03/08/2026
12 Jahre nach dem Genozid an den Êzîd:innen
Am 3. August 2014 begann der Angriff der Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) auf Şengal (Sinjar). Tausende Êzîd:innen wurden ermordet, verschleppt und Opfer schwerster Menschenrechtsverbrechen. Hunderttausende Menschen wurden zur Flucht gezwungen und verloren ihre Heimat.
Zwölf Jahre später erinnern wir an die Opfer dieses Genozids und stehen solidarisch an der Seite der êzîdischen Gemeinschaft. Ihr Leid darf nicht vergessen werden. Die Erinnerung an die Verbrechen von Şengal verpflichtet uns, weiterhin für Menschenrechte, Religionsfreiheit und den Schutz von Minderheiten einzutreten.
Kamiran Issa, Vorsitzender der Kurdischen Gemeinde München e.V.:
„Das Gedenken an den Genozid an den Êzîd:innen ist nicht nur eine Erinnerung an die Opfer der Vergangenheit, sondern auch ein Auftrag für die Gegenwart und Zukunft. Wir müssen gemeinsam dafür sorgen, dass solche Verbrechen nicht in Vergessenheit geraten und dass bedrohte Minderheiten weltweit Schutz und Anerkennung erfahren. Die êzîdische Gemeinschaft verdient Gerechtigkeit, Sicherheit und die Möglichkeit, in Würde und Frieden zu leben.“
Wir gedenken der Opfer und bekräftigen unsere Solidarität mit allen Êzîd:innen.