10/06/2026
Mit einer Demenz verändert sich oft die Wahrnehmung der Umgebung. Orientierung fällt schwerer, Kontraste werden schlechter erkannt und alltägliche Dinge können „unsichtbar“ werden. Deshalb kann eine angepasste Wohnumgebung viel Sicherheit und Selbstständigkeit erhalten.
Besonders Farben spielen dabei eine wichtige Rolle: Die Farbe Rot wird häufig am längsten wahrgenommen. Rote Markierungen oder Accessoires können deshalb helfen, wichtige Bereiche besser zu erkennen – zum Beispiel die Toilettentür, den Toilettensitz oder den Weg ins Bad. Auch in der Küche kann Orientierung unterstützt werden: Ein freistehender Kühlschrank oder gut sichtbare Markierungen sind oft leichter zu erkennen als ein unauffälliger Einbaukühlschrank.
Ebenso wichtig sind gute Lichtverhältnisse. Helle, gleichmäßige Beleuchtung reduziert Unsicherheiten und kann Stürzen vorbeugen. Dunkle Ecken, starke Schatten oder blendendes Licht wirken dagegen oft verwirrend. Zusätzlich sollten Stolperfallen wie lose Teppiche, Kabel oder herumstehende Gegenstände möglichst entfernt werden.
Ziel der Wohnraumanpassung ist nicht Perfektion, sondern Sicherheit, Orientierung und Lebensqualität. Oft sind es kleine Veränderungen, die den Alltag für Menschen mit Demenz spürbar erleichtern – und Ihnen helfen, möglichst lange selbstständig in Ihrer vertrauten Umgebung zu leben.
Eine individuelle Beratung erhalten Sie beim Kompetenzzentrum Wohnen in München oder bei uns.
Übrigens: Wussten Sie, dass Alten- und Service-Zentren (ASZ) präventive Hausbesuche anbieten mit dem Ziel, so lange wie möglich in Ihrer vertrauten Umgebung bleiben zu können? Fragen Sie gleich in Ihrem ASZ nach einem Termin!