28/10/2026
„Lasst uns also nicht müde werden, Gutes zu tun. Es wird eine Zeit kommen, in der wir eine reiche Ernte einbringen. Wir dürfen nur nicht vorher aufgeben! Solange uns noch Zeit bleibt, wollen wir allen Menschen Gutes tun, vor allem aber denen, die mit uns an Jesus Christus glauben.“ (Galater 6,9-10)
Ganz ehrlich: Kaum ein Thema hat mehr Frustpotenzial als der weltweite Hunger und Armut. Jahrzehntelang sah es so aus, als ob es große Fortschritte gibt. Ein immer kleinerer Anteil der Menschen musste unter dem Existenzminimum leben. Doch seit einigen Jahren stagniert dieser bis dahin so erfolgreiche Kampf gegen Armut. Das liegt an Bürgerkriegen, globalen Konflikten und Klimaveränderungen. Alles Faktoren, die man nicht in der Hand hat. Das kann entmutigen. Sind alle Bemühungen umsonst?
Die Gemeinde in Galatien war in ihren eigenen Lebensfragen mutlos geworden. Doch der Apostel Paulus feuert sie wie bei einem Sportwettkampf an, jetzt nicht aufzugeben: „Lasst euch nicht den Mut rauben. Hört nicht auf die Entmutigung. Die Ernte wird kommen.“
Diesen Impuls möchte ich mitnehmen. Im Rahmen meiner Möglichkeiten, meiner begrenzten Zeit und Energie, will ich „allen Menschen Gutes tun.“ Nicht weil ich die Welt retten kann oder muss, sondern weil Gott verspricht, daraus etwas zu machen. Gott ist der „Herr der Ernte“.
Für mich wird diese Ernte sichtbar, wenn die engagierten Christen aus unseren Partnerkirchen davon berichten, wie Kinder bei ihnen Zukunftsaussichten jenseits von Armut und Hunger finden. Hinter solchen „Erfolgsgeschichten“ steht jahrelange Begleitung mit unzähligen Mahlzeiten, Gesprächen und Gebeten. Doch das Ergebnis spricht absolut für sich. Und das, obwohl das große Problem „Armut“ bis heute ungelöst ist. Gott ist aktiv. Das macht mir Mut.
Matthias Klügel, Gemeindereferent Compassion Deutschland