07/10/2025
🌾 100 Jahre Ohofer Gemeinschaftsverband – Saat und Ernte 🌾
Ein Jahrhundert Glauben, Gemeinschaft und Gottes Treue.
„Herzlich willkommen heute hier in der Gotteshütte in Ohof – im TCG, wie wir sagen, Tagungscenter Gotteshütte in Ohof. Schön, dass ihr da seid und euch aufgemacht habt“, begrüßte Andreas Ulmer, Inspektor des Ohofer Gemeinschaftsverbandes (OGV), die vielen Gäste. „Wir danken Gott von ganzem Herzen für eine Segensgeschichte, die einmalig ist, die besonders ist – und die mit Menschen wie dir und mir zu tun hat.“
Der große Saal war bis auf den letzten Platz gefüllt. Vertreterinnen und Vertreter aus Gemeinden von Hamburg bis zum Harz, aus befreundeten Werken und Kirchen, Weggefährten aus Jahrzehnten – sie alle waren gekommen, um mitzufeiern. „Das ist Verbandsfamilie“, sagte Ulmer mit spürbarer Freude.
Auch aus anderen Kirchen und Verbänden kamen Grüße: Christian Berndt, Superintendent aus Wolfsburg, sandte herzliche Worte des Dankes und betonte die gute Zusammenarbeit. Vom Gnadauer Verband und vom Bund Evangelischer Gemeinschaften kamen Segenswünsche – Zeichen einer langen, gewachsenen Verbundenheit.
Besonders bewegend: Erinnerungen an frühere Weggefährten. Ulmer erzählte von den Diakonissen aus Velbert und Lemförde, „die über Jahrzehnte hier mitgearbeitet haben, gebetet, gepflegt, gelebt haben“. Sie konnten dieses Mal nicht anreisen, „aber sie sind im Herzen ganz nah bei uns“.
🎶 Ein Tag zwischen Dank und Aufbruch
Der Gottesdienst verband Musik, Dankbarkeit und Humor. „Wenn wir heute 100 Jahre feiern, dann feiern wir auch Gottes Geschichte mit uns“, so Ulmer. „Und wir wagen den Blick nach vorn. Denn was Gott gesät hat, bringt bis heute Frucht.“
Als Gastredner war Dr. Fabian Vogt aus Berlin gekommen – Theologe, Künstler, Autor und Teil des Duos Camillo. In seiner unverwechselbaren Art verband er Tiefgang und Leichtigkeit, Bibel und Alltag:
„Die Evangelische Kirche hat zusammen mit der Diakonie und den missionarischen Diensten gesagt: Wir brauchen Räume, wo Menschen Kirche von morgen denken dürfen – jenseits aller Strukturdebatten. Orte, wo wir träumen dürfen, wie Glaube in Zukunft Gestalt gewinnt.“
Auf die Frage, was ihn antreibt, sagte er:
„Ich bin ein Geschichtenerzähler – auf der Kanzel, im Theater, im Radio. Und die große Gnade ist: Wenn mir ein Teil meines Berufes auf den Wecker geht, mache ich einfach etwas anderes.“
Mit Witz und Klarheit sprach er über „Saat und Ernte“:
„Glaube ist Vertrauen darauf, dass Gott Wachstum schenkt – auch da, wo alles nach Wüste aussieht. Wir dürfen säen, Gott lässt wachsen.“
🌻 Feier, Begegnung, Erinnerungen
Während die Kinder ihre eigene bunte Geburtstags-Party feierten („Na, 100 Jahre? Ich dachte, es sind zehn!“ – Siggi Ulmer sorgte für Lachen und Bewegung), lief im Saal ein Film über die Geschichte des Verbandes: 100 Jahre in zehn Minuten – bewegende Bilder von Zeltlagern, Bibelstunden, Missionaren, Freizeiten und Freudentränen.
Später kamen drei Generationen im Interview zusammen:
• Rainer Keup, ehemaliger Inspektor, der seit 50 Jahren dabei ist,
• Christian Berndt, Superintendent aus Wolfsburg,
• Fabrice Telle, junger dualer Student am Theologischen Seminar Tabor.
Rainer Keup erinnerte sich an seine Anfänge:
„Ich wusste damals gar nicht, wo Wolfsburg ist – und von Ohof hatte ich keine Ahnung. Aber Gott hatte einen Plan.“
Über die 70er- bis 90er-Jahre sagte er:
„Das waren Zeiten des Aufbruchs. Wir mussten herausfinden, wie wir als landeskirchliche Gemeinschaften mit eigenem Profil Gemeinde bauen können. Wir wollten raus aus der Komfortzone, neue Gemeinden gründen – auch gegen Widerstände. Aber Gott hat Türen geöffnet.“
Und mit Blick auf die Zukunft:
„Gott hat Geschichte gemacht – und er wird sie weiterschreiben. Das Entscheidende bleibt, dass wir seine Stimme hören und ihm folgen.“
🌿 Dankbarkeit und Zukunftsmut
Am Ende des Tages lag über allem eine tiefe Dankbarkeit – für Menschen, für Gnade, für Gottes Treue.
„Jesus Christus, du bist Herr der Geschichte. Du bist der Lebendige, der einzig wahre Gott. Und dir vertrauen wir an jedem neuen Tag“, betete Ulmer.
Hundert Jahre Ohofer Gemeinschaftsverband – das ist mehr als eine Jubiläumszahl. Es ist gelebter Glaube, geteilte Hoffnung und eine Einladung, weiterzugehen.
„Wir feiern nicht Vergangenheit“, sagte Ulmer zum Schluss, „wir feiern Gottes Zukunft – mitten unter uns.“
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📸 Mehr Eindrücke & Fotos vom Festtag:
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