29/03/2017
Die Herkunftsfamilien:
Familien, deren Kinder wir aufnehmen dürfen, befinden sich in den unterschiedlichsten Lebenssituationen.
Zum einen können Eltern eine kurzzeitige Ersatzfamilie suchen, da sie sich durch Krankheit (evtl. auch die bevorstehende Geburt eines weiteren Kindes) nicht um ihre Kinder kümmern können.
Andere haben große Probleme, hervorgerufen durch Alkohol, Armut, sozialen Abstieg. Manche suchen Hilfe beim Jugendamt. Wieder andere müssen erleben, dass ihre Kinder ohne ihre Einwilligung in die Obhut einer Pflegefamilie gebracht werden.
Sie alle befinden sich in einem Ausnahmezustand, sie müssen akzeptieren, dass andere sich um ihre Kinder kümmern müssen.
Pflege- und Adoptivkinder:
Pflege- und Adoptivkinder sind zur Zeit der Aufnahme in unsere Familien meistens psychisch und/ oder physisch traumatisiert.
Der Umgang mit ihnen erfordert ein Höchstmaß an Liebe, Zuwendung, Akzeptanz und Toleranz.
Manchen fällt es schwer, neue Bindungen einzugehen, sie sind verschlossen und wehren körperliche oder emotionale Nähe ab, oder sie sind distanzlos und vertrauen allen.
In jedem Fall sind es kleine Menschen, die es wert sind, geliebt, beschützt und gefördert zu werden.
Kennen Sie eine Familie...
..die in dieser Zeit noch Ideale hat?
..die umarmen und auch wieder loslassen kann?
..die Verständnis für Not und Sorge anderer Menschen hat mit denen sie nicht einmal verwandt ist?
..die zuhören kann, auch wenn man viele Dinge nicht nachvollziehen kann?
..die sich über ganz kleine Dinge freuen kann, weil es große oft gar nicht gibt?
..die den Kampf mit Ämtern und aufnimmt, ohne zuverzweifeln?
Ist das vielleicht eine Pflege- oder Adoptivfamilie?
Wenn nicht, sollte sie sich überlegen, ob das nicht ein neuer Impuls für ihr Leben sein könnte!