05/06/2026
Wenn Wasser knapp wird, führt das schnell zu Problemen. So auch in einem Compassion-Kinderzentrum im Südwesten Ghanas.
„Wir hatten kaum Wasser und mussten deshalb die Toiletten schließen. Die Kinder gingen daher zu Hause zur Toilette. Viele kamen danach nicht mehr zurück für den Fall, dass sie wieder gehen mussten“, erzählt Maame Akua, Leiterin eines Compassion-Kinderzentrums. Aus Sorge vor peinlichen Situationen kamen manche Kinder gar nicht mehr.
Auch die örtliche Klinik litt unter der Wasserkrise und hatte keinen verlässlichen Zugang zu Wasser. „Man kann sich nicht vorstellen, was das für Folgen für die Hygiene hatte“, sagt Maame Akua. „An manchen Tagen konnten die Ärzte wegen des Wassermangels keine Patienten behandeln. Es war schrecklich. Das ist auch die Klinik, die die Kinder aufsuchen, wenn es ihnen nicht gut geht.“
Die Mitarbeiter berieten sich und wussten: Es muss eine Lösung her. Durch die finanzielle Unterstützung von Compassion konnte ein Bohrbrunnen im Ort gebohrt und eine Leitung zur Klinik und dem Kinderzentrum gelegt werden.
Heute hat der ganze Ort Zugang zu sauberem und kostenlosem Trinkwasser. Die Toiletten funktionieren wieder, die lokale Klinik konnte die hygienischen Bedingungen stark verbessern und ihren regelmäßigen Betrieb aufnehmen.
Das Wunderbare: „Niemand drängte darauf, nach Hause zu gehen. Es ist eine einfache Sache, aber der Unterschied ist riesig“, betont Maame. Die 12-jährige Lordicia sagt: „Wenn wir jetzt ins Kinderzentrum gehen, sind wir entspannt und können voller Freude lernen und spielen.“
Der Brunnen bedeutet für die Familien nicht nur Zugang zu Trinkwasser, sondern stärkt auch ihre Würde und schützt ihre Gesundheit.
📷 Rachael Cudjoe-Yevu, Compassion Ghana