club_der_hobbykoeche

club_der_hobbykoeche Präsident: Stefan Scheider
Vizepräsident: Robert Bockmeier
Schriftführer: Jörg Fricke
Kassenwart: Fred Portenlänger

VIII. Sablé mit Lemoncurd – Meringue und Zitronenbaiser mit Nougatparfait-Praline sowie piemontesischer Haselnuss* * * *...
22/02/2026

VIII. Sablé mit Lemoncurd – Meringue und Zitronenbaiser mit Nougatparfait-Praline sowie piemontesischer Haselnuss
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Mit dem Sablé mit Lemoncurd, Meringue und Zitronenbaiser, ergänzt um eine Nougatparfait-Praline mit piemontesischer Haselnuss, setzte Benjamin ein finales
Ausrufezeichen. Optisch wirkte der Teller wie direkt aus der Sterne-Pâtisserie– präzise, elegant und zugleich verspielt.
Thomas brachte den Referenzrahmen auf den Punkt: „Ellie Seidel at its best!“ Kniepi war deutlich weniger zurückhaltend: „Könnt ich mir noch zwanzig gönnen!“ Auch von
Gästeseite kam ein klares Urteil: „Großartig, einfach großartig!“ Die Bewertung folgte folgerichtig: Doppeldaumen und Bratzn– ohne jede Einschränkung.
Ein Abschluss von großer Finesse und Klarheit, der den Abend rund machte und keinen Zweifel ließ: So endet große Küche.

VII. Bienenstich – Rhabarber, Mandeln & Tahiti-Vanille* * * * *Mit dem Bienenstich, interpretiert mit Rhabarber, Mandeln...
21/02/2026

VII. Bienenstich – Rhabarber, Mandeln & Tahiti-Vanille
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Mit dem Bienenstich, interpretiert mit Rhabarber, Mandeln und Tahiti-Vanille, betrat das Menü seine süße Phase – und tat dies mit Nachdruck. Bereits die Optik sorgte für
ungläubiges Staunen. Kniepi brachte es spontan auf den Punkt: „Unfassbar.“ Die Vanille spielte dabei eine tragende Rolle – Tahiti sei Dank–
, tief, floral und präsent, ohne je
dominant zu wirken.
Inhaltlich zeigte sich der Gang extrem abwechslungsreich, präzise komponiert und voller Kontraste. Für Kniepi stand das Urteil bereits jetzt fest: bestes Essen bisher
überhaupt– und ausdrücklich inklusive der Weine, die den Abend auf gleichem Niveau begleiteten. Frank zog ein ebenso deutliches Resümee: Trotz vieler Besuche in
Sternerestaurants schlage dieses Essen fast alles, was er dort bisher erlebt habe. Respekteinflößend, beeindruckend und sagenhaft– ein Abend, an den man noch lange
zurückdenken wird.
Ein Dessert, das nicht nur abschloss, sondern krönte.

VI. Bergkäse „Ureiche“ – Bittersalate und Zwiebel* * * * *Mit dem Bergkäse „Ureiche“, begleitet von Bittersalaten und Zw...
20/02/2026

VI. Bergkäse „Ureiche“ – Bittersalate und Zwiebel
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Mit dem Bergkäse „Ureiche“
, begleitet von Bittersalaten und Zwiebel, folgte ein Gang, der zunächst durch radikale Reduktion irritierte. Auf dem Teller scheinbar nur Käse –
die unausgesprochene Frage lag in der Luft: Was kommt da wohl noch? Die Antwort war ebenso leise wie überwältigend.
Was folgte, entpuppte sich als sagenhafte Komposition. Alles, wirklich alles auf diesem Teller hatte Sinn, Tiefe und Balance. Kniepi brachte es begeistert auf den Punkt: „Alles,
alles was auf diesem Teller ist, ist der Hammer! Unglaublich.“ Fred setzte nach und zog ein großes Fazit: „Bestes Essen bisher überhaupt – ein Traum!“
Ein Käsegang, der weit über seine Rolle hinauswuchs – klar, konzentriert und von beeindruckender Wirkung.

V. Tourte de Pigeon – Taubenbrust und Entenstopfleber, dazu Morcheln in Sauce Albufera* * * * *Mit der Tourte de Pigeon–...
19/02/2026

V. Tourte de Pigeon – Taubenbrust und Entenstopfleber, dazu Morcheln in Sauce Albufera
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Mit der Tourte de Pigeon– Taubenbrust und Entenstopfleber, begleitet von Morcheln in Sauce Albufera– erreichte das Menü seinen dramatischen Höhepunkt. Ein Gang,
der Respekt einforderte und ihn vollständig zurückzahlte. Der Zubereitungskommentar allein ließ aufhorchen: „Gans unter der Taube…“– was zunächst rätselhaft klang,
entpuppte sich geschmacklich als ebenso gewagt wie brillant.
Die Reaktionen ließen keinen Raum für Diskussion. Albert brachte es unmissverständlich auf den Punkt: „Wenn du das nicht isst, bist du selber schuld!“ Fred zeigte sich
überrascht: „Alles anders gemacht als gedacht – schmeckt einfach unglaublich gut.“ Rolf verfiel spontan in ein anerkennendes „Gurugurugurugura!“, während Kniepi die
entscheidende Frage stellte – und selbst beantwortete: „Wo war die Stopfleber jemals besser? Nirgends!“
Ein Gang von großer Tiefe und Souveränität, getragen von einer perfekt eingebundenen Albufera, kraftvoll, rund und ohne jede Schwere. Spätestens hier war klar: Das ist
kein gutes Kochen mehr – das ist Hochküche.

IV. Rotbarbe – Schwarzer Knoblauch, Couscous, Joghurt und Plankton* * * * *Mit der Rotbarbe, begleitet von schwarzem Kno...
18/02/2026

IV. Rotbarbe – Schwarzer Knoblauch, Couscous, Joghurt und Plankton
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Mit der Rotbarbe, begleitet von schwarzem Knoblauch, Couscous, Joghurt und Plankton, erreichte der Abend einen weiteren Höhepunkt. Allein der Umstand, dass es zum
Glück einen Planktonzüchter in Spanien gibt, wurde anerkennend vermerkt – noch überzeugender war allerdings das, was daraus entstand. Während noch Fotos gemacht
wurden, verriet bereits der Geruch, wohin die Reise ging. Der implizite Konsens: Essen ist sinnvoller als zwanzig Fotos. Zugegeben – ein besserer Zoom hätte nicht geschadet.
Die Bewertung fiel erneut eindeutig aus: Doppeldaumen. Frank zeigte sich überrascht und begeistert zugleich: „Endlich mal eine Paprikazubereitung, die mir als erklärtem
Paprikahasser enorm schmeckt.“ Thomas hob die innere Stimmigkeit des Gangs hervor, insbesondere das sehr runde Saucenbild und die harmonische Verbindung mit dem
Wein. Das Plankton selbst drängte sich nicht in den Vordergrund, sondern wirkte subtil strukturierend – ein Detail für Kenner.
Kniepi schwärmte von der Konsistenz der Rotbarbe, die perfekt mit dem Wein zusammenspielte: Die leichte Süße des Weins griff die feine Schärfe der Sauce ideal auf. Rolf
setzte schließlich das Ausrufezeichen: „In der Sterneküche kriegst du das nicht besser.“ Der Tenor war eindeutig: Der Wein für sich genommen unscheinbar – mit dem Essen
ein Traum. So muss es sein. Ein perfekt gewählter Speisenbegleiter zu einem großartigen Gang.

III. Loup de Mer – Koshihikari, Apfel, Sellerie und Lauch* * * * *Mit dem Loup de Mer auf Koshihikari, begleitet von Apf...
17/02/2026

III. Loup de Mer – Koshihikari, Apfel, Sellerie und Lauch
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Mit dem Loup de Mer auf Koshihikari, begleitet von Apfel, Sellerie und Lauch, setzte Benjamin die Reise bewusst leiser fort. Ein Gang, der weniger über Wucht kam, sondern
über Konsistenz und Spannung. Der Fisch überzeugte durch eine sehr feine Textur, perfekt präsentiert, saftig und präzise. Der Gewürzeindruck überraschte – ganz anders als
erwartet, eher kühl und klar als warm und opulent.
Diskutiert wurden vor allem die deutlich gesetzten Säurespitzen, die dem Gang Frische und Zug verliehen, gleichzeitig aber auch für Gesprächsstoff sorgten. Mit einem
Augenzwinkern wurde er als der bisher schwächste Gang bezeichnet – allerdings nur, weil der interne Maßstab inzwischen bei 15 von 10 Punkten lag. Folgerichtig blieb für
diesen Gang „nur“ eine Bewertung von 11 von 10 Punkten.
Ein Zwischengang, der bewusst Kontrast schuf, den Gaumen neu ausrichtete und zeigte, dass hier nicht einfach weiter eskaliert, sondern klug komponiert wurde.

II. Schweinebauch à la Chinoise – Geräucherte Sauce Hollandaise, Eiskraut, Sesam, Radi & Umamiboullion* * * * *Mit dem S...
16/02/2026

II. Schweinebauch à la Chinoise – Geräucherte Sauce Hollandaise, Eiskraut, Sesam, Radi & Umamiboullion
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Mit dem Schweinebauch à la Chinoise schaltete Benjamin endgültig in den Ausnahmezustand. Sechs bis acht Tage Zubereitungszeit, sous-vide gegart, flankiert von
geräucherter Sauce Hollandaise, Eiskraut, Sesam, Radi, Umami-Bouillon und einer tief aromatischen Shiitake-Crème– was hier auf den Teller kam, wirkte von der ersten
Sekunde an brutal stabil.
Die Textur sorgte für ungläubiges Kopfschütteln: wahnsinnig zart, das Fett zugleich raus und drin, schwerelos und doch präsent. Alles wirkte frisch, durch und durch frisch,
trotz – oder gerade wegen – der Tiefe. Thomas merkte trocken an, dass er Fett normalerweise nie esse– hier aber sehr wohl. Ein größeres Kompliment war kaum denkbar .
Das Urteil fiel einstimmig: alle Doppeldaumen, dazu drei Bratzn von den Gevattern. Fred legte nach: „Die beste Sache, die ich je gegessen habe.“ Und ergänzte mit einem
Augenzwinkern, dass Zutaten per Express aus Tokio eingeflogen wurden – zum Glück sei der 1. Mai kein Feiertag in Japan. Frank war kurz und eindeutig: „Bester
Schweinebauch ever.“ Kniepi brachte es auf den Punkt: „Hey Protokollführer, deine Arbeit ist total einfach – es ist einfach: geil, geil, geil!“
Als Fred schließlich ironisch feststellte, bis jetzt sei noch kein großer Fehler passiert, ging Gelächter durch die Runde – verbunden mit großer Anerkennung.
Ein Gang, der keine Fragen offenließ.

I. Frittiertes Hühnerbein – Weißer Spargel, Sauce Hollandaise und geröstete Pistazie* * * * *Nach 14 Tagen Vorbereitung ...
15/02/2026

I. Frittiertes Hühnerbein – Weißer Spargel, Sauce Hollandaise und geröstete Pistazie
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Nach 14 Tagen Vorbereitung trat Benjamin an diesem Abend als klarer Jungstar des Kochclubs an. Elf Gevattern und zwei Gäste nahmen Platz, die Erwartung war hoch – und
wurde bereits mit dem ersten Gang mühelos erfüllt. Thomas brachte es später auf den Punkt: In all den Jahren des Kochens habe er niemanden in diesem Alter erlebt, der auf
diesem Niveau koche. Mehr noch: Es stelle sich ernsthaft die Frage, wie eine Weiterentwicklung überhaupt noch aussehen solle– höher gehe es kaum. Was für eine Kunst.
Der Auftakt: Frittiertes Hühnerbein, weißer Spargel, Sauce Hollandaise und geröstete Pistazie– eine frische, moderne Version eines deutschen Klassikers. Das Huhn
extrem knusprig, der Spargel perfekt gegart, die Textur super crunchy, die Aromen präzise aufeinander abgestimmt. Nichts stand für sich, alles war integriert. Das Urteil:
Doppeldaumen.
Die Reaktionen waren eindeutig. Florian: „Super, ich nehme noch eine zweite Portion.“ Kniepi: „Wahnsinn – das müsste viel mehr sein!“ Frank analysierte nüchtern: „Alles
unglaublich integriert.“ Und Fred setzte den Schlusspunkt: Privat habe er noch nie besser gegessen als bei Benni.
Une interprétation fidèle, sans artifice.

Menü1. Frittiertes HühnerbeinWeißer Spargel, Sauce Hollandaise und geröstete Pistazie2. Schweinebauch à la ChinoiseGeräu...
14/02/2026

Menü
1. Frittiertes Hühnerbein
Weißer Spargel, Sauce Hollandaise und geröstete Pistazie
2. Schweinebauch à la Chinoise
Geräucherte Sauce Hollandaise, Eiskraut, Sesam, Radi &
Umamiboullion
3. Loup de Mer
Koshihikari, Apfel, Sellerie und Lauch
4. Rotbarbe
Schwarzer Knoblauch, Couscous, Joghurt und Plankton
5. Tourte de Pigeon
Taubenbrust und Entenstopfleber, dazu Morcheln in Sauce Albufera
6. Bergkäse „Ureiche“
Bittersalate und Zwiebel
7. Bienenstich
Rhabarber, Mandeln & Tahiti-Vanille
8. Sablé mit Lemoncurd
Meringue und Zitronenbläser
Nougatparfait-Praline mit piemontesischer Haselnuss

ApfelZum Ausklang wurde es wohlig und bodenständig: Ein Apfelkompott, fein zimtig, angenehm fruchtig und erfreulich unpa...
13/02/2026

Apfel
Zum Ausklang wurde es wohlig und bodenständig: Ein Apfelkompott, fein zimtig, angenehm fruchtig und erfreulich unpappig – ein
Dessert ohne Zuckerschock, dafür mit ehrlichem Charakter.
Obenauf lag eine dünne Scheibe, die sich als zarter Pfannkuchen entpuppte – optisch hübsch, beim Essen stelle sich diese
Konstruktion aber als ein etwas herausfordernder Balanceakt heraus.
Eine einzelne Himbeere setzte den farblichen Akzent, etwas Puderzucker sorgte für dezente Patissier-Romantik. Dazu wurde
stilecht ein Apfelbrand gereicht – in unserem Fall ein fassgelagerter Fassbind „Vieille Pomme“. Warm, rund, mit sanfter Holznote:
genau der richtige Begleiter zum Abschied.

HirschDer Hauptgang kam klassisch und mit klarer Handschrift auf den Teller. Der Hirschrücken, eine Stunde sous vide geg...
12/02/2026

Hirsch
Der Hauptgang kam klassisch und mit klarer Handschrift auf den Teller. Der Hirschrücken, eine Stunde sous vide gegart, zeigte sich
irgendwo zwischen medium und rare, zart, saftig und mit weichem Biss.
Das getrüffelte Kartoffelpüree legte sich cremig und aromatisch unter das Fleisch, elegant, ohne zu dominieren. Daneben die
Rotweinreduktion, die laut Chefkoch aus Knochen gezogen war: tief, konzentriert, mit deutlicher Rosmarinnote. Einzig die Salzkrümel
meinten es stellenweise etwas zu gut mit uns,
Optisch präsentierte sich der Gang klar und aufgeräumt: das rosa Fleisch im Mittelpunkt, flankiert vom samtigen Püree und der dunkel
glänzenden Sauce – klassisches Handwerk ohne Effekthascherei.

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Munich
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