17/04/2026
Gestern wurde mit den ersten Arbeiten zur Vorbereitung für das Anlegen von Blühflächen auf dem Areal unseres Lehrgartens begonnen. Die beiden alten Hochbeete wurden versetzt und die nunmehr überflüssigen Bodenplatten entfernt. Im Anschluss soll der Boden gefräst und mit der Aussaat begonnen werden.
Auch auf weiteren Flächen möchten wir Blühflächen bzw. Blühtreifen zum Zwecke des Insektenschutzes anlegen.
In Deutschland sind laut einer Studie seit 1989 fast 75 Prozent aller Insekten verschwunden. Betroffen sind fast alle Insektenarten, von Wild- und Honigbienen, über Hummeln und Blattkäfern bis hin zu Schmetterlingen. Dies hat weitreichende Folgen für die Ökosysteme insgesamt und bedroht darüber hinaus unsere Lebensgrundlagen. Zum einen bestäuben Insekten wie Hummeln und Bienen, aber auch Fliegen, Käfer, Ameisen, Motten und Schmetterlinge Bäume und etwa 80 Prozent aller Wildpflanzen. Bleibt dies aus, können sich auch die Pflanzen nicht mehr vermehren und sterben früher oder später aus. Zudem gerät die gesamte Nahrungskette in Gefahr und enorme Ernteeinbußen sind die Folge.
Um dieser bedrohlichen Entwicklung entgegenzuwirken sollen Flächen mit Wildblumenmischungen und heimischen Pflanzen angelegt sowie Wildblumenwiesen und Blühstreifen gestaltet werden, um die Wildkraut-Flora zu fördern und Nahrungsquellen und neue Lebensräume für Insekten zu schaffen.
Schon eine kleine Fläche bringt der Natur einen großen Nutzen und ist besonders im Sommer, in voller Blüte, sehr farbenfroh und voller Leben und sorgt für eine Erhöhung des Erholungswerts der Landschaft.
Wir hoffen, dass wir bald auch über eigene maschinelle Gerätschaften verfügen, um sämtliche Arbeiten zur Bodenbearbeitung und zum Anlegen von Blühflächen selbstständig ausführen können.