Seit der Erstnutzung im Jahr 1901 ist der Rheinauer Friedhof, der gemeinhin auch als Waldfriedhof bezeichnet wird, ein Ort der Trauer, des Abschieds, aber auch der Kommunikation und Lebensort zahlreicher Tier- und Pflanzenarten. Leider ist es den Kommunen aber aufgrund der finanziellen Ausstattung nicht möglich, über die Pflege hinausgehende Maßnahmen immer zeitnah durchzuführen. Deshalb hat sich
1999 die Interessengemeinschaft Friedhof Rheinau (kurz: IFR) gegründet. Ein Schwerpunkt unserer Arbeit ist die Trauerhalle. Der marode Zustand des Gebäudes war in den Gesprächen mit den Vertretern des Eigenbetriebs Friedhöfe immer ein wichtiges Thema. Aufgrund des Einsatzes der Aktiven der IFR konnte eine Außensanierung der Trauerhalle in den zurückliegenden Jahren durchgeführt werden. Neben viel Eigenarbeit konnten wir auch ortsansässige Firmen für ein Spenden-Engagement gewinnen, was die Sanierungskosten für den Eigenbetrieb Friedhöfe Mannheim senkte und die Maßnahme so durchführbar machte. Ein weiteres Ziel soll 2014/15 angegangen werden: Die Erweiterung der Trauerhalle. Diese ist notwendig, da es bei größeren Bestattungen mit höherem Besucheraufkommen häufig vorkommt, dass Besucher vor der offenen Tür stehen müssen. Und dies bei Wind und Wetter. Dieser Missstand soll behoben werden, in dem Pläne des Architekturbüros Kaltenborn umgesetzt werden. Die Stadt Mannheim und der Eigenbetrieb Friedhöfe Mannheim haben hierzu Finanzmittel bereitgestellt. Allerdings steht auch die IFR in der Pflicht, eine hohe fünfstellige Summe zum Bau beizusteuern. Dies geschieht durch Eigenarbeit bei der Baumaßnahme und eine Spendensammlung. Hierzu brauchen wir die Mithilfe aller Rheinauerinnen und Rheinauer und von Menschen, die einen Bezug zum Friedhof Rheinau haben. Sei es, weil Verwandte hier beerdigt sind, weil man Freunde hier bestattet hat oder einfach, weil man den Friedhof aufgrund seiner verbliebenen Natürlichkeit und seinem unverfälschten Waldcharakter erhalten möchte.