14/09/2026
🎒 „Jetzt beginnt der Ernst des Lebens.“
Diesen Satz hören morgen wieder viele der rund 132.000 Kinder, die in Bayern eingeschult werden.
Aber mal ehrlich: Wie schrecklich ist dieser Satz eigentlich?
Sprache prägt, wie wir über Schule denken.
Wir „pauken“ für Prüfungen.
Wir müssen „Stoff durchnehmen“.
Wir müssen „bestehen“.
Wir werden bewertet, verglichen und aussortiert.
Und Lernen? Freude? Neugier? Entdecken? Fehler machen dürfen?
Dabei kommen Kinder neugierig in die Schule. Sie wollen lernen. Sie wollen verstehen. Sie wollen die Welt entdecken.
Doch dann beginnt für viele ein Weg voller Hürden:
🎒 1. Klasse: Ankommen – und möglichst schnell im vorgegebenen Takt mitkommen.
⏱️ Lernen im Gleichschritt: Gleiche Zeit, gleicher Stoff, gleiche Anforderungen – obwohl Kinder nicht gleich lernen.
⚖️ Vergleichen: Leistung wird messbar gemacht – und das eigene Können immer wieder ins Verhältnis zu anderen gesetzt.
📝 Proben, Abfragen, Noten: Zeigen, was man zu einem bestimmten Zeitpunkt leisten kann.
🚦 4. Klasse: Mit gerade einmal zehn Jahren entscheidet der Übertritt wesentlich darüber, auf welcher Schulart es weitergeht.
🔄 Nicht geschafft? Wiederholen, Schulart wechseln, abschulen, neu einordnen.
🎓 Abschlüsse: Immer wieder beweisen, dass man die Anforderungen des Systems erfüllt.
Vielleicht sollten wir endlich die Schule verändern, damit wir sagen können:
💜 „Jetzt beginnt eine Zeit, in der du entdecken darfst, was in dir steckt.“
Morgen beginnt für rund 1,8 Millionen Schüler*innen in Bayern ein neues Schuljahr.
Sie brauchen keine Schule, die Kinder passend für das System macht.
Sie brauchen eine Schule, die zu den Kindern passt.
Und genau deshalb gehen wir am Samstag auf die Straße.
📣 19.09.2026 – Bundesweiter Bildungsprotest
📍 München | Rindermarkt | ab 10:30 Uhr
📍 Nürnberg | Kornmarkt | ab 14:30 Uhr
Für eine Schule, in der nicht der Lehrplan, die Note und die Selektion im Mittelpunkt stehen – sondern das Kind. 💜🧡