14/08/2026
Gut durch heiße Tage – besonders in der häuslichen Pflege
Hohe Temperaturen können für ältere und pflegebedürftige Menschen besonders belastend sein. Gerade bei Bettlägerigkeit, Demenz und Medikamenteneinnahme besteht ein erhöhtes Risiko.
Hitze verstärkt bei Menschen mit Demenz zudem oft aggressive Stimmungen, Unruhe und Verwirrtheit. Grund dafür sind Flüssigkeitsmangel, körperliche Überlastung und eine eingeschränkte Temperaturwahrnehmung.
Ausreichend trinken
Achten Sie auf eine ausreichende Trinkmenge – als Orientierung gelten 1,5 bis 2 Liter pro Tag. Ein Trinkprotokoll kann helfen, den Überblick zu behalten. Bei Herz- oder Nierenschwäche kann eine hohe Trinkmenge jedoch schädlich sein. Im Zweifel sollte die Trinkmenge mit dem Hausarzt abgestimmt werden.
Für Abkühlung sorgen
• Wohn- und Schlafräume tagsüber abdunkeln
• regelmäßig lüften, besonders morgens und nachts
• Zugluft vermeiden
• luftige, helle Kleidung und gegebenenfalls eine Kopfbedeckung wählen
• mit mäßig kalten Waschlappen oder Armbädern kühlen
Wasserreiche Lebensmittel anbieten
Gurke, Tomate oder Melone können eine gute Ergänzung sein. Auch Schorle oder Früchtetee können angeboten werden. Bei Diabetes sollte auf zuckerhaltige Getränke geachtet werden.
Bei Bettlägerigkeit
Möglichst wenige Kissen und Lagerungshilfen verwenden. Ein saugfähiges Handtuch auf dem Kopfkissen kann regelmäßig gewechselt werden.
Achtung bei Anzeichen von Hitzebelastung:
Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Schwäche, erhöhte Körpertemperatur, trockene Haut oder Verwirrtheit können gesundheitliche Folgen von Hitze sein. Bei akuten Beschwerden wie Kreislaufproblemen, Kopfschmerzen oder Erbrechen sollte ein Arzt kontaktiert werden.
Gerade an heißen Tagen gilt: aufmerksam sein, regelmäßig trinken und für Abkühlung sorgen.