Spielmannszug Marpingen e.V.

Spielmannszug Marpingen e.V. Doch schon nach einigen Jahren hemmten die erschütternden Ereignisse des 1. Der von ihm ins Leben gerufene Jungmännerverein trat das Erbe der Väter an. bis 17.

Gründerjahre

Im Jahre 1907 erkannten musikliebende Männer des Gesangsvereins, dass auch Trommel- und Pfeifenklänge als musikalische Sprache das menschliche Zusammenleben angenehmer, offener, verständnisvoller und bereichernd zu formen vermögen. Mit dem Eifer und der Zuneigung, mit denen sie den Gesang pflegten, widmeten sie sich auch erfolgreich der „Knüppelmusik“ und fanden bei den Dorfbewohnern

gebührende Zustimmung und Interesse, was die Entwicklung beflügelte. Weltkrieges und die turbulenten Nachkriegsjahre die bisherige recht erfreuliche Entwicklung und brachten ernsthafte Rückschläge. Die Lust und Liebe zur Musik aber lebte weiter und pflanzte sich fort auf die musikfreudige Nachkriegsjugend. Mit Kaplan Alois Jores, der 1922 nach Marpingen kam, erhielt der Spielmannszug neuen Auftrieb. Auf selbstgebastelten Sperrholztrommeln und Pfeifen lernten die Jungmänner Spielmannsweisen und bildeten einen, wenn auch kleinen, so doch begeisterten Spielmannszug. Es war jedoch Kaplan Anton Kirstein (1957 Schirmherr der so eindrucksvollen Festveranstaltung zum 50 jährigen Bestehen) vorbehalten, das Überlieferte als zur Jugenderziehung äußerst wertvoll zu erkennen und weiter zu pflegen. Er begann intensiv mit dem Ausbau des Spielmannzuges im Jungmännerverein, machte die Jungschar mit den vorhandenen Instrumenten vertraut, kaufte neue Pfeifen und Trommeln und gewann eine große Zahl Jugendlicher für die Musik. Bei der Aufbauarbeit halfen, was anerkennend festgehalten werden muss, Alois Thurnes und Friedrich Recktenwald als geschickte und begeisterte Lehrmeister mit; ihre Bemühungen wurden durch einen großen Eifer der jungen Musiker gelohnt. Leider bremste das politische Geschehen nach 1935 das hoffnungsvolle Aufblühen des Spielmannszuges ab. Dem allgemeinen Verbot der katholischen Jugendbewegungen erlag auch der Spielmannszug im Jungmännerverein. Einige ältere Spieler schlossen sich mit ihren Instrumenten der Freiwilligen Feuerwehr an, doch war dies nur ein Ausweg, um wenigstens die Erinnerung wach zu halten und das Spiel nicht versiegen zu lassen. Dann kam der zweite Weltkrieg, nach dessen Ende leider viele wackere Spieler zu beklagen waren. Wiedergründung und Fortentwicklung

Doch der Spielmannszug überstand auch diesen furchtbaren Herbststurm. Mit der Normalisierung des gesellschaftlichen Lebens nach einigen schweren Nachkriegsjahren setzten sich einige aus dem Kriege zurückgekehrte jüngere und die bisher in der Freiwilligen Feuerwehr mittätigen älteren Spielleute zusammen und gründeten 1952 den Spielmannszug des heutigen Zuschnitts. Ihrem Aufruf folgten 20 Jugendliche, die in Willi Langendörfer und Heinrich Thurnes Garanten für ein gutes Gelingen fanden. Auf der Grundlage jugendlicher Begeisterung, bewährter Erfahrung, selbstlosen Eifers und zielstrebiger Ausbildung erwarb sich der Spielmannszug sehr bald örtliche und überörtliche Beachtung und Anerkennung. Es wurde überzeugend demonstriert, dass ein von Idealisten geführter, von Gemeinschaftsgeist geformter und getragener Verein zu besonderen Leistungen fähig ist. Bereits ein Jahr später war anlässlich der Grundsteinlegung zur Kapelle auf der Rheinstraße der erste öffentliche Auftritt. Die Leitung des Spielmannszuges war zunächst Heinricht Thurnes übertragen, ihm folgte Edmund Recktenwald bevor im August 1956 Willi Langendörfer die Verantwortung übernahm. Der Spielmannszug wurde mehr und mehr ausgebaut; seine Teilnahme an den dörflichen Festen erfreute sich immer größerer Beliebtheit, zumal auch ein Fanfarenzug den Klangkörper wirksam ergänzte. Frei von äußeren Zwängen, ermuntert durch eine erweiterte Vielfalt musikalischer Darbietungsmöglichkeiten und Aktivitäten einer erlebten Gemeinschaft außerhalb der musikalischen Aus- und Fortbildung, wie auch durch die Beteiligung an kulturellen Veranstaltungen wuchs der Spielmannszug. So förderte die erstmalige Teilnahme am Rosenmontagszug 1954 in Saarbrücken, drei Jahre später am internationalen Gewerkschaftstreffen in Hannover und schließlich der 1. Preis beim Wettstreit der Spielmannszüge in Bliesen das Selbstvertrauen, das in den Folgejahren durch Konzerte im deutsch-französischen Garten in Saarbrücken weiter gefestigt wurde. Starke Impulse setzten aber auch die groß angelegen und trotz mancher Risiken und Belastungen sehr gelungenen Festveranstaltungen vom 29. Juni bis 01. Juli 1957 (50 jähriges Bestehen) und vom 15. Juli 1967 (60 jähriges Bestehen); beide Feste vermittelten nicht nur den vielen Besuchern aus nah und fern freudvolle sondern beeinflussten auch den Spielmannzug wesentlich in seiner weiteren musikalischen Entwicklung. Es wurde auch die schon lange existente Erkenntnis eindrucksvoll bestätigt, dass zur langfristigen Veränderung, Verfeinerung und Festigung der Spielmannsmusik im kulturellen Leben der Gemeinschaft besonders Jugendliche die Reihen des Spielmannszuges füllen und aktivieren müssen. Dies bedeutete eine sehr intensive Jugendarbeit mit all ihren Ansprüchen zielstrebig und dauerhaft zu verwirklichen. Dieses Ziel konnte und kann auch künftig nur erreicht werden, wenn neben den musikalischen Aktivitäten vereinsintern jugendmäßige, freizeitfüllende und gemeinschaftsdienliche Veranstaltungen im jährlichen Gestaltungsprogramm den gebührenden Platz einnehmen und auch künftig behalten werden. Gemeinsame Familienabende, Vereinsausflüge, „Tag im Freien“, und Jahresabschlussabende stärkten und stärken heute immer noch das Zusammengehörigkeitsgefühl. Allen bewusst war auch die Notwendigkeit, dem Zug ein möglichst breit gefächertes Repertoire an Musikstücken zu erarbeiten, um es dann bei verschiedenartigen öffentlichen Auftritten darzustellen. Dies konnte nur durch eine intensive, gut abgestimmte und einfühlsame Zusammenarbeit zwischen dem Dirigenten, den Musizierenden und dem Vorstand publikumswirksam umgesetzt werden. Diese Anpassung an die jeweils gesteigerten musikalischen Bedürfnisse und der Leistungsstand der Musikzüge wurde durch die Teilnahme an den vom BSM regelmäßig durchgeführten Wertungsspielen fachlich überprüft und selbstkritisch ausgewertet. Diese freiwilligen Prüfstationen, die den Spielmannszug Marpingen durchweg gut bis sehr gut bewerteten, waren und sind sehr förderlich. Der Spielmannszug steht heute auf festen Füßen und bereichert die musikalische Vielfalt des Ortes und auch weit darüber hinaus.

19/03/2025
04/03/2025

Spielmannszug Marpingen

Mitgliederversammlung am 21.03.2025

Am Freitag, dem 21.03.2025 findet um 19.15 Uhr unsere diesjährige Mitgliederversammlung im Probenraum (Vereinsheim) statt.

Auf der Tagesordnung stehen folgende Punkte:

Tagesordnung
1. Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden
2. ⁠Berichte
3. ⁠Aussprache zu den Berichten
4. ⁠Ehrungen
5. ⁠Sonstiges

Alle Mitglieder des Vereins sind recht herzlich zu der Mitgliederversammlung eingeladen.

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03/11/2024

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31/10/2024
Das nächste Konzert in unserer Konzertreihe steht an: Am Sonntag, den 27.10 um 17:00 Uhr in der Illtalhalle in Hüttigwei...
26/10/2024

Das nächste Konzert in unserer Konzertreihe steht an: Am Sonntag, den 27.10 um 17:00 Uhr in der Illtalhalle in Hüttigweiler geben wir ein gemeinsames Konzert mit dem Mandolinenclub Saarstern Hüttigweiler.

Kommt vorbei, wir freuen uns auf Euch.😊🎶

   #2024
17/10/2024

#2024

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Marpingen
66646

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