Desideria

Desideria Desideria Care setzt sich für eine demenzfreundliche Gesellschaft ein. Wir sensibilisieren für das Th

Viele pflegende Angehörige zögern, ihre Situation im Beruf anzusprechen. Zu groß ist die Sorge vor Stigmatisierung oder ...
21/08/2026

Viele pflegende Angehörige zögern, ihre Situation im Beruf anzusprechen. Zu groß ist die Sorge vor Stigmatisierung oder beruflichen Nachteilen. Gleichzeitig lässt sich Care-Arbeit irgendwann nicht mehr einfach „wegorganisieren“.

Unsere Vorständin Anja Kälin kennt diese Situation aus eigener Erfahrung. Als ihre an Demenz erkrankte Mutter während der Arbeitszeit zunehmend Unterstützung brauchte, entschied sie sich für ein offenes Gespräch mit ihrer Vorgesetzten. Für sie war das eine große Entlastung.

🗨Im Interview spricht sie darüber, warum es wichtig ist, nicht erst zu warten, bis alles zusammenbricht, welche Anlaufstellen Beschäftigte nutzen können und warum auch Unternehmen von einer offenen Pflegekultur profitieren.

Denn Vereinbarkeit von Beruf und Pflege ist keine rein private Aufgabe. Es braucht Mitarbeitende, die Unterstützung annehmen können – und Unternehmen, die Strukturen schaffen, in denen das möglich ist.

Pflege ist ein Marathon, kein Sprint. Und niemand sollte ihn allein bewältigen müssen.

👉 Das ganze Interview mit Anja Kälin gibt es auf unserer Website: https://www.desideria.org/aktuelles/vereinbarkeit-von-beruf-und-pflege-reden-entlastet-und-zwar-alle-seiten

Wenn Worte weniger werden, bedeutet das nicht, dass Kontakt unmöglich wird. Menschen mit Demenz kommunizieren weiter – ü...
19/08/2026

Wenn Worte weniger werden, bedeutet das nicht, dass Kontakt unmöglich wird. Menschen mit Demenz kommunizieren weiter – über Blicke, Mimik, Gesten, Haltung und Berührung.

In unserer kostenfreien Experten-Session zeigt Dr. Astrid Steinmetz, wie Angehörige diese nonverbalen Signale besser verstehen und die eigene Körpersprache bewusster einsetzen können. Anhand konkreter Beispiele wird deutlich: Auch ohne Worte können echte Momente der Begegnung entstehen.

📅 Dienstag, 29.09.2026
⏰ 18:30–19:30 Uhr
💻 Digital & kostenfrei

Wir freuen uns auf einen spannenden Abend und viele neue Impulse für die Kommunikation mit Menschen mit Demenz.

Jetzt anmelden: https://www.desideria.org/ueber-desideria/dr-astrid-steinmetz

❓Ist jetzt der richtige Zeitpunkt für einen Pflegedienst? Ist ein Umzug in eine Tagespflege oder ein Pflegeheim schon no...
17/08/2026

❓Ist jetzt der richtige Zeitpunkt für einen Pflegedienst? Ist ein Umzug in eine Tagespflege oder ein Pflegeheim schon notwendig – oder noch zu früh?

Die Wahrheit ist: Es gibt selten die eine richtige Entscheidung. Angehörige müssen oft unter Unsicherheit entscheiden – ohne medizinische Ausbildung, ohne Erfahrung und mit einer großen Verantwortung. Das kann sehr belastend sein.

Was in dieser Situation hilft, ist der Austausch mit anderen. Zu hören, wie andere Familien ähnliche Herausforderungen erlebt haben. Gemeinsam zu überlegen, welche Möglichkeiten es gibt. Und zu merken: Ich bin mit meinen Fragen und Zweifeln nicht allein.

Genau dafür bieten wir bei Desideria unsere kostenfreien Online-Angehörigenseminare an. Sie verbinden fundiertes Wissen mit dem Austausch unter Angehörigen – und schaffen Orientierung in einer Situation, in der es oft keine einfachen Antworten gibt.

Denn manchmal ist das Wertvollste nicht die perfekte Lösung, sondern das Gefühl, gemeinsam einen Weg zu finden.

👉Mehr Informationen zu unseren kostenfreien Angehörigenseminaren findet ihr auf unserer Website: https://www.desideria.org/angebote-fuer-angehoerige/angehoerigenseminare

Körperpflege bei Demenz ist ein Thema, über das viele Angehörige kaum sprechen – obwohl es den Alltag stark prägt. Dusch...
15/08/2026

Körperpflege bei Demenz ist ein Thema, über das viele Angehörige kaum sprechen – obwohl es den Alltag stark prägt. Duschen, Mundhygiene oder Inkontinenz können emotional belastend sein und Gefühle wie Scham, Überforderung oder sogar Ekel auslösen. Viele Betroffene fühlen sich mit diesen Gedanken allein, obwohl sie menschlich und nachvollziehbar sind.

🗨Gerade deshalb kann Offenheit entlasten. Im Austausch mit anderen Angehörigen wird oft deutlich: Diese Herausforderungen kennen viele Familien. Auch das bessere Verständnis dafür, warum Menschen mit Demenz Körperpflege manchmal ablehnen oder als bedrohlich empfinden, kann helfen, Konflikte anders einzuordnen.

In ihrer Demenzkolumne schreibt Désirée von Bohlen und Halbach darüber, warum Körperpflege bei Demenz so herausfordernd sein kann – und weshalb Unterstützung anzunehmen kein Scheitern ist.

👉Diese und weitere Kolumnen sind auf unserer Website nachzulesen. https://www.desideria.org/hilfe-rat/demenz-verstehen-die-monatliche-kolumne-von-desiree-von-bohlen-und-halbach

Kochen kann für Menschen mit Demenz weit mehr sein als die Zubereitung einer Mahlzeit. Vertraute Handgriffe, bekannte Ge...
13/08/2026

Kochen kann für Menschen mit Demenz weit mehr sein als die Zubereitung einer Mahlzeit. Vertraute Handgriffe, bekannte Gerüche und Lieblingsrezepte wecken Erinnerungen, fördern Selbstständigkeit und stärken das Selbstwertgefühl.

Mit fortschreitender Demenz können jedoch Herausforderungen entstehen: Zutaten werden vergessen, Arbeitsschritte verwechselt oder Gefahren wie heiße Herdplatten und scharfe Messer nicht mehr richtig eingeschätzt.

Hilfreich im Alltag sind:
✔ einfache und vertraute Rezepte wählen
✔ Arbeitsschritte klar strukturieren
✔ gemeinsam statt allein kochen
✔ feste Routinen schaffen
✔ für eine sichere Küchenumgebung sorgen
✔ Erfolgserlebnisse ermöglichen statt Perfektion erwarten

Oft steht nicht das Ergebnis im Mittelpunkt, sondern das gemeinsame Tun. Der Duft eines Apfelkuchens, das Schneiden von Gemüse oder das Rühren im Teig können Erinnerungen wecken, Gespräche anregen und schöne gemeinsame Momente schaffen.

Kochen kann so zu einer wertvollen Form der Teilhabe werden – und zu einer Aktivität, die Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen verbindet.

👉 Welche Rolle Ernährung spielt, lest ihr in unserem Demenzwissen-Beitrag: https://www.desideria.org/demenz/demenzglossar/ernaehrung

Wer pflegt, denkt oft zuletzt an sich selbst, auch beim Schlafen. Dabei schützt guter Schlaf Körper und Psyche. Ein schl...
11/08/2026

Wer pflegt, denkt oft zuletzt an sich selbst, auch beim Schlafen. Dabei schützt guter Schlaf Körper und Psyche. Ein schlechter Schlaf kann ein Risikofaktor für die Entstehung einer Demenz sein. In der neuen Folge von „Leben. Lieben. Pflegen" spricht Host Peggy Elfmann mit Schlafmedizinerin Dr. Ambra Stefani darüber, warum der eigene Schlaf keine Nebensache ist. Und die Expertin erklärt, wie Angehörige auf typische Schlafstörungen von Menschen mit Demenz eingehen können.

🎙Hört gerne hinein in die neue Episode: https://www.desideria.org/hilfe-rat/podcast-leben-lieben-pflegen

🎵 Wusstest du, dass das musikalische Gedächtnis selbst in fortgeschrittenen Stadien einer Alzheimer-Erkrankung oft weitg...
08/08/2026

🎵 Wusstest du, dass das musikalische Gedächtnis selbst in fortgeschrittenen Stadien einer Alzheimer-Erkrankung oft weitgehend erhalten bleibt? Während viele Hirnareale bereits von der Erkrankung betroffen sind, zeigt das Areal des musikalischen Langzeitgedächtnisses häufig nur geringe Veränderungen.

Deshalb ist Musik weit mehr als schöne Unterhaltung. Sie kann Menschen mit Demenz auf besondere Weise erreichen und im Alltag unterstützen.

🎶 Forschung zeigt unter anderem:

✅ Gedächtnis-Booster: Gesungene Texte bleiben oft besser im Gedächtnis als gesprochene Informationen.

✅ Mehr Sicherheit: Rhythmik und Tanz können die Gangsicherheit fördern und das Sturzrisiko verringern.

✅ Weniger Unruhe: Musik kann Apathie, Angst oder Unruhe positiv beeinflussen – ganz ohne medikamentöse Nebenwirkungen.

✅ Mehr Lebensqualität: Gemeinsames Singen, Musizieren oder Tanzen stärkt nicht nur die Kognition, sondern auch die soziale Verbundenheit und das emotionale Wohlbefinden.

Welche Erfahrungen hast du mit Musik bei Demenz gemacht? Hat ein bestimmtes Lied schon einmal Erinnerungen geweckt oder für einen besonderen Moment gesorgt? Teile deine Erfahrungen gerne in den Kommentaren.

Mehr über die Rolle von Musik bei Demenz erfährst du in unserer Rubrik Demenzwissen:
https://www.desideria.org/demenz/demenzglossar/musik

🌙Es gibt diese Nächte, in denen an Schlaf nicht zu denken ist, weil der Angehörige mit Demenz wach oder unruhig ist. In ...
06/08/2026

🌙Es gibt diese Nächte, in denen an Schlaf nicht zu denken ist, weil der Angehörige mit Demenz wach oder unruhig ist. In der neuen Folge spricht Host Peggy Elfmann mit der Schlafmedizinerin Dr. Ambra Stefani von der Universität Innsbruck darüber, wie eine Demenz den Schlaf verändert, was hinter Sundowning und der REM-Schlaf-Verhaltensstörung steckt und was Angehörige tun können, um Schlafstörungen zu regulieren. Oft helfen auch einfache Strategien, jenseits von Medikamente. Welche das sind, erklärt die Schlaf-Expertin in dieser Folge.

👉https://www.desideria.org/hilfe-rat/podcast-leben-lieben-pflegen

04/08/2026

😴Eine Demenzerkrankung kann das Schlafverhalten verändern. In dieser Episode von „Leben. Lieben. Pflegen" spricht Peggy Elfmann mit der Schlafmedizinerin Dr. Ambra Stefani vom Zentrum für Schlafmedizin an der Medizinischen Universität Innsbruck darüber, warum eine Demenz den Schlaf-Wach-Rhythmus durcheinanderbringt, was hinter Sundowning und der REM-Schlaf-Verhaltensstörung steckt – und wie Angehörige trotzdem zu ihrem eigenen Schlaf kommen und warum das so wichtig für die eigene Gesundheit ist.

👉Hört gerne hinein in die neue Episode, überall wo es Podcasts gibt und auf www.lebenliebenpflegen.de

"Ich schäme mich dafür, dass mein Angehöriger sich öffentlich “seltsam” verhält.""Ich schäme mich, weil ich manchmal wüt...
03/08/2026

"Ich schäme mich dafür, dass mein Angehöriger sich öffentlich “seltsam” verhält."
"Ich schäme mich, weil ich manchmal wütend werde."
"Ich schäme mich, Hilfe anzunehmen."

Scham gehört zu den Gefühlen, über die pflegende Angehörige nur selten sprechen. Und doch begegnet sie vielen Familien – besonders dann, wenn eine Demenz das Leben verändert.

Dabei betrifft Scham nicht nur den Menschen mit Demenz. Auch Angehörige erleben sie.

Menschen mit Demenz können sich schämen, weil sie Hilfe bei der Körperpflege oder beim Toilettengang brauchen, weil sie Termine vergessen, vertraute Menschen nicht mehr erkennen oder ihr Verhalten in der Öffentlichkeit auf Unverständnis stößt. Angehörige wiederum schämen sich häufig dafür, intime Pflege übernehmen zu müssen, sich überfordert zu fühlen, Ekel bei der Versorgung zu empfinden oder den eigenen Ansprüchen nicht gerecht zu werden.

Das Tückische an Scham ist: Sie macht sprachlos. Statt darüber zu reden, ziehen sich viele zurück. Dabei ist Scham kein Zeichen von Schwäche, sondern ein zutiefst menschliches Gefühl. Sie zeigt oft, dass persönliche Grenzen berührt werden oder eine Situation als belastend erlebt wird.

Gerade bei Demenz lohnt es sich deshalb, Scham nicht zu verdrängen, sondern ihr mit Verständnis zu begegnen. Im ZQP-Ratgeber “Scham - Praxistipps für den Pflegealltag” finden Sich hilfreiche Impulse.

Was helfen kann:
- Scham auszusprechen, statt sie zu verstecken.
- Die eigenen Grenzen ernst zu nehmen und Hilfe anzunehmen.
- Die Intimsphäre des Menschen mit Demenz so gut wie möglich zu schützen.
- Nicht zu bewerten, sondern Verständnis zu zeigen – auf beiden Seiten.
- Sich bewusst zu machen: Niemand muss in der Pflege alles allein schaffen.

Scham verschwindet nicht dadurch, dass wir sie ignorieren. Sie verliert jedoch oft an Macht, wenn wir ihr einen Namen geben.

🗨Was habt ihr schon für Erfahrungen mit Scham gemacht? Teilt sie gern in den Kommentaren mit uns.

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