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AWO Sachsen-West Wir begleiten täglich tausende Menschen mit Unterstützungsbedarf.

„Es geht also nicht nur darum, Arbeitsverträge zu erstellen, sondern auch darum, Behördengänge zu organisieren, Dokument...
08/10/2026

„Es geht also nicht nur darum, Arbeitsverträge zu erstellen, sondern auch darum, Behördengänge zu organisieren, Dokumente anzustoßen und Unterlagen vorzubereiten.“

Maxi ist Personalreferentin bei der AWO Sachsen-West.

Bei internationalen Fachkräften gehört zu ihrer Arbeit deutlich mehr als Vertrag und Bewerbung. Für die Ausländerbehörde müssen zusätzliche Unterlagen vorbereitet werden, zum Beispiel Erklärungen zum Beschäftigungsverhältnis. Dokumente werden angestoßen, Behördengänge organisiert und weitere Schritte rund um die Einreise vorbereitet.

In diesem Jahr kamen sechs Mitarbeitende aus Vietnam zur AWO Sachsen-West. Als sie im April einreisten, wurden unter anderem Wohnungen bereitgestellt. Zunächst arbeiteten sie als Pflegehilfskräfte, um die Arbeit und die Einrichtungen kennenzulernen. Anschließend wechselten sie in die Ausbildung zur Pflegefachkraft.

Auch nach der Einreise bleibt Maxi Ansprechpartnerin.
Zwischen Arbeitsvertrag und Ausbildung liegen damit einige Schritte, die auf keinem Vertrag zu sehen sind.

„Deeskalation beginnt oft schon viel früher. Indem ich zeige: Ich sehe dich."Corina schult Mitarbeitende der AWO Sachsen...
01/10/2026

„Deeskalation beginnt oft schon viel früher. Indem ich zeige: Ich sehe dich."

Corina schult Mitarbeitende der AWO Sachsen-West. Dabei geht es auch um das, was jeden Tag davor passiert.

Was hat eine Situation ausgelöst? Was wurde übersehen? Was könnte beim nächsten Mal früher auffallen?

Diese Fragen kommen im Alltag immer wieder. In Gesprächen, nach einer Situation, beim gemeinsamen Rückblick. In ihren Schulungen geht es deshalb darum, früher hinzusehen, bevor etwas schwierig wird.

Mit der Zeit verändert sich der Blick. Kolleginnen und Kollegen erkennen früher, was ein Mensch gerade braucht und an welcher Stelle Druck entsteht.

„Es ist immer eine Gratwanderung."Florian koordiniert die Küchen der AWO Sachsen-West. Beim Einkauf geht es für ihn jede...
24/09/2026

„Es ist immer eine Gratwanderung."

Florian koordiniert die Küchen der AWO Sachsen-West. Beim Einkauf geht es für ihn jeden Tag darum, Qualität und Budget zusammenzubringen.

„Wir kaufen bewusst hochwertig“, sagt er. Gleichzeitig wird genau geplant, welche Mengen tatsächlich gebraucht werden. Denn gute Produkte einzukaufen hilft wenig, wenn am Ende zu viel davon übrig bleibt.

Für Florian gehört deshalb beides zusammen, bei der Qualität nicht einfach nach unten zu gehen und trotzdem mit den vorhandenen Mitteln vernünftig umzugehen.

Diese Abwägung steckt hinter vielen Entscheidungen, die später niemand mehr sieht, wenn das Essen auf dem Tisch steht.

„Seitdem liegen immer Kartoffeln im Lager.“Früher kamen die Kartoffeln bereits geschält in die Küche. Irgendwann fing da...
17/09/2026

„Seitdem liegen immer Kartoffeln im Lager.“

Früher kamen die Kartoffeln bereits geschält in die Küche. Irgendwann fing das Team an, sie selbst zu schälen. Frisch, an dem Tag, an dem sie gebraucht wurden.

An genau diesem Tag sprachen mehrere Bewohner Michael darauf an. Ihnen war aufgefallen, dass die Kartoffeln anders schmeckten als sonst.

Michael ist Küchenleiter bei der AWO Sachsen-West. Diese Reaktion ist ihm bis heute im Gedächtnis geblieben. Sie erinnert ihn daran, wie genau Bewohner Veränderungen beim Essen wahrnehmen und dass manchmal schon kleine Unterschiede eine große Rolle spielen können.

Auch deshalb schaut er bei Veränderungen in der Küche sehr genau darauf, was tatsächlich bei den Bewohnern ankommt.

Manchmal zeigt sich das bei einem neuen Gericht. Und manchmal eben bei einer Kartoffel.

10/09/2026

„Wir sollten der älteren Generation zeigen, wie sehr wir ihr Wissen schätzen."

Corina arbeitet im Qualitätsmanagement der AWO Sachsen-West. Sie ist in den Einrichtungen unterwegs, spricht mit Mitarbeitenden und schaut sich Abläufe dort an, wo sie tatsächlich stattfinden.

Sie war selbst Teamleiterin in der Werkstatt. Sie hat dort mit den Menschen gearbeitet, ihren Alltag erlebt, ihre Geschichten gehört. Wenn sie heute zu Besuch kommt, freuen sich viele, sie zu sehen.

Deshalb hört sie anders zu. Wenn jemand sagt „Früher war alles besser", hört sie das nicht als Widerstand. Sie hört es als Information. Dahinter stecken Jahre an Erfahrung, konkrete Beobachtungen und Wissen, das sonst nirgendwo aufgeschrieben ist.

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Pflegecontent ist ein Nischenthema.Könnte man denken. Mehr als 500.000 erreichte Menschen sehen das offenbar anders.Mit ...
08/09/2026

Pflegecontent ist ein Nischenthema.

Könnte man denken.
Mehr als 500.000 erreichte Menschen sehen das offenbar anders.

Mit „Gesichter der AWO“ machen wir Mitarbeitende, Berufe und Arbeitswelten der AWO Sachsen-West sichtbar. Menschen erzählen von ihrem Alltag, ihren Aufgaben, ihren Wegen in den Beruf und davon, was ihre Arbeit für sie ausmacht.

Die Grundlage dafür sind Gespräche und Interviews mit Mitarbeitenden aus ganz unterschiedlichen Bereichen. Daraus entstehen Geschichten über konkrete Situationen, Arbeitsabläufe und Erfahrungen aus ihrem Arbeitsalltag.

Was als Social-Media-Format gestartet ist, hat inzwischen eine Reichweite entwickelt, die weit über unsere bestehende Community hinausgeht.

Vergangene Woche kam eine weitere Form der Sichtbarkeit dazu. „Gesichter der AWO“ war beim
28. Marketingpreis Leipzig in der Kategorie Gemeinwohl & Engagement nominiert.

Für einen Platz auf dem Treppchen hat es nicht gereicht.
Am Erfolg des Projekts ändert das wenig.

Denn „Gesichter der AWO“ ist längst mehr als eine Reihe von Mitarbeiterporträts.

Mit jedem Gespräch und jedem neuen Einblick in den Arbeitsalltag entstehen weitere Themen. Es geht um Berufe und Karrierewege, um Zusammenarbeit und interne Kommunikation, um Führung, Personal und Konfliktmanagement und um Fragen, die uns als Organisation weit über Social Media hinaus beschäftigen.

Auch neue Ansätze entwickeln sich daraus weiter. Dazu gehört zum Beispiel die Frage, wie wir Kommunikation mit Angehörigen künftig noch stärker mitdenken können.

„Gesichter der AWO“ ist damit inzwischen auch für uns selbst zu einer Quelle geworden, aus der neue Themen und weitere Ideen für unsere Kommunikation entstehen.

„Die Musik geht an und es geht los." Daniel ist Einrichtungsleiter bei der AWO Sachsen-West. Wenn er von dem spricht, wa...
03/09/2026

„Die Musik geht an und es geht los."

Daniel ist Einrichtungsleiter bei der AWO Sachsen-West. Wenn er von dem spricht, was ihm besonders in Erinnerung geblieben ist, nennt er die Tanzfläche.

Sommerfeste, Weihnachtsfeiern, Fasching. Momente, die von Gruppenleitungen, Werkstattleitung und Haustechnik gemeinsam vorbereitet werden. Viel Organisation im Hintergrund, damit vorne etwas Einfaches passieren kann.

Musik geht an. Und die Beschäftigten gehen sofort auf die Tanzfläche. Ohne Ankündigung, ohne Aufforderung.

Für Daniel beginnt das Fest genau in diesem Moment.

27/08/2026

„Wir brauchen das Handwerk."

Michael ist Küchenleiter bei der AWO Sachsen-West. Täglich werden in seiner Küche mehrere hundert Essen für Menschen zubereitet, die jeden Tag am selben Tisch sitzen und merken, wenn etwas anders schmeckt.

Für Michael bedeutet das nicht, Rezepte abzuarbeiten. Es bedeutet zu wissen, warum ein Fond anders schmeckt als eine Brühe aus dem Beutel. Warum Muskat in bestimmten Gerichten den Unterschied macht. Warum Sauerkraut eine eigene Zubereitung braucht, wenn es wirklich gut sein soll.

Genau dieses Handwerk soll man am Ende schmecken.

„Das macht dann am Schluss auch ein bisschen glücklich."Jeden Morgen weiß Frank, in welcher Einrichtung er heute arbeite...
20/08/2026

„Das macht dann am Schluss auch ein bisschen glücklich."

Jeden Morgen weiß Frank, in welcher Einrichtung er heute arbeitet. Flure abkleben, Decken streichen, Wände streichen, Bilder aufhängen, sauber machen.

Er arbeitet nicht in leeren Gebäuden. Er arbeitet in Häusern, in denen Menschen leben. Er sieht, wenn jemand stehen bleibt und schaut. Er hört, wenn jemand sagt, dass der Flur jetzt schöner aussieht.

Für Frank ist das der Unterschied zu anderen handwerklichen Aufträgen. Er sieht, für wen er arbeitet. Und er erlebt, dass es ankommt.

Wir sind nominiert! 🎉 Mit „Gesichter der AWO“ ist die AWO Sachsen-West für den 28. Marketing Preis des Marketing Club Le...
18/08/2026

Wir sind nominiert! 🎉

Mit „Gesichter der AWO“ ist die AWO Sachsen-West für den 28. Marketing Preis des Marketing Club Leipzig in der Kategorie Gemeinwohl & Engagement nominiert.

Seit dem vergangenen Jahr erzählen Kolleginnen und Kollegen aus ganz unterschiedlichen Bereichen von konkreten Situationen ihrer Arbeit, von Entscheidungen, Abläufen, Herausforderungen und den kleinen Dingen, die Außenstehende normalerweise kaum mitbekommen.

Dabei geht es um Pflege und Betreuung, Werkstätten, Küche, Haustechnik und viele weitere Bereiche der AWO Sachsen-West.

So entsteht Schritt für Schritt ein Bild davon, wie die AWO Sachsen-West tatsächlich funktioniert und wer die Menschen sind, die den Alltag in unseren Einrichtungen gestalten.

Dass diese Arbeit nun auch außerhalb der AWO wahrgenommen und mit der Nominierung gewürdigt wird, freut uns ganz besonders.

Ein großes Dankeschön an alle Kolleginnen und Kollegen, die bisher vor der Kamera standen, ihre Erfahrungen geteilt und damit „Gesichter der AWO“ überhaupt möglich gemacht haben. ❤️

Jetzt sind wir gespannt auf die Entscheidung der Jury im September.

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Oststraße 2
Markranstädt
04420

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