Künstlernachlässe Mannheim

Künstlernachlässe Mannheim Die Künstlernachlässe Mannheim kümmern sich um die Werke von Mannheimer Künstlern und Künstlerinnen,

🏔️ Heute wäre Will Sohl 120 Jahre alt geworden. Geboren am 17. Juni 1906, gehört er zu den bedeutenden Mannheimer Künstl...
17/06/2026

🏔️ Heute wäre Will Sohl 120 Jahre alt geworden. Geboren am 17. Juni 1906, gehört er zu den bedeutenden Mannheimer Künstlern des 20. Jahrhunderts.

1968 und 1969 reist Sohl auf die Lofoten und malt dort mit außergewöhnlicher Intensität. Die Landschaft der Inselgruppe wird bei ihm nicht abgebildet, sondern in großformatige Farbflächen aufgespalten, die geometrische Anklänge tragen und dennoch die Natur ahnen lassen. Farbe und Form folgen keinem naturalistischen Prinzip mehr.

Dieselbe Landschaft, ein anderer Blick: Die schwedische Künstlerin Anna Boberg (1864–1935) entdeckt die Lofoten im Jahr 1901 und kehrt über drei Jahrzehnte immer wieder dorthin zurück. Sie malt die Fjorde, die Fischer, das Nordlicht, in einem Stil, der die Natur noch erkennbar zeigt, aber in ihrer Stimmung verdichtet.

Beide suchen dasselbe: die Essenz dieser unwirklichen Landschaft im Norden Norwegens.

📸 Will Sohl im Garten von Ziegelhausen, nach 1945, Foto: MARCHIVUM
🖼️ Will Sohl, o. T. (Lofoten), 1969, KNMA — Anna Boberg, After the Massacre. Study from North Norway, o. J., gemeinfrei] / Will Sohl, o. T. (Häuser u. Berge Lofoten), 1968, KNMA — Anna Boberg, Northern Lights. Study from North Norway, o. J., gemeinfrei / Will Sohl, Fischerboote am Hafen, 1969, KNMA — Anna Boberg, The Harbour at Svolvaer, Lofoten, o. J., gemeinfrei
📸 Anna Boberg, 1910

👀 Vor zwei Tagen ging die Website kiorma.de (Kunst im öffentlichen Raum Mannheim) an den Start. Sie zeigt: Kunst im öffe...
12/06/2026

👀 Vor zwei Tagen ging die Website kiorma.de (Kunst im öffentlichen Raum Mannheim) an den Start. Sie zeigt: Kunst im öffentlichen Raum in Mannheim ist nicht nur rund um die Kunsthalle oder in der Innenstadt zu finden, sondern in nahezu allen Stadtteilen.

Ein Beispiel ist die Skulptur „Mutter und Sohn" von Hans Nagel, die seit 1956 in der Rainweidenstraße in der Neckarstadt West steht. Viele Passantinnen und Passanten sehen sie täglich, ohne mehr über ihre Entstehung zu wissen.

Die Figurengruppe aus rotem Sandstein entsteht 1955 als Nagels erster öffentlicher Auftrag der Stadt Mannheim. Die Mutter blickt nicht auf den Sohn, doch ihre Hände liegen schützend um ihn gelegt. Die blockhafte Form verleiht der Gruppe einen unerschütterlichen Eindruck. Der Einfluss Henry Moores ist dabei erkennbar; mit dieser Arbeit etabliert Nagel sich als moderner Künstler.

Eine kleine Verbindung zu uns: Hans Nagel erhält von 1941 bis 1945 Zeichenunterricht bei Will Sohl, dessen Nachlass wir betreuen.

👉 Vielleicht habt ihr ja dieses Wochenende Lust auf einen kleinen Kunst-Spaziergang! Mehr zu „Mutter und Sohn" und vielen weiteren Werken im Stadtgebiet findet ihr auf kiorma.de

📸 Stefan Rothenstein und MARCHIVUM

Mannheim jetzt neu entdecken - kiorma.de!
10/06/2026

Mannheim jetzt neu entdecken - kiorma.de!

👉 Kunstwerke richtig zu fotografieren ist keine Frage der Ästhetik, sondern der Genauigkeit. Falsche Belichtung, ein feh...
08/06/2026

👉 Kunstwerke richtig zu fotografieren ist keine Frage der Ästhetik, sondern der Genauigkeit. Falsche Belichtung, ein fehlerhafter Weißabgleich oder das Fehlen von Farbprofilen führen dazu, dass Farben im digitalen Abbild stark vom Original abweichen. Wer das Werk nie im Original sieht, erhält so ein verfälschtes Bild.

Das hat direkte Folgen für Forschung, Ausstellungen und den Kunstmarkt. Professionelle Digitalisierung bedeutet: kalibriertes Equipment, Normlicht und ICC-Profile, die eine farbverbindliche Wiedergabe sicherstellen. Darüber hinaus sichert eine hochwertige digitale Dokumentation den Bestand langfristig, da Originale durch Alterung oder äußere Einflüsse gefährdet sind.

Digitalisierte Nachlässe lassen sich in Datenbanken und Forschungsplattformen weltweit zugänglich machen und durch Metadaten, Provenienzangaben und Werkverzeichnisse wissenschaftlich erschließen. Nicht zuletzt bilden hochwertige Abbildungen die Grundlage für Echtheitsnachweise, Versicherung und Rechtemanagement.

🖼️ Edgar Schmandt, Und Gott sah dasss es gut war IV (Afrika), 2000, Acryl auf Textiles Material (alte Schullandkarte), 160 x 175 cm, Foto (5): K. Schwab
📸 (1-3) Beim Fotografieren in den Nebenräumen der KNMA
📸 (4) Schmandts Werk "Und Gott sah dasss es gut war IV (Afrika)" unprofessionell fotografiert

▪️Heute vor 40 Jahren ist die Künstlerin Ilana Shenhav verstorben. Das Gesamtwerk, das sie hinterlassen hat, ist tief in...
06/06/2026

▪️Heute vor 40 Jahren ist die Künstlerin Ilana Shenhav verstorben. Das Gesamtwerk, das sie hinterlassen hat, ist tief in ihrer Biografie und historischen Erfahrungen verankert. Als Kind ist sie im Ghetto Theresienstadt inhaftiert. Dieses Schicksal prägt ihr künstlerisches Denken und Arbeiten nachhaltig.

In ihren Werken setzt sie sich immer wieder mit literarischen und philosophischen Texten auseinander, um grundlegende Fragen nach Schuld, Erinnerung, Verantwortung und menschlicher Existenz zu verhandeln.

📸 Ilana Shenhav, privat

🎨 🧪 🧘‍♀️ Vom 7. Juni bis 4. Juli 2026 wird der RAUM S4.17 im Mannheimer Quadrat S4 zum offenen Ort für zeitgenössische K...
05/06/2026

🎨 🧪 🧘‍♀️ Vom 7. Juni bis 4. Juli 2026 wird der RAUM S4.17 im Mannheimer Quadrat S4 zum offenen Ort für zeitgenössische Kunst, Austausch und gesellschaftliche Teilhabe. Die gemeinnützige Kunstmesse AiD ART M 2026, veranstaltet von Ateliers im Delta (Mannheim) und der Overhead Gallery (Münster), setzt dieses Jahr zwei Schwerpunkte: „Art meets Science“ und „Zen 42“. Auch die KNMA sind mit drei Arbeiten von Gabriele Dahms (1944–1999) vertreten.

Eröffnung: 07.06.2026, ab 13 Uhr
Öffnungszeiten: Freitag und Samstag 15–20 Uhr / Sonntag 11–18 Uhr
Der Eintritt ist an allen Tagen frei.

Im Rahmen der Messe findet außerdem am 20.06. um 16 Uhr ein Gespräch zum Informel in Malerei und Fotografie statt. Unser Vorstandsmitglied Dr. Christine Schumann wird dort über die Arbeiten von Gabriele Dahms sprechen.

S4, 17, 68161 Mannheim / RAUM S4.17 (ehem. Stadtgalerie)

👏 Die Vortragsreihe zu unserer Ausstellung Franz Schömbs ist vergangenen Donnerstag zu Ende gegangen. Wir freuen uns übe...
03/06/2026

👏 Die Vortragsreihe zu unserer Ausstellung Franz Schömbs ist vergangenen Donnerstag zu Ende gegangen. Wir freuen uns über das großartige Feedback und die vielen Besucherinnen und Besucher, die die einzelnen Abende mitgestaltet haben.

Ein herzliches Dankeschön an alle Vortragenden für ihre tollen Beiträge: Silvia Köhler, Thomas Worschech, Lou Burkart und Prof. Dr. Henry Keazor. Ebenso danken wir Norbert Kaiser für die technische Umsetzung der Streams sowie dem Team von PORT15 - Raum für Gegenwartskunst für die Unterstützung und die Möglichkeit, die Reihe dort stattfinden zu lassen.

👉 Wer einen Vortrag verpasst hat oder einzelne Beiträge noch einmal ansehen möchte: Die Aufzeichnungen sind weiterhin auf unserem YouTube-Kanal abrufbar.

❗Und noch ein Hinweis: Die Ausstellung selbst ist noch bis 14. Juni zu sehen. Schaut unbedingt noch vorbei, denn es lohnt sich!

PORT25 - Raum für Gegenwartskunst, Hafenstraße 25–27, 68159 Mannheim
Mi–So 11–18 Uhr / Der Eintritt ist frei

📸 v.l.n.r.: Silvia Köhler, Thomas Worschech, Lou Burkart und Prof. Dr. Henry Keazor; Norbert Kaiser beim Streamen und Kim Behm bei der Begrüßung der Besucher:innen im PORT25

☀️ Grüße aus unserem Nachlass Depot! Hier sind wir immer wieder am umstrukturieren, neu sortieren und aufräumen. Manche ...
25/05/2026

☀️ Grüße aus unserem Nachlass Depot! Hier sind wir immer wieder am umstrukturieren, neu sortieren und aufräumen. Manche Werke wurden noch nicht fotografiert, andere bekommen einen neuen Standort. All das wird in unserer Datenbank hinterlegt und Stück für Stück abgearbeitet. Im April und Mai hatten wir dabei Hilfe von unserer Praktikantin Loïs, die fleißig mit angepackt hat!

📸 Blick ins Depot der KNMA und Loïs auf der Suche nach Papierarbeiten, Fotos: KNMA

☀️ Grüße aus unserem Nachlass Depot! Hier sind wie immer wieder am umstrukturieren, neu sortieren und aufräumen. Manche ...
25/05/2026

☀️ Grüße aus unserem Nachlass Depot! Hier sind wie immer wieder am umstrukturieren, neu sortieren und aufräumen. Manche Werke wurden noch nicht fotografiert, andere bekommen einen neuen Standort. All das wird in unserer Datenbank hinterlegt und Stück für Stück abgearbeitet. Im April und Mai hatten wir dabei Hilfe von unserer Praktikantin Loïs, die fleißig mit angepackt hat!

📸 Blick ins Depot der KNMA und Loïs auf der Suche nach Papierarbeiten, Fotos: KNMA

„Das Bild der Wirklichkeit ist eine Aufgabe der Kunst.“ - Franz Schömbs (ca. 1954)👀 Was sehen wir eigentlich, wenn wir s...
22/05/2026

„Das Bild der Wirklichkeit ist eine Aufgabe der Kunst.“ - Franz Schömbs (ca. 1954)

👀 Was sehen wir eigentlich, wenn wir schauen? Und wie lässt sich Wirklichkeit überhaupt darstellen?

Für Franz Schömbs ging es nicht darum, die Welt einfach abzubilden. Er wollte zeigen, wie sie sich verändert: durch Bewegung, Zeit und Wahrnehmung. Die Erkenntnis, dass Zeit auf einer unveränderlichen Fläche nicht erfassbar ist, wird eines seiner zentralen künstlerischen Themen, das ihn schließlich auch zum Film führt.

❗Ausstellung "Franz Schömbs": 10.04.–14.06.2026 | Mi–So 11–18 Uhr
PORT25 - Raum für Gegenwartskunst, Hafenstraße 25–27, 68159 Mannheim
Der Eintritt ist frei

Im Rahmen der begleitenden Vortragsreihe findet noch folgende Veranstaltung statt:

Do, 28/05/2026, 19 Uhr
Prof. Dr. Henry Keazor (Universität Heidelberg) ordnet Schömbs’ Filmarbeiten in den kunsthistorischen Kontext ein

Der Vortrag wird auch live auf dem YouTube Kanal der Künstlernachlässe Mannheim gestreamt!

📸 Franz Schömbs in seinem Atelier in München, Foto: MARCHIVUM

Adresse

Waldparkstraße 28A
Mannheim
68163

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