17/08/2026
„Die Blackbox Russland ist noch viel schwärzer geworden.“
Seit fast acht Jahren berichtet Silke Bigalke für die Süddeutsche Zeitung aus Moskau. Inzwischen ist sie dort die einzige SZ-Korrespondentin mit Akkreditierung. Viele westliche Journalist:innen haben Russland verlassen, zahlreiche unabhängige russische Kolleg:innen sind ins Exil gegangen, untergetaucht oder wurden inhaftiert.
Die Arbeit für ausländische Korrespondent:innen ist schwieriger geworden – für russische Journalist:innen nahezu unmöglich. Neue Zensurgesetze, Überwachung und die Gefahr von Festnahmen bestimmen den journalistischen Alltag.
Beim BJV wurde Silke Bigalke für ihre Recherchen aus Russland zur „Bayerischen Journalistin des Jahres 2026“ gewählt. Im Gespräch erzählt sie, wie sie trotz der Risiken versucht, möglichst genau zu beschreiben, was in Russland passiert. Besonders wichtig ist ihr dabei der Schutz ihrer Gesprächspartner:innen, die mitunter selbst Repressionen ausgesetzt sind.
Warum sie trotzdem bleibt? Weil Berichterstattung aus Russland nicht durch Analysen aus der Ferne ersetzt werden kann. „Es braucht weiter die Nähe und das Gespräch“, sagt Bigalke.
Im neuen BJVreport erzählt sie von ihrem Alltag als Korrespondentin, den immer enger werdenden Spielräumen für Journalismus und der Bedeutung von Pressefreiheit – gerade dort, wo sie am stärksten unter Druck steht.
👉 Zum Artikel von Michaela Schneider : https://www.bjv.de/blog/silke-bigalke-journalismus-russland-pressefreiheit/
Foto: Maximilian Beck