisten der Weißen Rose, Sophie Scholl, Hans Scholl und Christoph Probst“ über den Radiosender BBC erfahren hatte. Zu dieser Zeit war Rovan, geboren als Joseph Rosenthal, in der französischen Resistance. Er habe daraufhin „einer Gruppe junger Widerständler, die in einem Schloß in der Dauphiné, unweit von Lyon, versammelt waren“ von der Ermordung der Geschwister und Christoph Probst berichtet. Die Gruppe machte sich klar, „dass wir - während wir dauernd vor der Polizei des Vichy-Regimes und den profaschistischen Fanatikern Darnands auf der Hut sein mußten - in Deutschland Verbündete hatten. Dieser Krieg den wir führten, war ein großer internationaler Bürgerkrieg.“
Der Vater von Rovan, Erich Rosenthal, war ein Studienfreund von Hermann Probst, Vater von Christoph Probst, der später die Schwester von Erich Rosenthal heiratete. So ist es nicht verwunderlich, dass Joseph Rovan in seiner Autobiografie noch festhält, er habe bei der Nachricht sofort gewusst, „dass dieser Christoph der meine war“.
Zitate aus: Joseph Rovan, Erinnerungen eines Franzosen, der einmal Deutscher war